Schuld

Sündige nicht mit deiner Zunge

Ich will meine Wege bewahren, dass ich nicht sündige mit meiner Zunge; ich will meinen Mund mit einem Maulkorbe verwahren, so lange der Gesetzlose vor mir ist.

Psalm 39:1

Unsere alltäglichen Gedanken haben viel zu tun mit unserer Sprache, mit unseren alltäglichen Gesprächen. Jeder, der also seine Gedanken recht unter Kontrolle hat, wird sich in jedem Wortsinn im Zaum halten. Wenn deine Wege dem Herrn wohlgefallen, wenn deine Wege nach der Gerechtigkeit ausgerichtet sind, dann wird dein Mund aus der Fülle des Herzens zur Auferbauung deines Zuhörers beitragen. Da es der richtige Weg ist, werden auch die Äußerungen angemessen sein. Im Allgemeinen lieben die Leute sich selbst und vermeiden es, etwas Bitteres oder Unfreundliches über sich selbst zu sagen. Wenn aber jemand seine Mitmenschen hasst, wird er problemlos etwas Bitteres oder Unfreundliches über ihn sagen.

Auch wenn die Zunge eines der nützlichsten Glieder des Körpers ist, so muss man ihr doch einen Zaum anlegen, sie zügeln und kontrollieren. Mit der Zunge können wir unseren Gott ehren, oder wir können Ihn lästern. Wenn böse Menschen uns hören, müssen wir noch mehr auf der Hut sein als bei Aufrichtigen, denn bei ersteren ist die Denkrichtung nach Bösem orientiert. In ihrer Gegenwart sind wir erniedrigenden Einflüssen ausgesetzt. Bei diesen Gelegenheiten haben es Leute, die wohlwollend veranlagt sind, besonders schwer, ihre Zunge zu zügeln; es ist aber besser, es dennoch zu tun, anstatt zu üblen Leuten selbst vom Guten zu reden, wie wir es gerne bei Aufrichtigen machen können. So hat der Herr angemahnt: „… werft eure Perlen nicht vor die Säue, damit diese … sich nicht umwenden und euch zerreißen.” – Matthäus 7:6

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Schuldig – oder nicht schuldig?

„Denn siebenmal fällt der Gerechte und steht (doch wieder) auf.” – Sprüche 24:16 Einige von uns lebten, bevor sie zu Christus kamen, unbekümmert, vielleicht verlief ihr Leben auch auf schlechten sozialen und moralischen Bahnen. Wenn wir im Herrn wachsen, werden wir uns anscheinend zunehmend der Schwere unserer Sünden bewusst. Es kann ein Ringen dahingehend sein, dass Vergebung uns wahrhaftig etwas angeht. Dies kann auch dann besonders zutreffend sein, wenn wir uns in unserem christlichen Lauf gut fühlen, während wir noch mit unseren sündigen Neigungen kämpfen. Vielleicht hatten wir erwartet – oder letztlich gehofft – dass diese Neigungen sich auflösen würden, nachdem wir uns Jesus zuwandten. Immerhin zeigen doch die Schriften, dass Jesus uns heilen würde. Wir könnten daher fortwährend an unserer Echtheit als wahre Kinder Gottes zweifeln und die verbleibende Schuld empfinden. Wenn es scheint, dass die begangenen Sünden von ernsthafter Natur sind, vielleicht sogar Sünden, die andere geschädigt haben, (mehr …)

Jesus ist nur ein Fürsprecher für Gläubige

„Meine Kinder, ich schreibe euch dies, damit ihr nicht sündigt; und wenn jemand sündigt – wir haben einen Beistand bei dem Vater: Jesus Christus, den Gerechten. Und er ist die Sühnung für unsere Sünden, nicht allein aber für die unseren, sondern auch für die ganze Welt.” – 1. Johannes 2:1 und 2 In der Vergangenheit haben wir in unserem Studium des Wortes in Bezug auf unseren Leittext nicht fein genug unterschieden. Wir haben nicht darauf hingewiesen, daß die Errettung der erwählten Kirche eine getrennte und von der Errettung der Welt zu unterscheidende Angelegenheit ist. Wir haben die verschiedenen Schriftstellen , die mit der Sünde und ihrer Vergebung in einem losen Zusammenhang standen, undifferenziert angewandt. das hat uns den Blick darauf versperrt, uns zu bestimmten eindeutigen Ansichten über dieses Thema zu bringen. Mit dem allmählichen Öffnen unserer Augen des Verständnisses verstehen wir zum Beispiel in unserem Leittext die Erklärung, daß das (mehr …)