Verlag und Bibelstudien-Vereinigung e. V.

„Unser tägliches Brot gib uns heute”

Lesedauer: 11 Minuten

Da sagte der HERR zu Mose: Seht, ich will euch Brot vom Himmel regnen lassen. Das Volk braucht dann nur hinauszugehen und sich seinen Tagesbedarf einzusammeln. Ich will es auf die Probe stellen, ob es nach meinen Weisungen wandeln will oder nicht. Wenn sie nun am sechsten Tage das, was sie heimgebracht haben, zubereiten, dann wird es das Doppelte sein von dem, was sie sonst Tag für Tag sammeln.”

2. Mose 16:4 und 5

Wir wenden uns hier dem Studium des Alten Testaments zu, und zwar, nach dem Bericht über die Durchquerung des Roten Meeres, den Aufzeichnungen über Gottes Handeln mit Israel und den Belehrungen, die Er ihnen in der Wüste gab. Dies sollte offenbar dazu dienen, ein Volk zur staatlichen Eigenständigkeit hinzuführen, das fast 200 Jahre lang in Knechtschaft, ja geradezu in Sklaverei gelebt hatte. Die erste dieser Wüstenwanderungs-Lektionen kann als Lehre des Vertrauens bezeichnet werden. Während wir nun Israels Erfahrungen und die Leitung des Herrn in ihren Angelegenheiten betrachten, werden wir ohne Frage Lehrbeispiele finden, die für uns als geistige Israeliten hilfreich sind, die wir durch den gegenbildlichen Moses aus Ägypten – der Welt – herausgeführt werden, während wir eine „Wüste” aus Belehrungen, Prüfungen und Erprobungen hin zum himmlischen Kanaan erleben.

Drei Routen führten von Ägypten nach Kanaan, und der Herr wählte die weiteste von den dreien; Er hatte von Anfang an im Blick, daß sie geschult werden mußten. Die lange Knechtschaft hatte sie unterwürfig und schwach gemacht, arm an Selbstbewußtsein für den neuen Weg und voll Furcht, daß ihr Führer, dem sie erstaunlich vertrauten, sich doch letztlich als unfähig für ihre Befreiung erweisen würde. Welche Ähnlichkeit mit den geistigen Israeliten, als sie die Welt und ihre Prinzipien verließen! Wenn wir auch Christus, dem uneingeschränkt anerkannten Führer, vertrauen, so sind wir doch geneigt, selbst unter seiner Leitung ängstlich an unserer Fähigkeit zu zweifeln, daß wir die verheißene Errettung aus der Sünde und deren Sklaverei erreichen.

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