Wiederherstellung

Der ergebene König Hiskia (Teil 1)

„Nun aber, HERR, unser Gott, rette uns aus seiner Hand, damit alle Königreiche der Erde erkennen, dass du allein der HERR bist!“ (Jesaja 37:20)

Der Ausdruck „wie ein Vogel im Käfig“ stammt von einer sechsseitigen Tontafel, die als „Taylor-Zylinder“ bzw. „Taylor-Prima“ bekannt ist. Sie befindet sich heute im British Museum und zählt zu den perfektesten archäologischen Fundstücken ihrer Art. Ihre historische und biblische Bedeutung ist immens. Der Zylinder enthält 487 Zeilen dicht geschriebener, aber sehr gut lesbarer Keilschrift. Darin sind acht Feldzüge Sanheribs, des Königs von Assyrien, festgehalten. Für Bibelforscher ist insbesondere die Belagerung Jerusalems während der Regierungszeit Königs Hiskias von großem Interesse.

Es folgt eine Übersetzung der Zeilen 11–21 aus der mittleren Spalte dieser Tafel. Sanherib schreibt:

  1. Ich nahm ihn ins Visier. Und von Hiskia (dem König der)
  2. Juden, der sich meinem Joch nicht gebeugt hatte,
  3. sechsundvierzig seiner befestigten Städte sowie die Festungen und die kleineren Städte
  4. in ihrer Umgebung, ohne Zahl,
  5. mit Rammböcken und durch den Einsatz von Belagerungswerken
  6. mit dem Ansturm der Krieger und dem Angriff der Fußsoldaten
  7. belagerte ich sie und nahm 200.150 Menschen gefangen, Kleine und Große, Männer und Frauen,
  8. dazu Pferde, Maultiere, Esel und Kamele und Menschen und Vieh in großer Menge,
  9. Schafe ohne Zahl führte ich aus ihrer Mitte hinweg und
  10. rechnete sie zur Beute. Hiskia selbst aber schloss ich wie einen Vogel im Käfig in Jerusalem,
  11. seiner königlichen Stadt, ein …

Vieles davon, was hier geschrieben steht, wird durch die Heilige Schrift bestätigt. So wird in 2. Könige 18:13 berichtet, dass Sanherib im vierzehnten Jahr Hiskias gegen alle befestigten Städte Judas zog und sie einnahm. In Vers 17 desselben Kapitels wird dann von Sanheribs Belagerung Jerusalems berichtet.

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Elias’ Dienst der Wiederherstellung – 2. Könige 4 und 5

„… ich bin Jahwe, der dich heilt.”

2. Mose 15:26

Mehr als sechstausend Jahre lang steht unsere Welt unter der Verdammung wegen der Sünde von Vater Adam, unter ihrer Verbreitung durch seine Nachkommenschaft und unter Gottes Urteil wegen der Sünden. Aus diesen Gründen steht unsere Welt, wie der Apostel sagt, unter der Herrschaft von Sünde und Tod. – Römer 5:14 – 19 Und so ist es noch, denn der Fluch oder die Strafe wurde noch nicht aufgehoben. Dem Herrn sei Dank: Die Bibel ist voll von kostbaren Verheißungen, daß bald eine bessere Zeit kommen muß! Dieses herrliche Zeitalter wird durch das Königreich des Messias eröffnet, für das zu beten Jesus seine Nachfolger gelehrt hat: „Dein Reich komme, dein Wille geschehe, wie im Himmel, als auch auf Erden.” Dann wird eine wunderbare Veränderung eintreten. Satan wird tausend Jahre gebunden. Die Herrschaft von Sünde und Tod wird aufhören, und eine Verwaltung von Gerechtigkeit und Leben wird anfangen.

Diese Regierungszeit wird sich über tausend Jahre erstrecken. Aus den Worten von Jesus sehen wir, daß daraus die vollständige Aufhebung des Fluches resultiert, die Befreiung der Menschheit von jeglichen Problemen und Leiden, die über sie gekommen sind als Strafe für Adams Sünde usw. Vom Beginn der Regierung des Messias an wird durch ihn der Segen Gottes über die Welt kommen, und im Gegenzug wird der Fluch dahinschwinden. Doch die umfassende Segnung wird noch nicht gegeben sein, und der Fluch noch nicht völlig beseitigt, solange das Millennium noch nicht beendet ist. Ein herrliches Werk! Jesus hat zugesagt, daß es schließlich kein Seufzen, kein Weinen, kein Sterben mehr gibt, denn die frühere Situation von Sünde und Tod wird vergangen sein, und als der große König der Könige und Herr der Herren macht er alles neu. – Offenbarung 21:4 und 5, 19:16 sowie 1. Korinther 15:26 und 54

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Zwei unterschiedliche Errettungen

„Wie werden wir entfliehen, wenn wir eine so große Errettung mißachten? Sie ist (ja), nachdem sie ihren Anfang (damit) genommen hatte, daß sie durch den Herrn verkündet wurde, uns gegenüber von denen bestätigt worden, die es gehört haben.”

Hebräer 2:34

In der Vergangenheit haben viele diese Worte mißverstanden – eine so große Errettung – und haben gedacht, daß sie sich nur auf „Auserwählte” bezöge, auf die wenigen heiligen Nachfolger unseres großen Erlösers. Sicherlich sollte es nicht falsch verstanden werden, wenn eine engere Betrachtung des Wortes Gottes uns zeigen würde, daß, wie die Himmel höher sind als die Erde, so auch Seine Wege höher sind als die unsrigen. – Jesaja 55:9

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Was können wir unter dem biblischen Begriff Versöhnung verstehen?

„Denn wenn wir, als wir Feinde waren, mit Gott versöhnt wurden durch den Tod seines Sohnes, so werden wir viel mehr, da wir versöhnt sind durch sein Leben gerettet werden. Nicht allein aber das, sondern wir rühmen uns auch Gottes durch unseren Herrn Jesus Christus, durch den wir jetzt die Versöhnung empfangen haben.”

Römer 5:10 und 11

Der Prozeß der Zurückführung des entfremdeten menschlichen Geschlechts in Übereinstimmung mit Gott wird die Lehre der Versöhnung genannt. Die Notwendigkeit für eine Versöhnung oder Aussöhnung zwischen Gott und Seiner menschlichen Schöpfung ist eine der grundlegendsten Lehren der Bibel. Auf ihren Seiten wird wiederholt das Thema des Falles des Menschen und die Notwendigkeit eines Erlösers, das Opferwerk des Christus, angesprochen und das zuletzt kommende Königreich, als der Vermittler, der die notwendige Aussöhnung vollbringen soll. Unser Leittext ist ein Beispiel dafür, was die Schrift über dieses lebenswichtige Thema zu verstehen gibt.

In vielen Kreisen der heutigen Gesellschaft werden jedoch die einfachen Lehren der Bibel, die den Fall des Menschen und seinen gegenwärtigen Stand der Entfernung von Gott betreffen, gering geachtet, und als ein zu primitiver Glaube, um in moderner Theologie vertreten zu werden, abgelehnt. Die Echtheit des Berichtes im 1. Buch Mose über den Eintritt der Sünde in die Welt ist oft verworfen worden, indem man den Inhalt des Buches als Mythologie bezeichnet, der nur aufgrund seines literarischen Stiles Beachtung finden könnte. Dafür wird der Mensch als solcher gezeigt, der ständige Fortschritte bis zum großartigsten Zustand macht, als Ergebnis seiner eigenen erhöhten Anstrengungen. Wie unterschiedlich jedoch stellen die Schriften die Angelegenheit dar.

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