Evangelium

Ausdrucksformen der Nachfolge

„Vor unserem Gott und Vater an euer Werk des Glaubens gedenken und die Bemühung der Liebe und das Ausharren [in] der Hoffnung auf unsern Herrn Jesus Christus.“ (1.Thessalonicher 1:3)

Jünger Christi sind diejenigen, die Jesus als ihren Erlöser angenommen haben. Darüber hinaus haben sie ihr Leben der göttlichen Sache gewidmet, die in ihm verkörpert ist, indem sie seiner Aufforderung gefolgt sind, ihr Kreuz auf sich zu nehmen und in seinen Fußstapfen zu wandeln, bis hin zum Tod. (Matthäus 16:24) Das Wort „Jünger“ bedeutet „Lernender“ oder „Schüler“, und die Jünger Christi empfangen ihre Lehre von Jesus, den sie als ihren Meister anerkennen und dessen Anweisungen den Willen ihres Himmlischen Vaters widerspiegeln.

Jesus sagte über Nathanael: „Siehe, wahrhaftig ein Israelit, in dem kein Trug ist.“ (Johannes 1:47) Dies impliziert, dass es zu Jesu Zeiten Menschen gab, die als Israeliten angesehen wurden, aber es in Wirklichkeit nicht waren, da ihr Leben nicht ausreichend im Einklang mit dem Willen des Gottes Israels stand. Aus diesem Grund nahmen sie Jesus nicht als ihren verheißenen Messias an. Das Gleiche gilt zur heutigen Zeit, für das geistliche Israel, das aus den Jüngern Christi besteht. Es gibt in der Tat „wahrhaftige“ Jünger, jedoch auch solche, die vorgeben, Nachfolger Jesu zu sein, aber nur dem Namen nach Jünger sind, denn sie halten sich nicht an die Lehren des Meisters.

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Die Verantwortung der Verwalter

„Dafür halte man uns: für Diener Christi und Verwalter der Geheimnisse Gottes.“
(1. Korinther 4:1)

In unserem Eingangstext lenkt der Apostel Paulus unsere Aufmerksamkeit auf die wichtige Verantwortung, die Gottes Volk hat, wenn es anderen die herrliche Botschaft des Evangeliums verkündet. In diesem Text ist das Wort „Diener“ die Übersetzung eines griechischen Wortes, das „Untergebener“ bedeutet. Diese Diener werden als des „Christus“ seiend beschrieben, das heißt, sie sind Christus untertan. Paulus fügt eine zweite Verantwortung hinzu, die das Volk des Herrn hat, indem er das Wort „Verwalter“ verwendet, das im griechischen Text jemanden bezeichnet, der als dienender  Verwalter eines Haushalts eingesetzt ist. Paulus betont, dass Gottes Volk als Verwalter eine Verantwortung für „die Geheimnisse Gottes“ hat. Im Vers, der auf unsere einleitende Schriftstelle folgt, unterstreicht Paulus die Bedeutung dieser christlichen Verantwortung, indem er sagt: „Übrigens sucht man hier an den Verwaltern, dass einer treu befunden wird.“ (1. Korinther 4:2)

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Die Mission in Philippi

„Als sie aber Phrygien und das Gebiet Galatiens durchzogen, wurde ihnen vom Heiligen Geist gewehrt, das Wort in [der Provinz] Asia zu verkündigen.“ (Apostelgeschichte 16:6 – Schlachter 2000)

In unserem Eröffnungsvers heißt es, dass es Apostel Paulus verwehrt wurde, das Wort Christi weiter nach Osten in Asien zu tragen. Stattdessen beauftragte ihn der Herr, das Evangelium nach Mazedonien zu bringen, wie wir in dem Vers 9 lesen: „Und es zeigte sich dem Paulus in der Nacht eine Erscheinung: Ein mazedonischer Mann stand da und bat ihn und sprach: Komm herüber nach Mazedonien und hilf uns!“

Die Region Asien, die der Herr Paulus nicht betreten ließ, war damals die westlichste Provinz des heutigen asiatischen Kontinents. Mazedonien hingegen war die östlichste Provinz Europas. In Philippi, der Hauptstadt Mazedoniens, trafen die verschiedenen Formen des östlichen und westlichen Heidentums aufeinander. Daher war Philippi reif für die Einführung der Botschaft des Evangeliums. Zur Zeit des Paulus war sie der Dreh- und Angelpunkt, an dem sich östliches und westliches Denken die Waage hielten. Obwohl die Missionsarbeit im Osten fortgesetzt wurde, sollte die Einführung der Botschaft des Evangeliums in Mazedonien durch Paulus und seine Geschwister das Gleichgewicht letztlich zugunsten des Westens verschieben. Danach sollte sich das Evangelium in ganz Europa verbreiten, und von da an hatte es überall einen großen Einfluss auf die religiösen Vorstellungen. So wurden das westliche Denken und die westliche Praxis völlig umgestaltet.

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Der Heilige Geist – Teil 4: Die Salbung mit dem Heiligen Geist

„Der Geist des Herrn, HERRN, ist auf mir; denn der HERR hat mich gesalbt. Er hat mich gesandt, den Elenden frohe Botschaft zu bringen, zu verbinden, die gebrochenen Herzens sind, Freilassung auszurufen den Gefangenen und Öffnung des Kerkers den Gebundenen, uszurufen das Jahr der Annehmung des HERRN und den Tag der Rache für unsern Gott, zu trösten alle Trauernden.“ (Jesaja 61:1,2)

Im Ausdruck „Salbung mit dem Geist“ wird unsere Aufmerksamkeit auf einen sehr wichtigen Aspekt des Wirkens des Heiligen Geistes im Leben derer gelenkt, die Gottes Neue Schöpfungen bilden. Das Bild der Salbung geht auf den alten Brauch zurück, Öl auf die Häupter von Priestern und Königen zu gießen, um ihre göttliche Berufung zu ihrem Dienst zu bekunden. Diese Zeremonie nannte man Salbung. Die Salbung mit dem Heiligen Geist ist also die feierliche Handlung, durch die das vom Herrn geweihte Volk dazu bestimmt oder ermächtigt wird, eine offizielle Position in Gottes großem Werk und Plan der Wiederherstellung der Menschheit von Sünde und Tod einzunehmen.

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