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„Der Sabbat ist um des Menschen willen geschaffen worden und nicht der Mensch um des Sabbats willen.” – Markus 2:27 Die Bibel lehrt einige Lektionen, die den Sabbat betreffen, doch stellt sich oft die Frage, worin das Ziel dieser Lektion besteht. Das vierte der zehn Gebote weißt auf den siebten Tag hin und fordert seine Beobachtung als einen Tag der Ruhe – und nicht mehr. Die zehn Gebote stellten als Ganzes die Grundlage des Gesetzesbundes dar, der für jeden Juden vorgeschrieben war. Den Juden, die alle jene Gesetze halten würden, war ewiges Leben verheißen worden. Aber nicht alle Gesetze zu halten, bedeutete eine erneute Verurteilung. Hierüber kann kein Zweifel bestehen. Zur Zeit unseres Herrn waren jedoch die jüdischen Religiösen in einem beträchtlichen Grad zu Formalisten geworden, und es wurde mehr Wert auf die Befolgung der buchstäblichen Gebote gelegt, als auf deren wirklichen Geist und deren wirkliche Bedeutung. Jesus tadelte dies (mehr …)
„Da wir nun, Brüder, durch das Blut Jesu Freimütigkeit haben zum Eintritt in das Heiligtum … und einen großen Priester über das Haus Gottes, so laßt uns hinzutreten mit wahrhaftigem Herzen in voller Gewißheit des Glaubens … .” – Hebräer 10:19 – 22 Der Apostel Paulus lenkt hier die Aufmerksamkeit auf die Kirche und besonders auf diejenigen, die mit den jüdischen Einrichtungen der damaligen Zeit vertraut waren. Es war eine Tatsache, daß die Aaronische Priesterschaft nur vorbildlich war, die für eine Zeit bestimmt wurde, größere Dinge darzustellen, und daß Gottes wirklicher Plan nicht durch die Aaronische Priesterschaft vom Haus Levi ausgeführt werden sollte. Ihre Opfer und Stiere und Böcke konnten keine Sünden wegnehmen. Diese von Jahr zu Jahr bestehende Einrichtung schützte nur Gottes vorbildliches Volk – bedeckte es vorbildlich – durch ihren Bund. Der Apostel weist darauf hin, daß es eine größere Priesterschaft nach der Ordnung Melchisedeks geben muß, und (mehr …)
Als Johannes der Täufer, in der Wüste von Judea vom nahen Königreich, dem „Reich der Himmel”, zu predigen beginnt, ist es ihm selbst noch verborgen, wer nach Gottes Vorsatz der König dieses Reiches sein soll. – Matthäus 3:2 und Johannes 1:33 Doch schon bald darauf konnte Johannes bestätigend sagen: „Ich schaute den Geist wie eine Taube aus dem Himmel herabfahren, und er blieb auf ihm.” – Johannes 1:32 – 34 Der Ewige, der ihn gesandt hatte, mit Wasser zur Buße zu taufen, hatte ihm nun auf diese eindrucksvolle Weise gezeigt, daß Jesus, den er von Kindheit an kannte, der von Gott erwählte Messias und König Israels sein sollte. Kurze Zeit später wird der Täufer von Herodes ins Gefängnis geworfen, und aus dem Gefängnis schickt er zwei seiner Jünger mit einer Frage, die einen gewissen Zweifel erkennen läßt: „Bist du der Kommende, oder sollen wir auf einen anderen warten?” – Matthäus11:3 (mehr …)
„Werft nun eure Zuversicht nicht weg, die eine große Belohnung hat.ˮ – Hebräer 10:35 Bei einigen von des Herrn Volk gibt es einen Hang dazu, enttäuscht zu werden, zu denken, daß sie untreu geworden sind und so den Frieden ihres Herzens verlieren werden. In einigen Fällen führt dieses Gefühl der Enttäuschung zu solch einer Furcht und Not, daß der zweite Tod zu befürchten ist. Der Apostel scheint diesen Zustand in unserem Leittext im Sinn zu haben. Wir sind mit Unvollkommenheit umgeben, sowohl des Urteils als auch des Verhaltens, und diejenigen, die eine richtige Einschätzung von sich selbst haben, müssen wissen, daß sie den göttlichen Maßstab und ihr eigenes Versprechen, das sie bei ihrer Weihung gegeben haben, bei weitem nicht erfüllen können. Diese Erkenntnis sollte dazu führen, alle sehr demütig und sehr großzügig in der Einschätzung anderer zu machen, aber nicht Enttäuschung auszulösen. Paulus ermahnt alle, die so denken, mit den (mehr …)