Zeitschrift Tagesanbruch

Der ergebene König Hiskia (Teil 2)

„Nun aber, HERR, unser Gott, rette uns aus seiner Hand, damit alle Königreiche der Erde erkennen, dass du allein der HERR bist!“ (Jesaja 37:20)

Sanheribs Invasion

Das nächste Kapitel dieser Geschichte nimmt eine interessante Wendung. Wir kehren zur Geschichte von Sanherib zurück, der sich nun im 14. Regierungsjahr Hiskias befindet. Viele Jahre nach der Wiederherstellung des Gottesdienstes in Israel wird Hiskia auf ganz andere Weise auf die Probe gestellt. In 2. Chronik 32:1 wird von Sanheribs Feldzug gegen Juda berichtet. Infolgedessen traf Hiskia Vorbereitungen für den Krieg. Er ließ alle Wasserstellen verschließen, damit die assyrische Armee keinen Nutzen daraus ziehen konnte. In dieser Zeit wurde der Tunnel Hiskias gebaut, um Jerusalem mit Wasser zu versorgen, während die Menschen außerhalb der Mauern keinen Zugang dazu hatten. Die Mauern Jerusalems wurden erhöht und befestigt, und zahlreiche Kriegswaffen wurden bereitgestellt. In 2. Chronik 32:6–8 versucht Hiskia außerdem, seine Soldaten mental vorzubereiten. Dort heißt es: „Auch setzte er Kriegsoberste über das Volk. Und er versammelte sie zu sich auf dem Platz am Stadttor und redete zu ihren Herzen und sagte: Seid stark und mutig! Fürchtet euch nicht und seid nicht niedergeschlagen vor dem König von Assur und vor der ganzen Menge, die mit ihm ist! Denn mit uns ist ein Größerer als mit ihm. Mit ihm ist ein Arm aus Fleisch. Aber mit uns ist der HERR, unser Gott, um uns zu helfen und unsere Kriege zu führen! Und das Volk verließ sich auf die Worte Hiskias, des Königs von Juda.“

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Lösegeld und Sündopfer

„Denn Gott ist einer, und einer ist Mittler zwischen Gott und Menschen, der Mensch Christus Jesus, der sich selbst gab als Lösegeld für alle, wovon das Zeugnis zu seiner Zeit verkündigt werden sollte.“ (1. Timotheus 2:5-6)

Das Wort „Lösegeld“ in unserem einleitenden Text ist eine Übersetzung des griechischen Begriffs „antilutron“, der einen entsprechenden oder gleichwertigen Preis bezeichnet – genauer gesagt, einen Preis der Erlösung. Diese Definition macht uns deutlich, dass die gesamte Menschheit aufgrund der Sünde Adams dem Tod unterworfen ist und Erlösung benötigt.

Es lehrt uns auch, dass durch die Gerechtigkeit „des Menschen Christus Jesus“, der „von den Sündern abgesondert“ war, die ganze Menschheit erlöst und aus dem Grab auferweckt werden wird. (Hebräer 7:26; Johannes 5:28, 29; 1. Korinther 15:21, 22)

Wäre die Bereitstellung eines Lösegeldes für Vater Adam und seine Nachkommen jedoch der gesamte Umfang von Gottes Plan, gäbe es einige Probleme. Erstens: Da es im Scheol „weder Tun noch Überlegung noch Kenntnis noch Weisheit“ gibt, ändert sich der Charakter der gefallenen Menschheit im Tod nicht. (Prediger 9:10)

Daher würde sich die Menschheit nach ihrer Auferweckung immer noch in einem sündigen Zustand befinden und somit erneut zum Tode verurteilt sein. Paulus schrieb: „Es ist furchtbar, in die Hände des lebendigen Gottes zu fallen!“ (Hebräer 10:31)

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Ausdrucksformen der Nachfolge

„Vor unserem Gott und Vater an euer Werk des Glaubens gedenken und die Bemühung der Liebe und das Ausharren [in] der Hoffnung auf unsern Herrn Jesus Christus.“ (1.Thessalonicher 1:3)

Jünger Christi sind diejenigen, die Jesus als ihren Erlöser angenommen haben. Darüber hinaus haben sie ihr Leben der göttlichen Sache gewidmet, die in ihm verkörpert ist, indem sie seiner Aufforderung gefolgt sind, ihr Kreuz auf sich zu nehmen und in seinen Fußstapfen zu wandeln, bis hin zum Tod. (Matthäus 16:24) Das Wort „Jünger“ bedeutet „Lernender“ oder „Schüler“, und die Jünger Christi empfangen ihre Lehre von Jesus, den sie als ihren Meister anerkennen und dessen Anweisungen den Willen ihres Himmlischen Vaters widerspiegeln.

Jesus sagte über Nathanael: „Siehe, wahrhaftig ein Israelit, in dem kein Trug ist.“ (Johannes 1:47) Dies impliziert, dass es zu Jesu Zeiten Menschen gab, die als Israeliten angesehen wurden, aber es in Wirklichkeit nicht waren, da ihr Leben nicht ausreichend im Einklang mit dem Willen des Gottes Israels stand. Aus diesem Grund nahmen sie Jesus nicht als ihren verheißenen Messias an. Das Gleiche gilt zur heutigen Zeit, für das geistliche Israel, das aus den Jüngern Christi besteht. Es gibt in der Tat „wahrhaftige“ Jünger, jedoch auch solche, die vorgeben, Nachfolger Jesu zu sein, aber nur dem Namen nach Jünger sind, denn sie halten sich nicht an die Lehren des Meisters.

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Wie Gott Gebete erhört

Wie können wir sicher sein, dass Gott unsere Gebete erhört? Es reicht nicht aus, dass wir unseren Glauben an das Gebet bekräftigen. Tausende von Müttern beispielsweise haben an das Gebet geglaubt und Gott gebeten, ihre Söhne auf dem Schlachtfeld zu beschützen, nur um dann die Nachricht zu erhalten, dass sie getötet worden sind. Auch erklärt die Bekräftigung unseres Glaubens an das Gebet nicht, warum eine ganze Nation, die um Frieden betet, oft in einen Strudel des Krieges gerät.

Andererseits gibt es Tausende, die eifrig bezeugen, dass Gott ihre Gebete für die Sicherheit ihrer Kinder erhört hat. Weitere Tausende werden bezeugen, auf welch wunderbare Weise Gott ihnen andere besondere Segnungen gewährt hat, um die sie gebeten hatten. Allein aufgrund der Erfahrung könnte es daher den Anschein haben, dass Gott die Gebete einiger erhört, die Gebete anderer jedoch nicht.

Dies steht jedoch nicht im Einklang mit dem, was uns die Heilige Schrift über Gott sagt. Die Bibel sagt, dass er „keine Person bevorzugt“. Es muss also einen guten Grund geben, warum Gott manche Gebete erhört und andere nicht. Wenn wir diesen Grund finden können, sollte dies dazu beitragen, den Glauben derer wiederherzustellen, deren Gebete scheinbar unerhört geblieben sind.

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