Prüfung

Ausdrucksformen der Nachfolge

„Vor unserem Gott und Vater an euer Werk des Glaubens gedenken und die Bemühung der Liebe und das Ausharren [in] der Hoffnung auf unsern Herrn Jesus Christus.“ (1.Thessalonicher 1:3)

Jünger Christi sind diejenigen, die Jesus als ihren Erlöser angenommen haben. Darüber hinaus haben sie ihr Leben der göttlichen Sache gewidmet, die in ihm verkörpert ist, indem sie seiner Aufforderung gefolgt sind, ihr Kreuz auf sich zu nehmen und in seinen Fußstapfen zu wandeln, bis hin zum Tod. (Matthäus 16:24) Das Wort „Jünger“ bedeutet „Lernender“ oder „Schüler“, und die Jünger Christi empfangen ihre Lehre von Jesus, den sie als ihren Meister anerkennen und dessen Anweisungen den Willen ihres Himmlischen Vaters widerspiegeln.

Jesus sagte über Nathanael: „Siehe, wahrhaftig ein Israelit, in dem kein Trug ist.“ (Johannes 1:47) Dies impliziert, dass es zu Jesu Zeiten Menschen gab, die als Israeliten angesehen wurden, aber es in Wirklichkeit nicht waren, da ihr Leben nicht ausreichend im Einklang mit dem Willen des Gottes Israels stand. Aus diesem Grund nahmen sie Jesus nicht als ihren verheißenen Messias an. Das Gleiche gilt zur heutigen Zeit, für das geistliche Israel, das aus den Jüngern Christi besteht. Es gibt in der Tat „wahrhaftige“ Jünger, jedoch auch solche, die vorgeben, Nachfolger Jesu zu sein, aber nur dem Namen nach Jünger sind, denn sie halten sich nicht an die Lehren des Meisters.

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Der umgestaltende Einfluß des Gedankens

„Denn wie er denkt in seinem Herzen, so ist er.” – Sprüche 23:7 „Behüte dein Herz, mehr als alles, was zu bewahren ist; denn von ihm aus sind die Ausgänge des Lebens.”

Sprüche 4:23

Das Herz ist eines der wichtigsten Organe unseres Leibes. Wenn es aufhört zu arbeiten, ist der Tod die sichere Folge. Das Blut, das durch das Herz fließt, stellt das Leben dar, die Energie des Leibes. Wenn der Blutstrom für eine kleine Weile unterbrochen wird, wird der Leib nicht mehr mit dem Nötigen versorgt. Dies ist insoweit eine Vorbereitung auf den Tod, denn es muß ein fortwährender Blutstrom durch unseren Leib zirkulieren, um das Leben darin zu bewahren.

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Das Bekennen der Sünde ist notwendig für die Vergebung

„Wenn wir unsere Sünden bekennen, ist er treu und gerecht, daß er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von jeder Ungerechtigkeit.”

1. Johannes 1:9

Der Apostel Johannes wendet sich hier nicht an die Welt der Ungläubigen, an ungerechtfertigte Personen, an „Sünder” im gewöhnlichen Sinn des Wortes. Er schreibt im Gegenteil den Gerechtfertigten und Geheiligten in Jesus Christus, und er rechnet sich selbst zu diesen, indem er die Pluralform „wir” benutzt. Der häufige Fehler, diese und ähnliche Schriftstellen auf Sünder im allgemeinen anzuwenden ist in zwei wichtigen Besonderheiten schädlich gewesen.

Erstens hat es den Uneinsichtigen Schaden zugefügt, indem es einigen den Eindruck vermittelt hat, daß es keinen Unterschied gibt zwischen der Kirche und der Welt; und daß alle gleichermaßen Zugang im Gebet zu Gott haben um um Vergebung für die täglichen Übertretungen zu bitten. Es hat so einige daran gehindert, die Notwendigkeit des Glaubens an die Sühne zu realisieren und von dem eindeutigen Eintreten in eine Bundesbeziehung mit dem Herrn unter den Bedingungen des Gnadenbundes – des Opferbundes. – Psalm 50:5

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Der Hagar-Sara-Konflikt

„Was [soll] nun das Gesetz? Es wurde der Übertretungen wegen hinzugefügt – bis der Nachkomme käme, dem die Verheißung galt -, angeordnet durch Engel in der Hand eines Mittlers.”

Galater 3:19

Wenn wir Hagar betrachten, ist es wegen dem komplizierten Verwandtschaftsverhältnis, das sie miteinander hatten, fast unmöglich, nicht auch an Sara zu denken. Der andauernde Nahost-Konflikt richtet auch unsere Aufmerksamkeit auf diese zwei Frauen, hinsichtlich ihrer Söhne, Ismael und Isaak, die beide Abraham zum Vater hatten, die von beiden bis auf den heutigen Tag verehrt werden, von Arabern und Juden. Der folgende Schrifttext aus dem Neuen Testament zeigt, dass diese zwei Mütter sinnbildlich zwei Bündnisse bedeuten.

„Denn es steht geschrieben, dass Abraham zwei Söhne hatte, einen von der Magd und einen von der Freien; aber der von der Magd war nach dem Fleisch geboren, der von der Freien jedoch durch die Verheißung. Dies hat einen bildlichen Sinn; denn diese [Frauen] bedeuten zwei Bündnisse. Eines vom Berg Sinai, das in die Sklaverei hineingebiert, das ist Hagar; denn Hagar ist der Berg Sinai in Arabien, entspricht aber dem jetzigen Jerusalem, denn es ist mit seinen Kindern in Sklaverei. Das Jerusalem droben aber ist frei [und] das ist unsere Mutter. Denn es steht geschrieben: ’Freue dich, du Unfruchtbare, die du nicht gebierst! Brich [in Jubel] aus und rufe laut, die du keine Geburtswehen erleidest! Denn viele sind die Kinder der Einsamen, mehr als [die] derjenigen, die den Mann hat.’ Ihr aber Brüder, seid wie Isaak, Kinder der Verheißung. Aber so wie damals der nach dem Fleisch Geborene den nach dem Geist [Geborenen] verfolgte, so [ist es] auch jetzt. Aber was sagt die Schrift? ’Stoße die Magd und ihren Sohn hinaus! Denn der Sohn der Magd soll nicht mit dem Sohn der Freien erben.’ Daher, Brüder, sind wir nicht Kinder einer Magd, sondern der Freien.” – Galater 4:22 – 31

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