Verlag und Bibelstudien-Vereinigung e. V.

Gottes unermeßliche Weisheit und Seine Barmherzigkeit

Lesedauer: 2 Minuten

„Denn wenn ihre Verwerfung die Versöhnung der Welt ist, was wird die Annahme anders sein als Leben aus den Toten? Wenn aber der Erstling heilig ist, so auch die Masse; und wenn die Wurzel heilig ist, so auch die Zweige.” – Römer 11:15 und 16

Das jüdische Volk war vorbildlich mit Gott versöhnt und wurde so zu einem besonderen Volk. Alle Seine Verheißungen gehörten ihnen; den Nationen wurden nie solche Verheißungen gemacht. Das Verhältnis des Juden zu Gott war durch ihren Bund bestimmt. Aber nach 1845 Jahren in Seiner Gunst erwies die Verwerfung des Messias ihre Unwürdigkeit, und ihre besonderen Vorrechte endeten. Während der Zeit der Erprobung stellte sich ihr Verhalten als mangelhaft heraus, und sie wurden ihrer Blindheit und der Zerrüttung anheimgegeben, bis ihr „Doppeltes”, nämlich 1845 Jahre Ungnade, abgelaufen sein würde.

Jedoch nicht allen wurde die Gnade entzogen. Ein treuer Überrest wurde in die Evangeliumsherde aufgenommen, während alle übrigen „geschleppt und gerupft” – Jesaja 18:2 – wurden. Dieser treue Überrest bildete die Klasse der Erstlingsfrüchte der Kirche Christi. Danach sandte der Herr Seine Botschaft in die ganze Welt; alle Nationen bekamen die gleiche Chance. Das heißt nicht, daß jeder einzelne jedes Volkes diese Gelegenheit bekam, sondern daß der Herr da und dort einen für Seine Ziele geeigneten Menschen ausgewählt hat, der freudig auf die Botschaft angesprochen hat, der nach Gerechtigkeit hungerte und dürstete und ein hörendes Ohr hatte. Gott schenkte ihnen die Botschaft von der Versöhnung und sandte sie aus, diese frohe Botschaft anderen gleich gesonnenen Menschen zu verkündigen.

Alle, die daran glaubten, wurden durch den Tod Seines Sohnes mit Gott versöhnt. Sie waren eine Gemeinde von Opferern und legten freudig ihr Leben nieder als Nachfolger in den Fußstapfen des Meisters. Die Botschaft dieser großen Errettung und ihre Weitergabe hat die ganzen Jahre dieses Zeitalters nicht aufgehört, und der eine oder andere aus jedem Volk hat aufgemerkt und ist ein Glied des Leibes Christi geworden. Dies hätte nicht geschehen können, wenn sich die Juden als Nation nicht als untreu erwiesen hätten und aus der Gnade herausgenommen worden wären. Die Gläubigen aus den Nationen wußten dies. Sie sahen, daß die Gnade Gottes und Sein Segen sich ihnen dann zugewendet hat, als sie von den Juden genommen wurde.

Dies ist ein Auszug des Artikels. Wenn Sie mehr lesen möchten, dann können sie unsere Zeitschrift „Der Tagesanbruch“ in gedruckter und elektronischer Form im Literaturversand abonnieren.