Zeit

Zu gelegener und ungelegener Zeit

„Predige das Wort, stehe bereit zu gelegener und ungelegener Zeit; überführe, weise zurecht, ermahne mit aller Langmut und Lehre!“ (2. Timotheus 4:2)

Der zweite Brief des Apostels Paulus an seinen geliebten Timotheus wurde während seiner Gefangenschaft in Rom geschrieben. Er sollte bald seinen geweihten Lauf im Tod beenden, und diese Worte gehören zu seinen letzten geschriebenen. Seine weise Ermahnung und sein Rat veranschaulichten viele Jahre Erfahrung und Entbehrung auf dem schmalen Pfad des Opferns und im Predigen der Wahrheit denen, die ein Ohr hatten, um seine Botschaft zu hören. Seine Worte erhalten somit eine zusätzliche Bedeutung und Perspektive und verdienen unsere tiefgründige Überlegung, Meditation und unser Studium.

Der Apostel liebte seinen jüngeren Bruder Timotheus sehr und bezeichnete ihn sogar als Sohn. Als er diesen letzten Brief begann, öffnete Paulus ihm sein Herz und schrieb: „An Timotheus, [meinem] geliebten Kind: Gnade, Barmherzigkeit, Friede von Gott, dem Vater, und von Christus Jesus, unserem Herrn! Ich danke Gott, dem ich von [meinen] Voreltern her mit reinem Gewissen diene, wie ich unablässig deiner gedenke in meinen Gebeten Nacht und Tag, voller Verlangen, dich zu sehen – eingedenk deiner Tränen –, um mit Freude erfüllt zu werden.“ (2. Timotheus 1:2-4) Es war nicht ungewöhnlich, dass Paulus Timotheus als Sohn ansprach. Das hatte er in seinem ersten Brief schon zweimal getan. (1. Timotheus 1:2,18)

Noch einmal sagte er in seinem zweiten Brief: „Du nun, mein Kind, sei stark in der Gnade, die in Christus Jesus ist; und was du von mir in Gegenwart vieler Zeugen gehört hast, das vertraue treuen Menschen an, die tüchtig sein werden, auch andere zu lehren! Nimm teil an den Leiden als ein guter Streiter Christi Jesu!“ (2. Timotheus 2:1-3)

Der Apostel hatte in einem Brief an die Kirche in Korinth auch von ihm als Sohn gesprochen. Er erklärte ihnen: „Um diesen Grund habe ich euch Timotheus gesandt, meinen geliebten und treuen Sohn im Herrn, der euch meine Wege in Christus lehren wird, wie ich sie überall lehre in jeder Versammlung.“ (1. Korinther 4:17)

Mehr erfahren

Gottes Sichtweise auf Krieg und Gewalt

„Der Kriege beschwichtigt bis ans Ende der Erde, Bogen zerbricht und Speere zerschlägt, Wagen mit Feuer verbrennt.“ (Psalm 46:9)

Wir befinden uns nun mitten im 21. Jahrhundert. Die Weltlage verschlechtert sich rapide. Die Menschen, denen wir vertraut haben, die Dinge, die wir kennen und schätzen gelernt haben und sogar für selbstverständlich gehalten haben, verschwinden. Viele Menschen auf der Welt leben heute in einem ständigen Zustand der Angst. Wir sehen mit eigenen Augen, dass die Spannungen in der Welt so hoch sind wie nie zuvor. Konflikte, Kriege und Terroranschläge füllen derzeit unsere Schlagzeilen und Nachrichtenberichte. Die Welt befindet sich in einem Strudel, der viele Menschen um ihre Existenz fürchten lässt. Ein Kampf zwischen den vermeintlichen Mächten des Guten und des Bösen auf der Erde ist im Gange. Es wurde zu den Waffen gerufen, was dazu geführt hat, dass Gewalt mit Gewalt vergolten wird. Auf den Einzelnen wird großer Druck ausgeübt, sich um jeden Preis „dem Kampf anzuschließen“. Die Menschheit im Allgemeinen sucht keine Hilfe bei Gott, sondern verlässt sich auf ihre eigenen Methoden, um Frieden in die Welt zu bringen. In dieser Situation sieht sich das Kind Gottes mit vielen wichtigen Entscheidungen konfrontiert. Was lehrt die Heilige Schrift über Gewalt, Krieg und Töten? Wie kann die Heilige Schrift als Grundlage für die Ablehnung von Krieg und Gewalt herangezogen werden? Wir hoffen, dass die folgende Erörterung dem Leser Antworten auf diese wichtigen Fragen geben kann.

Mehr erfahren

Es gibt einen Strom

„Des Stromes Läufe erfreuen die Stadt Gottes, die heiligste der Wohnungen des Höchsten.“
(Psalm 46:5)

Der sechsundvierzigste Psalm wurde als Ermutigung für Christen in der Zeit nach Pfingsten und besonders für heute geschrieben. Seine bildliche Sprache beschreibt bestimmte einzigartige Aspekte des Umgangs Gottes mit seinem Volk in den schwierigen Erfahrungen, die es in der heutigen Zeit durchmacht.

Der Psalm beginnt: „Gott ist uns Zuflucht und Stärke, als Beistand in Nöten reichlich gefunden. Darum fürchten wir uns nicht, wenn auch die Erde erbebt und die Berge mitten ins Meer wanken. Mögen seine Wasser tosen und schäumen, die Berge erbeben durch sein Aufbäumen!“ Der tröstliche Gedanke, dass Gott unsere Zuflucht ist, kommt in der Heiligen Schrift an vielen Stellen zum Ausdruck. Eine solche Stelle ist Sprüche 18:10: „Ein fester Turm ist der Name des Herrn; zu ihm läuft der Gerechte und ist in Sicherheit.“ Oder wie es in der Englischen International Standard Bibelübersetzung heißt: „Er ist über die Gefahr erhoben“.

Mehr erfahren

Gottes Plan der Zeitalter

„Befleißige dich, dich selbst Gott als bewährt darzustellen, als einen Arbeiter, der sich nicht zu schämen hat, der das Wort der Wahrheit recht teilt.“ (2. Timotheus 2:15)

In seinem zweiten Brief an Timotheus offenbart Apostel Paulus, dass es zu seiner Zeit einige gab, die lehrten, dass „die Auferstehung schon geschehen sei“. (2. Timotheus 2:18) Angesichts dieser falschen Lehre ermahnte Paulus Timotheus drei Verse zuvor, „das Wort der Wahrheit recht zu teilen“, d. h. „richtig zu handhaben, die Wahrheit direkt und richtig zu lehren“. (nach engl. Thayer‘s Greek Definitions) Die Lektion ist offensichtlich. Die Auferstehung der Toten ist eine der wichtigsten Lehren der Bibel. Sie ist im Plan Gottes so wichtig, dass Paulus selbst schrieb, dass, wenn es keine Auferstehung der Toten gibt, „also sind auch die in Christus Entschlafenen verloren gegangen.“ (1. Korinther 15:16-19) Der Irrtum, den Paulus gegenüber Timotheus erwähnte, bestand nicht darin, dass es keine Auferstehung der Toten gibt, sondern dass die versprochene Auferstehung „schon geschehen sei“.

Mehr erfahren