Lichtstrahlen

Die Verbindung des Todes unseres Herrn und seiner Auferstehung mit Gottes Heilsplan

„… unseren Herrn … welcher unserer Übertretungen wegen dahingegeben und unserer Rechtfertigung wegen auferweckt worden ist.”

Römer 4:25

Der Begriff ‚Rechtfertigung‘ schließt immer einen von zwei Gedanken ein: entweder die Aussage oder den Beweis für eine Person oder Sache, daß sie richtig ist, oder die Gerechtmachung einer Person oder Sache, die zunächst falsch ist. Es ist üblich, den Begriff für beides zu gebrauchen. Jemand versucht sich zu rechtfertigen, wenn er zu Unrecht angeklagt wird, das heißt, er versucht seine Unschuld und die falsche Darstellung der Anklage aufzuzeigen. Und wir sagen auch, daß wir ein ungleiches Wiegeverhältnis ausgleichen, wenn wir zusätzliches Gewicht auf die leichtere Waagschale legen, um gleiches Gewicht auf beiden Seiten zu erreichen. So spricht die Schrift davon, Gott recht zu würdigen – Lukas 7:29, Römer 3:4 und 1. Timotheus 3.16 -, das heißt, Seine Gerechtigkeit oder Seine unbedingte Richtigkeit darzustellen. Sie spricht auch von sündigen Menschen, die freigesprochen werden, indem man sie rechtfertigt. So wird deutlich, daß der Begriff ‚Rechtfertigung‘, auf Menschen in ihrer Beziehung zu Gott angewendet, gleichbedeutend ist mit Erlösung oder Herstellung von wahrer Vollkommenheit. Wenn jemand wirklich gerechtfertigt (recht gemacht) ist und damit von Gott erkannt und angenommen wurde, hat er tatsächliche Vollkommenheit in jedem Wortsinn erhalten – geistig, moralisch und körperlich; er wird völlig in den Zustand wiederhergestellt, dessen sich Adam erfreute, bevor er verloren ging.

Mehr erfahren

„Unser tägliches Brot gib uns heute”

Da sagte der HERR zu Mose: Seht, ich will euch Brot vom Himmel regnen lassen. Das Volk braucht dann nur hinauszugehen und sich seinen Tagesbedarf einzusammeln. Ich will es auf die Probe stellen, ob es nach meinen Weisungen wandeln will oder nicht. Wenn sie nun am sechsten Tage das, was sie heimgebracht haben, zubereiten, dann wird es das Doppelte sein von dem, was sie sonst Tag für Tag sammeln.”

2. Mose 16:4 und 5

Wir wenden uns hier dem Studium des Alten Testaments zu, und zwar, nach dem Bericht über die Durchquerung des Roten Meeres, den Aufzeichnungen über Gottes Handeln mit Israel und den Belehrungen, die Er ihnen in der Wüste gab. Dies sollte offenbar dazu dienen, ein Volk zur staatlichen Eigenständigkeit hinzuführen, das fast 200 Jahre lang in Knechtschaft, ja geradezu in Sklaverei gelebt hatte. Die erste dieser Wüstenwanderungs-Lektionen kann als Lehre des Vertrauens bezeichnet werden. Während wir nun Israels Erfahrungen und die Leitung des Herrn in ihren Angelegenheiten betrachten, werden wir ohne Frage Lehrbeispiele finden, die für uns als geistige Israeliten hilfreich sind, die wir durch den gegenbildlichen Moses aus Ägypten – der Welt – herausgeführt werden, während wir eine „Wüste” aus Belehrungen, Prüfungen und Erprobungen hin zum himmlischen Kanaan erleben.

Drei Routen führten von Ägypten nach Kanaan, und der Herr wählte die weiteste von den dreien; Er hatte von Anfang an im Blick, daß sie geschult werden mußten. Die lange Knechtschaft hatte sie unterwürfig und schwach gemacht, arm an Selbstbewußtsein für den neuen Weg und voll Furcht, daß ihr Führer, dem sie erstaunlich vertrauten, sich doch letztlich als unfähig für ihre Befreiung erweisen würde. Welche Ähnlichkeit mit den geistigen Israeliten, als sie die Welt und ihre Prinzipien verließen! Wenn wir auch Christus, dem uneingeschränkt anerkannten Führer, vertrauen, so sind wir doch geneigt, selbst unter seiner Leitung ängstlich an unserer Fähigkeit zu zweifeln, daß wir die verheißene Errettung aus der Sünde und deren Sklaverei erreichen.

Mehr erfahren

Gewinn durch Verlust

„Aber was auch immer mir Gewinn war, das habe ich um Christi willen für Verlust gehalten.” – Philipper 3:7

Die erste christliche Kirche, die in Europa von dem Apostel Paulus organisiert wurde, war die Versammlung in Philippi, in der Umgegend von Mazedonien. In unserem Studium des Philipperbriefes, den Paulus Jahre später während seiner Gefangenschaft in Rom schrieb, machen wir die Erfahrung, daß er diese Kirche besonders liebte. Wir erkennen auch die liebliche Gemeinschaft, welcher sich die neu Bekehrten erfreuten, wenn sie sich im Haus der Lydia trafen. – Philipper 1:3 – 5 und Apostelgeschichte 16:14 und 15

Wie in Apostelgeschichte 16:16 – 40 berichtet wird, verließen der Apostel Paulus und seine Gefährten im Dienst Philippi unter schwierigen Umständen. In den folgenden Abschnitten berichtet die Schrift über diese Erfahrungen, die, obwohl sie sehr trübselig für das Fleisch waren, entsprechend dem Geist zu einem sehr gesegneten Ergebnis führten, dessen die Brüder sich erfreuten. „Es geschah aber, als wir zur Gebetsstätte gingen, daß uns eine Magd begegnete, die einen Wahrsagegeist hatte; sie brachte ihren Herren großen Gewinn durch Wahrsagen. Diese folgte dem Paulus und uns nach und schrie und sprach: Diese Menschen sind Knechte Gottes, des Höchsten, die [euch] den Weg des Heils verkündigen. Dies aber tat sie viele Tage. Paulus aber wurde unwillig, wandte sich um und sprach zu dem Geist: Ich gebiete dir im Namen Jesu Christi, von ihr auszufahren! Und er fuhr aus zu derselben Stunde.” – Apostelgeschichte 16:16 – 18

Mehr erfahren

Verfolgung ertragen (Apostelgeschichte 5:33-42)

„Glückselig die um Gerechtigkeit willen Verfolgten, denn ihrer ist das Reich der Himmel.” – Matthäus 5:10

In den benannten Versen der Apostelgeschichte geht es um Petrus und Johannes, um das damalige Wachsen der Kirche an Zahl und Gnade des Heiligen Geistes und um die damit verbundene Freude, den Frieden mit Gott und mit den Mitpilgern und mit den Mitmenschen. Der Segen des Herrn für die Apostel in Form von Gaben des Geistes befähigte sie, die Kranken zu heilen, wobei sie nicht zu erklären versäumten, daß die Tat durch Jesu Macht geschah, den die Obersten gekreuzigt hatten. Gott jedoch hat ihn auferweckt aus den Toten, und er besitzt jetzt alle himmlische Herrlichkeit als Fürst, als Erretter, als verherrlichter Hoherpriester, der bereit ist und willens, Sündenvergebung und Segen durch den Heiligen Geist denen zu gewähren, die dies annehmen wollen.

Eine Zeitlang nahmen die Priesterschaft und ihre Beamten für Religionsangelegenheiten keine Notiz von der neuen Bewegung und beachteten nicht, daß sie ein schlechtes Licht auf sie selbst warf. Doch nach und nach waren sie alarmiert und machten Gebrauch von ihrer Macht, um die Apostel einzukerkern; so wurden diese auf Befehl der obersten Geistlichen ins Gefängnis geworfen. Der Bericht spricht von Entrüstung oder Neid. So hat die Wahrheit in allen dargebotenen Formen die Anmutung entweder von Leben für das Leben oder von Tod für den Tod, je nach der inneren Einstellung derjenigen, die unter ihren Einfluß kommen. Im vorliegenden Fall hatte die Einfachheit der Apostel, die Ernsthaftigkeit beim Vortrag der Botschaft, ihre Kraft und Güte bei den Heilungen und beim Austreiben von Dämonen und ihre offensichtliche Aufrichtigkeit einen positiven Einfluß auf alle wahren Israeliten. Doch die in öffentlichem Amt stehenden und die oberflächlichen Israeliten, die in herausgehobenen Stellungen und in Reichtum lebenden Israeliten, brachten ihnen Neid und Haß entgegen. Neid wegen der Wortgewalt vor den Leuten, die sie nicht hatten, und Haß wegen der Wahrnehmung, daß diese Lehren ihren Einfluß schwächten und in Zweifel zogen, und weil eine Richtung eingeschlagen wurde, das durch sie verkörperte religiöse System zu zerstören.

Mehr erfahren