Zeitschrift Tagesanbruch

Das Blut der Besprengung des Passah

„[…] und sieht er das Blut an der Oberschwelle und an den beiden Pfosten […] so wird Jahwe […] dem Verderber nicht erlauben, in eure Häuser zu kommen, um euch zu schlagen.”

2. Mose 12:23

Zur Zeit des Gedächtnismahls richtet sich das Interesse von Christen besonders auf das Schlachten des Lamms, das dem Passahfest vorausging. Das Passahlamm wurde am 14. Tag des Monats Nisan geschlachtet. Das Gedächtnismahl findet statt zur Erinnerung an den Tod des gegenbildlichen Passahlamms. Wir bedauern sehr, daß Millionen von Christen und Juden in Zeremonien und nur der Form halber dieses ganz besondere Ereignis der Geschichte begehen, und daß nur wenige aus den Religionsgemeinschaften die wahre Bedeutung der Feier erkennen.

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„Mein Geliebter ist weiß und rot… ”

Die Heilige Schrift spricht zu uns in vielen bildlichen Vergleichen und Symbolen, sowohl im Alten- wie auch im Neuen Testament. Dies fällt besonders bei der Planung und Gestaltung des Zeltes der Zusammenkunft auf, der Stiftshütte in der Wüste, zu der Jahwe Mose mit den eindringlichen Worten Anweisung gibt: „Und sieh zu, daß du [alles] nach dem Urbild machst, daß dir auf dem Berg gezeigt worden ist.” – 2. Mose 25:40

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Gott wirkt – wir wirken

„… meine Geliebten … bewirkt eure eigene Seligkeit mit Furcht und Zittern, denn Gott ist es, der in euch wirkt sowohl das Wollen als auch das Wirken, nach seinem Wohlgefallen.”

Philipper 2:12 und 13

Die Kirche des Evangeliumszeitalters ist zu einer „hohen Berufung” berufen worden. Unser Annehmen dieses „Rufes” bedeutet, daß wir ihn zu schätzen wissen und wir in ihm etwas sehr Erstrebenswertes sehen. Wir wissen, daß dieser Ruf an uns unter der Bedingung ergangen ist, daß wir alles, was wir haben, aufgeben. Indem wir diese Maßgabe angenommen haben, haben wir unsere Wertschätzung für die unermeßliche Chance kundgetan, die uns zuteil geworden ist. Wenn wir daher den an uns ergangenen Ruf verstehen, dürfen wir wissen, daß es Gottes Wille ist, daß wir ihn annehmen. Dabei ist es wichtig, daß wir auch seine Bedingungen verstehen, so daß wir unsere Berufung festmachen können.

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Eine Schlinge – ein Fallstrick – ein Anstoß

„Und David sagt: Es werde ihr Tisch ihnen zur Schlinge und zum Fallstrick und zum Anstoß und zur Vergeltung! Verfinstert seien ihre Augen, um nicht zu sehen … .”

Römer 11:9 und 10

Auf den ersten Blick scheinen diese Worte unvereinbar mit Gerechtigkeit oder Liebe. Wenn man annimmt, daß die armen Juden verblendet und in die ewige Qual gestoßen wurden, dann erscheint Gottes Handlungsweise unergründbar, ungeachtet der Tatsache, daß er durch die Apostel verheißen ließ – Verse 25 und 26 – , daß in späteren Generationen die Blindheit weggenommen werden würde, nämlich nachdem die Vollzahl der Herauswahl aus den Nationen in Gottes Gunst gelangt sein würde.

Wir überlegten, daß die Wiedergutmachung in den Ur-Ur-Ur-Enkeln eines Mannes niemals seinen eigenen Verlust ausgleichen konnte, wenn er ewig ins Elend ging. Und auch wenn man bestimmte erlernte Lehren zugrundelegt, erschien es schrecklich, wenn man die abgeklärte, kalte Behauptung las: „Was nun? Was Israel sucht, das hat es nicht erlangt; aber die Auserwählten haben es erlangt, die übrigen aber sind verstockt worden … Schlinge … Fallstrick … Anstoß zur Vergeltung.”

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