Jesus

Der Heilige Geist – Teil 2: Der Heilige Geist der Wahrheit

„Wenn der Tröster gekommen ist, den ich euch von dem Vater senden werde, der Geist der Wahrheit, der von dem Vater ausgeht, so wird er von mir zeugen.“

Johannes 15:26

Wie wir in dem Artikel „Der Heilige Geist Gottes“ in der November/Dezember Ausgabe 2023 des Tagesanbruchs gesehen haben, ist der Heilige Geist die Kraft Gottes, die er in jeder Richtung ausübt, die er dazu auswählen mag. Gott hat seine mächtige Kraft eingesetzt, um das Universum zu erschaffen, die Erde für den Menschen zuzubereiten und den Menschen zu erschaffen und ihm Leben zu geben. Wir wollen nun das Zeugnis der Bibel über eine andere Art und Weise untersuchen, in welcher Gott seine mächtige Kraft zur Verwirklichung seiner Absichten einsetzt, und zwar durch den Einfluss seiner Gedanken auf das Leben derer, die er in seinen Dienst beruft, besonders in diesem gegenwärtigen Zeitalter.

Wir alle wissen um die Kraft der Gedanken. Das Leben eines jeden von uns wird von Gedanken bestimmt – entweder von unseren eigenen oder von den Gedanken anderer, denen wir erlauben, uns zu beeinflussen. 

Eine der Kundgebungen des Geistes oder der Kraft Gottes ist der Ausdruck seiner Gedanken, die im Leben derer wirksam sind, die sich der Erfüllung seines Willens geweiht haben. Es ist dieser Aspekt der göttlichen Kraft, den Jesus in unserem Text als „Geist der Wahrheit“ bezeichnet. Wie aber bringt Gott seine Gedanken, seinen Geist, in das Leben seiner Diener im Evangeliumszeitalter?

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Wer ist weise?

„Wer ist weise und verständig unter euch? Er zeige aus dem guten Wandel seine Werke in Sanftmut der Weisheit!“

Jakobus 3:13

Weisheit kann kurz beschrieben werden als die Fähigkeit, Wissen in der täglichen Lebensführung und bei Entscheidungen des Lebens richtig zu nutzen und anzuwenden. Eine Person kann über ein hohes Maß an Wissen in verschiedenen Bereichen verfügen und trotzdem nicht weise sein. Zum Beispiel kann jemand ein ausgezeichnetes Wissen über nationale und internationale Politik haben, aber kein weiser Staatsmann sein. Ein gewisses Maß an Wissen ist in jedem Bereich des menschlichen Strebens erforderlich. Um allerdings in einem bestimmten Bereich erfolgreich zu sein, muss man die Fähigkeit besitzen oder erwerben, das Wissen richtig zu nutzen. Das ist es, was Weisheit ausmacht.

Was für das menschliche Streben gilt, gilt auch für unsere Beziehung zu Gott und zueinander als Geschwister in Christus Jesus. Es ist wichtig, dass wir uns Wissen über die Pläne und Absichten Gottes aneignen. Darüber hinaus aber ist es grundlegend, dass wir dieses Wissen in unserem täglichen Dienst für den Herrn und sein Volk richtig anwenden. Paulus schrieb, dass die „Weisheit dieser Welt Torheit bei Gott“ ist. (1. Korinther 3:19) Wenn wir also nach Gottes Maßstäben weise sein wollen, ist es grundlegend, dass wir die Überlegenheit seiner Wege anerkennen und danach streben, uns von ihnen leiten zu lassen. Salomo schrieb: „Die Furcht [hebräisch: Ehrfurcht] des HERRN ist der Weisheit Anfang; und die Erkenntnis des Heiligen ist Verstand.“ (Sprüche 9:10)

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Aus Bethlehem

„Hat nicht die Schrift gesagt: Aus der Nachkommenschaft Davids und aus Bethlehem, dem Dorf, wo David war, kommt der Christus?“

Johannes 7:42

Unsere einleitende Bibelstelle wurde von den Menschen in den Tagen Jesu gesprochen, die seine großen Wunder gesehen und seine Lehren der Liebe, Güte und Hoffnung gehört hatten. Als sie erklärten, dass Christus, der Messias, aus Bethlehem kommen würde, erinnerten sie sich zweifellos an die prophetischen Worte Michas, der schrieb: „Du, Bethlehem Efrata, das du klein unter den Tausendschaften von Juda bist, aus dir wird mir [der] hervorgehen, der Herrscher über Israel sein soll; und seine Ursprünge sind von der Urzeit, von den Tagen der Ewigkeit her.“ (Micha 5:1)

In der Tat wurde die größte Nachricht aller Zeiten als aus Bethlehem kommend verkündet. Diese Information war die hellste aller Botschaften in der dunklen Nacht der Sünde und des Todes dieser Welt. Es war die Ankündigung der Geburt Jesu. Kein anderes Ereignis hat den Lauf der Welt so verändert und so vielen Menschen einen Lichtstrahl der Hoffnung für die Zukunft gegeben. Für die Nachfolger Jesu war es eine Hoffnung, die sie auf ihrem christlichen Weg getröstet und gestützt hat.

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Die Verheißung der Erlösung

„Und Gott, der HERR, sprach zur Schlange: (…) ich werde Feindschaft setzen zwischen dir und der Frau, zwischen deinem Samen und ihrem Samen; er wird dir den Kopf zermalmen, und du, du wirst ihm die Ferse zermalmen.“

1. Mose 3:14,15

Der Mensch, das höchste aller irdischen Geschöpfe Gottes und ausgestattet mit Fähigkeiten, die das Bild des Schöpfers widerspiegeln, hat verfehlt, die einfache Prüfung des Gehorsams, der er unterworfen wurde, zu bestehen. Er hatte das Gesetz Gottes übertreten und muss nun sterben: „Denn Staub bist du, und zum Staub wirst du zurückkehren.“ (1. Mose 3:19) Von da an haben alle Nachkommen Adams seine Strafe zum Tode geerbt. Alle werden unvollkommen geboren und sind nicht in der Lage, den Verheerungen der Krankheit zu widerstehen. Alle sterben schließlich, denn „der Lohn der Sünde ist der Tod.“ (Römer 6:23)

Dennoch liebte Gott seine fehlgeleiteten menschlichen Kinder. Auch wenn es notwendig war, Adam und Eva zum Tode zu verurteilen, gab er einen Hinweis darauf, dass eine Möglichkeit zur Erlösung von der Strafe vorgesehen sei. Diese Verheißung der Erlösung ist eindeutig in der Aussage gegenüber der „Schlange“ enthalten, dass der „Same“ der Frau ihr den Kopf zermalmen werde. Selbst diese schwer verständliche Zusicherung schien unseren ersten Eltern ein gewisses Maß an Hoffnung zu geben, dass der Schöpfer ihre Not beheben werde. Denn als Seth geboren wurde, sagte Eva: „Gott (…) hat mir einen anderen Samen gesetzt anstelle Abels, weil Kain ihn erschlagen hat.“ (1. Mose 4:25)

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