Des Christen Leben und Lehre

Die Gewalt der göttlichen Wahrheit

„Und Jesus sprach: Zum Gericht bin ich in diese Welt gekommen, auf daß die Nichtsehenden sehen, und die Sehenden blind werden.”

Johannes 9:39

Göttliche Wahrheit kommt auf uns zu mit der Autorität ihres Autors aus dem Himmel. Mit der ihrem edlen Wesen eigenen sanften Würde wirkt sie auf den Verstand, das Urteilsvermögen und das Gewissen des Menschen mit ihren Forderungen ein und überläßt es ihm dann, als einem denkenden freien Geschöpf, jene Forderungen anzunehmen oder abzuweisen. Auch Seine treuen Botschafter besitzen jene moralische Kraft aus dem in ihr wohnenden Wert; sie kommen nicht mit lärmender Zurschaustellung oder sogenannten Wundern, derer sich die Mächte der Finsternis bedienen, um Leute einfach aus Neugierde in Satans Falle zu locken. Sie treten auf, erfüllt mit dem Geist ihrer machtvollen Botschaft, dem Geist von Heiligkeit und Wahrheit.

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Die Notwendigkeit einer großen Zuversicht in Gottes Wort

„Werft nun eure Zuversicht nicht weg, die eine große Belohnung hat.”

Hebräer 10:35

Es gibt eine ganz praktische Seite des Evangeliums. Alles, was die Nachfolger Christi in ihrem Leben an erprobenden Erfahrungen erfahren haben, wurde weise zugelassen, um für sie eine Charakterentwicklung zum Guten, zur Festigkeit und zur Feinabstimmung zu bewirken. Es ist ein Fehler, zu denken, wie in der Vergangenheit manche gedacht haben, daß der Wille Gottes darin besteht, daß wir nur auf Christus hören, der Botschaft seines Todes als unser Erlöser förmlich zustimmen und uns von äußerlichen Kundgebungen der Sünde abwenden – um dann, zufrieden mit unserem Prozeß, anderen zu dem gleich niedrigen Stand zu verhelfen.

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Vorrechte der Söhne Gottes

„Denn euer Vater weiß, was ihr benötigt, ehe ihr ihn bittet.”

Matthäus 6:8

Diese Worte wurden nicht an die Welt im Allgemeinen gerichtet, denn die ganze Welt liegt in der Sünde, alle zusammen befinden sich außerhalb der Gemeinschaft mit Gott. Diese Worte wurden auch nicht an gewöhnliche Juden gerichtet; denn die Juden sind auch Glieder des Adamischen Geschlechts, das sich außerhalb der Harmonie mit Gott befindet, und ihr Bund war nicht ein Bund der Sohnschaft, sondern der von Knechten. Mose war in seinem ganzen Haus treu als ein Diener. – Hebräer 3:5 Wir finden nirgendwo, daß auf die Israeliten als Söhne Gottes hingewiesen wird. In den Prophezeiungen werden Hinweise gegeben, was Gott in Zukunft für sie tun würde. Aber es gibt keine direkte Feststellung, daß Er ihr Vater oder sie Seine Kinder wären.

Wir alle erkennen, daß es so war. Es würde unpassend sein, wenn es anders wäre, denn die Versöhnung ist für die sündige Welt noch nicht gemacht worden. Weder eine Jude noch irgendjemand von der Welt von heute haben ein Recht Gott ihren Vater zu nennen, noch an Ihn als ihren Vater zu denken. Die einzigen, die ein Recht haben, Gott „unseren Vater” zu nennen, sind solche, die durch Christus in eine Bundesbeziehung mit Ihm gelangt sind. Der Apostel sagt, daß wir durch diese Beziehung, „jetzt Söhne Gottes sind”.

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Die Verantwortung der Neuen Schöpfungen gegenüber dem göttlichen Gesetz

Der Gesetzesbund war ein Bund, den Gott mit Israel auf der Grundlage der Einhaltung des Gesetzes schloß, das in einer Kurzform in den Zehn Geboten ausgedrückt wurde. Der Apostel Paulus erklärt, daß unser Herr unter dem Gesetz geboren wurde; nicht nur unter den Zehn Geboten, sondern unter dem Gesetzesbund. – Galater 4:4 Der Apostel zeigt anderswo, daß dieser Gesetzesbund jene Hinzufügung zum Abrahamischen Bund war, der durch Hagar und nicht durch Sarah vorgeschattet wurde. Unser Herr war unter diesem Hagar-Bund, danach unter dem Gesetzesbund, – dem Bund des Fleisches – bis zu der Zeit, als er dreißig Jahre alt wurde.

Wir haben keinen Bericht, der den Gehorsam unseres Herrn gegenüber dem Gesetz betrifft, bevor er erwachsen wurde, obwohl wir begründet glauben können, daß er den Gesetzesbund hielt. Die Zeit seiner besonderen Trübsal begann aber mit seiner Taufe. Die Tatsache, daß Gott willens war, in einen Opferbund mit unseren Herrn einzutreten, zeigt, daß er zu jener Zeit vollkommen war. Unser Herr verharrte darin, den Gesetzesbund während der Zeit seines Dienstes zu halten und opferte zur gleichen Zeit jene Rechte, die ihm gehörten, weil er das Gesetz hielt.

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