Zeitschrift Tagesanbruch

Gesetzmäßig kämpfen

Niemand, der Kriegsdienste tut, verwickelt sich in die Beschäftigungen des Lebens, auf daß er dem gefalle, der ihn angeworben hat. Wenn aber auch jemand kämpft, so wird er nicht gekrönt, er habe denn gesetz-mäßig gekämpft.

2. Timotheus 2:4 und 5

Wisset ihr nicht, daß die, welche in der Rennbahn laufen, zwar alle laufen, aber einer den Preis empfängt? Laufet also, auf daß ihr ihn erlanget. Jeder aber, der kämpft, ist enthaltsam in allem; jene freilich, auf daß sie eine vergängliche Krone empfangen, wir aber eine unvergängliche. Ich laufe daher also, nicht wie aufs Ungewisse; ich kämpfe also, nicht wie einer, der die Luft schlägt, sondern ich zerschlage meinen Leib und führe ihn in Knechtschaft, auf daß ich nicht, nachdem ich andern gepredigt, selbst verwerflich werde.

1. Korinther 9:24-27

Diese ernsten Ermahnungen des treuen Apostels an die Leute aus den Nationen wurden durch seinen hervorragenden Lebenswandel völlig glaubhaft vor Augen geführt. Er stellte sich jeder Gefahr, wich nicht zurück vor Mühe oder Vorwurf oder Entbehrung, und er erduldete mutig und mit Freuden Härte und ertrug den Verlust aller zeitlichen Güter, um Christus zu gewinnen und sein Wohlgefallen zu bekommen. Wenn wir auf solch einen Wandel schauen und die für seinen Lauf nötige Standhaftigkeit und Charakterstärke betrachten, schließen wir richtig daraus, daß wir, nur wenn wir im gleicher Weise mit der Hilfe der göttlichen Gnade ausgerüstet werden, bis zum Ende ausharren können.

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„Liebst du mich mehr als diese?” – Johannes 21:15 – 22

Wir befassen uns hier mit der fünften Kundgebung unseres Herrn nach seiner Auferstehung – einige würden sagen mit der siebten, indem sie, anders als wir es tun, unseres Herrn Kundgebung gegenüber Maria dazu zählen, auf die in Matthäus als seine Erscheinung gegenüber der „Frau” hingewiesen wird, und daß er sich Petrus zeigte, was auf seinem Weg nach Emmaus geschah. Alle diese Kundgebungen, ob sie nun vier oder sechs Mal zu zählen sind, erschienen in den ersten acht Tagen nach der Auferstehung unseres Herrn – an den zwei ersten Tagen oder Sonntagen in oder in der Nähe von Jerusalem. Was wir kennzeichnen, ist, daß die fünfte Erscheinung in einem anderen Teil des Landes stattfand, in Galilea, und sie geschah wahrscheinlich zwei Wochen später. Es wird kein Bericht über die Handlungen der Apostel in der Zwischenzeit gegeben, aber wir können Vermutungen äußern. Sie warteten wahrscheinlich in Jerusalem, was am dritten und möglicherweise am vierten Sonntag nach der Auferstehung geschehen würde und waren enttäuscht, daß unser Herr keine weitere Kundgebung machte. Sie erinnerten sich danach vielleicht an die Botschaft, die Jesus durch Maria gesandt hatte, daß er ihnen in Galilea begegnen würde.

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Die erste Verfolgung (Apostelgeschichte 4:1- 12)

„Und es ist in keinem anderen das Heil, denn auch kein anderer Name ist unter dem Himmel, der unter den Menschen gegeben ist, in welchem wir errettet werden müssen.”Apostelgeschichte 4:12 Der Tumult, der durch die Heilung des Gelähmten durch Petrus und Johannes hervorgerufen wurde, und die Ansammlung von gläubigen Zuhörern ihrer Ansprache brachte für die Apostel ein neues Problem mit sich. Die religiöse Feier der Priester wurde mehr oder weniger durch die Unruhe unterbrochen, und sie wurden ärgerlich denen gegenüber, die Aufmerksamkeit von ihnen und ihrem Dienst abzogen; auch die für die Ordnung im Tempel Verantwortlichen waren aufgeschreckt. Sie traten auf den wortführenden Apostel und die Menge zu und verhafteten die drei Verursacher des Tumults, damit die Sache untersucht werden sollte. Es ging auf den Abend zu, und so war es zu spät, die Mitglieder des Synedriums zusammenzurufen. Die drei, die von Gott und Christus Zeugnis gegeben hatten, wurden im (mehr …)

Die Verbindung des Todes unseres Herrn und seiner Auferstehung mit Gottes Heilsplan

„… unseren Herrn … welcher unserer Übertretungen wegen dahingegeben und unserer Rechtfertigung wegen auferweckt worden ist.”

Römer 4:25

Der Begriff ‚Rechtfertigung‘ schließt immer einen von zwei Gedanken ein: entweder die Aussage oder den Beweis für eine Person oder Sache, daß sie richtig ist, oder die Gerechtmachung einer Person oder Sache, die zunächst falsch ist. Es ist üblich, den Begriff für beides zu gebrauchen. Jemand versucht sich zu rechtfertigen, wenn er zu Unrecht angeklagt wird, das heißt, er versucht seine Unschuld und die falsche Darstellung der Anklage aufzuzeigen. Und wir sagen auch, daß wir ein ungleiches Wiegeverhältnis ausgleichen, wenn wir zusätzliches Gewicht auf die leichtere Waagschale legen, um gleiches Gewicht auf beiden Seiten zu erreichen. So spricht die Schrift davon, Gott recht zu würdigen – Lukas 7:29, Römer 3:4 und 1. Timotheus 3.16 -, das heißt, Seine Gerechtigkeit oder Seine unbedingte Richtigkeit darzustellen. Sie spricht auch von sündigen Menschen, die freigesprochen werden, indem man sie rechtfertigt. So wird deutlich, daß der Begriff ‚Rechtfertigung‘, auf Menschen in ihrer Beziehung zu Gott angewendet, gleichbedeutend ist mit Erlösung oder Herstellung von wahrer Vollkommenheit. Wenn jemand wirklich gerechtfertigt (recht gemacht) ist und damit von Gott erkannt und angenommen wurde, hat er tatsächliche Vollkommenheit in jedem Wortsinn erhalten – geistig, moralisch und körperlich; er wird völlig in den Zustand wiederhergestellt, dessen sich Adam erfreute, bevor er verloren ging.

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