Lichtstrahlen

Gewinn durch Verlust

„Aber was auch immer mir Gewinn war, das habe ich um Christi willen für Verlust gehalten.” – Philipper 3:7

Die erste christliche Kirche, die in Europa von dem Apostel Paulus organisiert wurde, war die Versammlung in Philippi, in der Umgegend von Mazedonien. In unserem Studium des Philipperbriefes, den Paulus Jahre später während seiner Gefangenschaft in Rom schrieb, machen wir die Erfahrung, daß er diese Kirche besonders liebte. Wir erkennen auch die liebliche Gemeinschaft, welcher sich die neu Bekehrten erfreuten, wenn sie sich im Haus der Lydia trafen. – Philipper 1:3 – 5 und Apostelgeschichte 16:14 und 15

Wie in Apostelgeschichte 16:16 – 40 berichtet wird, verließen der Apostel Paulus und seine Gefährten im Dienst Philippi unter schwierigen Umständen. In den folgenden Abschnitten berichtet die Schrift über diese Erfahrungen, die, obwohl sie sehr trübselig für das Fleisch waren, entsprechend dem Geist zu einem sehr gesegneten Ergebnis führten, dessen die Brüder sich erfreuten. „Es geschah aber, als wir zur Gebetsstätte gingen, daß uns eine Magd begegnete, die einen Wahrsagegeist hatte; sie brachte ihren Herren großen Gewinn durch Wahrsagen. Diese folgte dem Paulus und uns nach und schrie und sprach: Diese Menschen sind Knechte Gottes, des Höchsten, die [euch] den Weg des Heils verkündigen. Dies aber tat sie viele Tage. Paulus aber wurde unwillig, wandte sich um und sprach zu dem Geist: Ich gebiete dir im Namen Jesu Christi, von ihr auszufahren! Und er fuhr aus zu derselben Stunde.” – Apostelgeschichte 16:16 – 18

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Verfolgung ertragen (Apostelgeschichte 5:33-42)

„Glückselig die um Gerechtigkeit willen Verfolgten, denn ihrer ist das Reich der Himmel.” – Matthäus 5:10

In den benannten Versen der Apostelgeschichte geht es um Petrus und Johannes, um das damalige Wachsen der Kirche an Zahl und Gnade des Heiligen Geistes und um die damit verbundene Freude, den Frieden mit Gott und mit den Mitpilgern und mit den Mitmenschen. Der Segen des Herrn für die Apostel in Form von Gaben des Geistes befähigte sie, die Kranken zu heilen, wobei sie nicht zu erklären versäumten, daß die Tat durch Jesu Macht geschah, den die Obersten gekreuzigt hatten. Gott jedoch hat ihn auferweckt aus den Toten, und er besitzt jetzt alle himmlische Herrlichkeit als Fürst, als Erretter, als verherrlichter Hoherpriester, der bereit ist und willens, Sündenvergebung und Segen durch den Heiligen Geist denen zu gewähren, die dies annehmen wollen.

Eine Zeitlang nahmen die Priesterschaft und ihre Beamten für Religionsangelegenheiten keine Notiz von der neuen Bewegung und beachteten nicht, daß sie ein schlechtes Licht auf sie selbst warf. Doch nach und nach waren sie alarmiert und machten Gebrauch von ihrer Macht, um die Apostel einzukerkern; so wurden diese auf Befehl der obersten Geistlichen ins Gefängnis geworfen. Der Bericht spricht von Entrüstung oder Neid. So hat die Wahrheit in allen dargebotenen Formen die Anmutung entweder von Leben für das Leben oder von Tod für den Tod, je nach der inneren Einstellung derjenigen, die unter ihren Einfluß kommen. Im vorliegenden Fall hatte die Einfachheit der Apostel, die Ernsthaftigkeit beim Vortrag der Botschaft, ihre Kraft und Güte bei den Heilungen und beim Austreiben von Dämonen und ihre offensichtliche Aufrichtigkeit einen positiven Einfluß auf alle wahren Israeliten. Doch die in öffentlichem Amt stehenden und die oberflächlichen Israeliten, die in herausgehobenen Stellungen und in Reichtum lebenden Israeliten, brachten ihnen Neid und Haß entgegen. Neid wegen der Wortgewalt vor den Leuten, die sie nicht hatten, und Haß wegen der Wahrnehmung, daß diese Lehren ihren Einfluß schwächten und in Zweifel zogen, und weil eine Richtung eingeschlagen wurde, das durch sie verkörperte religiöse System zu zerstören.

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Manasses Umkehr zum wahren Gott

Im ersten und zweiten Buch der Könige eilt den Herrschern Israels und Judas, die auf dem Thron Jahwes saßen, immer eine Beurteilung voraus, die uns vorweg darüber informiert, ob ihre Herrschaft „recht war in den Augen des HERRN”, oder ob sie „böse war in den Augen des HERRN”. Es gab auf dem Thron Jahwes sowohl „gute” als auch „weniger gute” Könige, wobei die als „böse” eingestuften Könige in einer Überzahl regierten. Es gab nur wenige, die „recht in den Augen des HERRN” waren und von ganzem Herzen danach strebten, Seinen Willen zur Ausführung zu bringen. Der Grund für die negativen Beurteilungen der meisten Könige lag darin, daß sie die Gebote Gottes nicht beachteten und ungehorsam waren und sich vor den fremden Göttern Kanaans niederwarfen und ihnen dienten. Es kam aber auch vor, daß ein König zu Beginn seiner Herrschaft in den Wegen Gottes ging und dann mit der Zeit doch (mehr …)

Das Gebet, der lebendige Atem der Neuen Schöpfung

„Er sagte ihnen aber auch ein Gleichnis dafür, daß sie allezeit beten und nicht ermatten sollten.” – Lukas 18:1 In einem Gleichnis machte Jesus, „daß der Mensch allezeit beten und nicht ermatten soll”, zum Kern seiner Aussage. In diesem Gleichnis wird gezeigt, wie selbst ein ungerechter Richter auf Grund der Aufdringlichkeit einer Frau ihrer Bitte schließlich entsprach, obwohl er sich selbst wenig um die Angelegenheit kümmerte. In diesem Gleichnis verhielt sich die Frau mit ihrer Bitte um Gerechtigkeit aufdringlich gegenüber jenen, die ihr Unrecht zugefügt hatten. Es scheint so, als ob der Herr uns ein beharrliches Bedrängen im Gebet einschärfen wollte, indem er diese Darstellung benutzte, die zeigt, wie Sein Volk in ihren Gebeten fortfahren sollte; nicht in dem Sinn, daß sie allezeit beten und sich niemals von ihren Knien erheben oder nie irgendetwas anderes tun sollten, als zu beten, sondern daß sie ihre Gebete fortsetzen und darin nicht schwach (mehr …)