2022

Das neue Leben in Christo (Epheser 2:1-10)

„Denn durch die Gnade seid ihr errettet, mittels des Glaubens.”

Aus seiner Gefangenschaft in Rom hat Apostel Paulus den Brief an die Epheser geschrieben, einen der schönsten unter seinen Briefen an die Versammlungen, voll von tiefen geistlichen Belehrungen. Sein Schlüsselwort lautet: „in Christo”; diese Wendung oder seine Synonyme kommen wenigstens zwanzig Mal im Brief vor. Das erste Kapitel stellt heraus, daß die Kirche in Christus Jesus auserwählt ist, und so zeigt unsere Lektion, daß wir Leben einzig und allein in Christo haben. Darauf gründend zeigt der Brief, daß alle Segnungen und Gnaden Gottes Seinem Volk gegenüber allein auf der Überlegung beruhen, daß sie in Christo Jesu geschehen, für die Glieder des Leibes Christi, die Glieder der Neuen Schöpfung. Niemand kann die Tragweite der Aussagen des Apostels klar und zweifelsfrei einschätzen außer denjenigen, die sauber unterscheiden zwischen der Kirche und der Welt, und kann ihre auf verschiedenen Verheißungen aufbauenden Hoffnungen erkennen. Niemand sonst kann verstehen, daß in Gottes Plan im jetzigen Zeitalter nur mit der Kirche gehandelt wird. Nur sie können begreifen, daß die Hoffnung der Welt zukünftig ist und sich deutlich von der Hoffnung der Kirche unterscheidet, die jetzt Leib Christi genannt wird, „Glieder in Sonderheit”.

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Unsere Zuflucht in der Zeit der Bedrängnis

„Geh hin, mein Volk, tritt ein in deine Kammer und schließe deine Tür hinter dir zu; verbirg dich einen kleinen Augenblick, bis der Zorn vorübergehe!”

Jesaja 26:20

Die Erntezeit am Ende des Evangelium-Zeitalters, in der wir jetzt leben, wird in den Schriften als eine für das geweihte Volk des Herrn bedeutsame Zeit beschrieben. Es ist eine Zeit großer Bedrängnis und schwerer Prüfung, die aber auch reiche Segnungen bereithält, die Gott über die ausgießt, die Sein sind. Es ist eine Zeit, in der Gottes Volk mit reichlicher „Speise zur rechten Zeit” versorgt wird, und wie Petrus später schrieb, dient sie dazu, daß „ihr in der gegenwärtigen Wahrheit befestigt seid”. – Lukas 12:37 und 42

Dies ist auch die Zeit, in der die „gegenwärtige böse Welt” zu Ende geht in Vorbereitung auf die Einrichtung einer neuen Weltordnung, „neuer Himmel und einer neuen Erde, in der Gerechtigkeit wohnt”. – Galater 1:4, 2. Petrus 3:7 ,10 und 13 Weil es eine turbulente Zeit ist, ist Gottes Volk von Problemen umgeben und Trübsalen und Nöten unterworfen, die mit dem Zusammenbrechen der Systeme dieser gegenwärtigen Welt einhergehen. Unser Leittext weist in Form einer Ermahnung auf diesen Aspekt unserer christlichen Erfahrungen hin, und was wir in Verbindung mit unserem Wettlauf über die Welt kommen sehen. Der Rat ist, daß wir einen Ort geistiger Zuflucht und Sicherheit aufsuchen, an den wir uns zurückziehen können, um ein Eindringen von allem, was den Neue Schöpfungen Schaden zufügen könnte, zu verhindern.

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Eine Frage, die den „Sündenbock” betrifft

Warum wurde am Versöhnungstag das Blut der Opfer als erstes für die Sünden des Priesters und seines Hauses oder die Familie der Leviten angewendet und als zweites für „die Sünden des ganzen Volkes”? Dann lesen wir von dem Bekennen der Übertretungen des Volkes auf das Haupt des Sündenbocks. Welche Sünden blieben übrig nach der Versöhnung mit dem Blut für alle?

Antwort:

„Wir erwidern, daß die gegenbildlichen Opfer des Versöhnungstages für die Sünden des ganzen Volkes, alle Adamische Schuld und Verurteilung für alle tilgt; und dies schließt alle erblichen Sünden und Mängel mit ein. Keine von diesen bleibt übrig, um über dem Haupt des Sündenbocks bekannt zu werden.

Aber es gibt andere Sünden, die zum Teil willentlich gegen ein bestimmtes Maß von Licht und Erkenntnis begangen wurden. Es handelt sich dabei um keine Adamischen Sünden, und sie sind auch nicht vom Sündopfer bedeckt. Es sind diese Sünden und Übertretungen, die so dargestellt werden, daß sie der Sündenbock-Klasse auferlegt sind – der „Großen Schar”. Im Gegenbild, das in Kürze in Erscheinung treten wird, wird der „Großen Schar” zugestanden werden, für einige der teilweise willentlich begangenen Sünden der Welt – besonders die „Babylons”, zu leiden.

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Scheinheiligkeit ist ein Feind gegenüber der Gottseligkeit

„Habt acht auf eure Gerechtigkeit, daß ihr sie nicht vor den Menschen übt, um gesehen zu werden.”

Matthäus 6:1

Vielleicht wurde von dem großen Lehrer keine andere Sünde so rundweg und völlig angeprangert wie die Sünde der Scheinheiligkeit. Ihre Gemeinheit wird selbst von solchen, die sie praktizieren, bemerkt und anerkannt. Sie ist Falschheit und Täuschung, das genaue Gegenteil von Rechtschaffenheit und Wahrheit. Egal in welcher Form der Heuchler erscheinen mag, in Zeremonien und Verkleidungen, kann er Gott nicht täuschen. Binnen kurzem kann er sicher sein, daß seine Mißachtung auch gegenüber seinen Mitmenschen offenbar wird. So sicher wie einer unehrenhaft ist, der sich heuchlerisch verhält, ist er der Wahrheit unwürdig – und nicht von der Art, die der Herr jetzt „zieht” und „beruft” zur Gemeinschaft in dem Leib Christi, der auserwählten Kirche. Der Scheinheilige kann daher die Wahrheit nicht erkennen, nicht begreifen. Solche leben auf der Ebene der Unehrlichkeit und in jenem Sinn des Wortes der Ungerechtigkeit oder Unreinheit und der Wahrheit für unwürdig.

Dies bedeutet jedoch nicht, daß alle Heuchler des Zweiten Todes, der Vernichtung, würdig sind. Es bedeutet nur, daß sie nicht würdig sind, einen Platz mit jenen zu bekommen, die jetzt gerufen werden, Miterben mit Christus in seinem Millennium-Königreich zu sein. Gott sei Dank erwies sich alles, was von den dunklen Zeitaltern ausging und die ewige Qual als göttliche Vorsehung für alle betraf, die nicht von der Kleinen Herde waren, als falsch, als gotteslästerliche Falschdarstellung der Liebe und Gerechtigkeit Gottes. Das Millennium-Königreich ist für diesen Zweck des besonderen Handelns mit solchen vorgesehen, die heuchlerisch und anders verwerflich sind. Unter dessen Einschränkungen, Korrekturen, Belohnungen und Strafen können viele von ihnen „Gerechtigkeit lernen”, wie die Schriften uns versichern. – Jesaja 26:9 Es werden nur diejenigen, die sich endgültig nicht ändern wollen, im Zweiten Tod vernichtet werden.

Unser heutiges Studium veranschaulicht verschiedene Formen der Scheinheiligkeit und verurteilt sie alle.

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