Zeitschrift Tagesanbruch

Des Christen Priorität

„Trachtet aber zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit! Und dies alles wird euch hinzugefügt werden.”

Matthäus 6:33

Prioritäten zu setzen wird allgemein als eine gesunde Praxis angesehen, der man im Leben folgen sollte. Um zum Beispiel im Beruf erfolgreich zu sein, ist es wesentlich, daß den vorrangigen Bedürfnissen im Geschäftsleben Vorrang vor den persönlichen Wünschen und Annehmlichkeiten geben wird. Das Gleiche bewahrheitet sich in Bezug auf jede Gesellschaftsschicht, ob nun daheim, in der Gesellschaft, in Familienbeziehungen oder unter denen von Arbeitgeber und Arbeitnehmer.

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Die Sünde der Habsucht (Josua 7)

„Wisset, daß eure Sünde euch finden wird.”

4. Mose 32:23

Erfüllt mit Glauben und im Hochgefühl des Sieges über Jericho schritten die Israeliten voran, Kanaan zu erobern. Späher wurden nach Ai gesandt. Bei ihrer Rückkehr gaben sie die Auskunft, daß der Ort klein ist, und daß eine Streitmacht von zwei- oder dreitausend Mann für seine Eroberung ausreichend sein würde. Tatsächlich erwarteten sie nach den Erfahrungen in Jericho, daß kein Israelit getötet werden würde, und daß ihre Feinde so von Schrecken erfüllt sein würden, daß sie sich wenig oder überhaupt nicht verteidigen würden. Doch in Ai ereignete sich gerade das Gegenteil. Sechsunddreißig Israeliten wurden getötet, und Israels Heer, das nun begriff, daß es hier nicht Gottes Gunst hatte, floh vor seinen Feinden.

Josua und seine Getreuen, die Ältesten Israels, hatten damit nicht gerechnet. Sie warfen sich vor der Bundeslade nieder, beklagten das Unglück und bekundeten besonders ihr Erschrecken über die Folgen, die die Niederlage auf ihre Feinde haben würden, und die diese ermutigen würde. Israel, Gottes Vorbild-Volk, wäre hingegen entmutigt.

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Was ist der Mensch?

„Wenn ich anschaue deinen Himmel, deiner Finger Werk, den Mond und die Sterne, die du bereitet hast: Was ist der Mensch, daß du seiner gedenkst, und des Menschen Sohn, daß du dich um ihn kümmerst? Denn du hast ihn, wenig geringer gemacht als Engel, mit Herrlichkeit und Pracht krönst du ihn. Du machst ihn zum Herrscher über die Werke deiner Hände; alles hast du unter seine Füße gestellt: Schafe und Rinder allesamt und auch die Tiere des Feldes, die Vögel des Himmels und die Fische des Meeres, was die Pfade der Meere durchzieht. HERR, unser Herr, wie herrlich ist dein Name auf der ganzen Erde!”

Psalm 8:4-10

Wir glauben, daß diese den Menschen betreffende Eingebung des Propheten schon jedem intelligenten Wesen in den Sinn gekommen sein müßte. Wenn man auf die Tiefe schaut, auf die riesige Wasserfläche des Meeres und das Gleiten eines Schiffes über die Wellen, so denkt man: Wie klein ist doch der Mensch, was für ein kleines Staubkorn im Universum! Wenn wir nach oben schauen in die unendlichen Himmel und erkennen, daß sie so viel mehr der göttlichen Macht darstellen, sind wir noch mehr erstaunt. Wenn wir die Himmel betrachten und uns vergegenwärtigen, daß all diese Sterne, ausgenommen die Planeten, die zu unserem eigenen System gehören, in Wirklichkeit Sonnen sind, und daß um eine jede von diesen Sonnen sich Planeten drehen, wie unsere Erde sich um unsere Sonne dreht, und wenn wir an die Zahl dieser Sonnen und ihrer Planeten denken, sind wir überwältigt, und wir fühlen unsere eigene Bedeutungslosigkeit nur um so mehr!

Wir erfragen von Astronomen, wie zahlreich diese Sonnen vorhanden sind, und sie sagen uns, daß es ihrer etwa hundert Millionen gibt, die wir sehen können – und, wenn wir die Planeten, die sich um diese hundert Millionen Sonnen drehen mit zehn multiplizieren würden, es 10 Mal hundert Millionen Planeten sein würden. Und dann sagen sie uns weiterhin, daß, wenn wir auf einer der am weitesten entfernten von ihnen stehen könnten, wir jenseits derselben noch so viele mehr und mehr von ihnen beobachten könnten.

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Aaron und seine Söhne

„Ist nicht dein Bruder Aaron [da], der Levit? Ich weiß, daß er reden kann. … Er soll für dich zum Volk reden. Und es wird geschehen, er wird für dich zum Mund sein, und du wirst für ihn zum Gott sein.”

2. Mose 4:14 und 16

Aaron war Moses Bruder. Er wurde von Gott ernannt, ein Mundstück für Mose zu sein, wie in unserem Leittext geschrieben steht. Aus diesem Grund verliefen sein Dienst und seine Erfahrungen parallel zu jenen des großen Gesetzgebers Moses. Mit der Gabe des Gesetzes am Berg Sinai wurde Israels Priesterschaft eingeführt und Aaron zum ersten Hohepriester ernannt mit seinen vier Söhnen, die als Unterpriester dienten.

Aaron war abhängig von seinem Bruder und bekam seine Autorität von ihm. Als Mose auf den Berg Sinai stieg, um das Gesetz zu empfangen, blieb Aaron für sich allein und zeigte seine Schwachheit, indem er der Forderung des Volkes nachgab, ein goldenes Kalb zu machen und es anzubeten. Er bereute diese Sünde, und Mose erlangte Vergebung für ihn. – 2. Mose 32:21 – 24 und 5. Mose 9:20

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