Zeitschrift Tagesanbruch

Die Sünde der Habsucht (Josua 7)

„Wisset, daß eure Sünde euch finden wird.”

4. Mose 32:23

Erfüllt mit Glauben und im Hochgefühl des Sieges über Jericho schritten die Israeliten voran, Kanaan zu erobern. Späher wurden nach Ai gesandt. Bei ihrer Rückkehr gaben sie die Auskunft, daß der Ort klein ist, und daß eine Streitmacht von zwei- oder dreitausend Mann für seine Eroberung ausreichend sein würde. Tatsächlich erwarteten sie nach den Erfahrungen in Jericho, daß kein Israelit getötet werden würde, und daß ihre Feinde so von Schrecken erfüllt sein würden, daß sie sich wenig oder überhaupt nicht verteidigen würden. Doch in Ai ereignete sich gerade das Gegenteil. Sechsunddreißig Israeliten wurden getötet, und Israels Heer, das nun begriff, daß es hier nicht Gottes Gunst hatte, floh vor seinen Feinden.

Josua und seine Getreuen, die Ältesten Israels, hatten damit nicht gerechnet. Sie warfen sich vor der Bundeslade nieder, beklagten das Unglück und bekundeten besonders ihr Erschrecken über die Folgen, die die Niederlage auf ihre Feinde haben würden, und die diese ermutigen würde. Israel, Gottes Vorbild-Volk, wäre hingegen entmutigt.

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Was ist der Mensch?

„Wenn ich anschaue deinen Himmel, deiner Finger Werk, den Mond und die Sterne, die du bereitet hast: Was ist der Mensch, daß du seiner gedenkst, und des Menschen Sohn, daß du dich um ihn kümmerst? Denn du hast ihn, wenig geringer gemacht als Engel, mit Herrlichkeit und Pracht krönst du ihn. Du machst ihn zum Herrscher über die Werke deiner Hände; alles hast du unter seine Füße gestellt: Schafe und Rinder allesamt und auch die Tiere des Feldes, die Vögel des Himmels und die Fische des Meeres, was die Pfade der Meere durchzieht. HERR, unser Herr, wie herrlich ist dein Name auf der ganzen Erde!”

Psalm 8:4-10

Wir glauben, daß diese den Menschen betreffende Eingebung des Propheten schon jedem intelligenten Wesen in den Sinn gekommen sein müßte. Wenn man auf die Tiefe schaut, auf die riesige Wasserfläche des Meeres und das Gleiten eines Schiffes über die Wellen, so denkt man: Wie klein ist doch der Mensch, was für ein kleines Staubkorn im Universum! Wenn wir nach oben schauen in die unendlichen Himmel und erkennen, daß sie so viel mehr der göttlichen Macht darstellen, sind wir noch mehr erstaunt. Wenn wir die Himmel betrachten und uns vergegenwärtigen, daß all diese Sterne, ausgenommen die Planeten, die zu unserem eigenen System gehören, in Wirklichkeit Sonnen sind, und daß um eine jede von diesen Sonnen sich Planeten drehen, wie unsere Erde sich um unsere Sonne dreht, und wenn wir an die Zahl dieser Sonnen und ihrer Planeten denken, sind wir überwältigt, und wir fühlen unsere eigene Bedeutungslosigkeit nur um so mehr!

Wir erfragen von Astronomen, wie zahlreich diese Sonnen vorhanden sind, und sie sagen uns, daß es ihrer etwa hundert Millionen gibt, die wir sehen können – und, wenn wir die Planeten, die sich um diese hundert Millionen Sonnen drehen mit zehn multiplizieren würden, es 10 Mal hundert Millionen Planeten sein würden. Und dann sagen sie uns weiterhin, daß, wenn wir auf einer der am weitesten entfernten von ihnen stehen könnten, wir jenseits derselben noch so viele mehr und mehr von ihnen beobachten könnten.

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Der Lohn des Opfers

„Ich ermahne euch nun, Brüder, durch die Erbarmungen Gottes, eure Leiber darzustellen als ein lebendiges, heiliges, Gott wohlgefälliges Schlachtopfer, welches euer vernünftiger Dienst ist.”

Römer 12:1

An keiner Stelle in der Schrift werden wir vom Herrn aufgefordert, unsere irdischen Rechte und Privilegien zu opfern. Die göttlichen Vorgaben bleiben innerhalb der Grenzen des Rechts. Mit anderen Worten, Recht und Gerechtigkeit sind ein und dasselbe. Opfer, Selbstverleugnung, Kreuztragen in der Nachfolge Jesu – das sind alles Optionen weit jenseits des göttlichen Rechts. Der Gesetzesbund hat allen, die seine Forderungen erfüllen, die Fortdauer des menschlichen Lebens in Aussicht gestellt. Keiner unter den Juden, mit denen dieser Bund geschlossen wurde, war imstande, jene Forderungen zu erfüllen, mit Ausnahme des Einen, der aus dem Himmel kam und der einen vollkommenen menschlichen Körper hatte, durch den er die Forderungen des Gesetzesbundes erfüllen konnte, was ihn also zu ewigem Leben auf der Erde berechtigte.

Der Neue Bund unter dem gegenbildlichen Mittler wird die gleiche Belohnung ewigdauernder menschlicher Vollkommenheit all denen bieten, die seine Forderungen erfüllen. Dieser Bund ist dem Gesetzesbund überlegen, denn er hat einen besseren Mittler, der der Menschheit helfen wird, gänzlich aus Verdammnis, Tod und Schwachheit herauszukommen und der dazu befugt ist durch das Verdienst aus seinen „besseren Opfern”.

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Gott ist bereit zu vergeben (Hosea 14)

„Du aber bist ein Gott der Vergebung, gnädig und barmherzig, langsam zum Zorn und groß an Güte.”

Nehemia 9:17

In dieser Studie geht es um eine Ermahnung des Propheten Hosea an Israel, das damals von Juda getrennt war. Sie ist aber ebenso anwendbar auf unser eigenes, sowie jedes andere Volk. Israel war durch Götzendienst verdorben. Durch Mischehen mit Königstöchtern heidnischer Völker war Götzendienerei von deren Religionen und den dort lustbetonten Anteilen, die für die Leute verlockend waren, eingeführt worden. Mit der Lustbetonung ging eine Abnahme der Moral einher, eine verbreitete Abstumpfung des Gewissens gegenüber Verunreinigung. Dem Bericht ist zu entnehmen, daß Hoseas Ehefrau Ehebruch und Ausschweifungen beging, die schließlich ihren Mann und ihre falschen Nachkommen verließ. Später nahm sie der Prophet zurück in sein Haus, aber nicht als seine Ehefrau. Er hatte Erbarmen mit ihr und ihren Kindern.

Zweifellos spielten die eigenen Erfahrungen des Propheten ein große Rolle dabei, ihn aufmerken zu lassen auf den beklagenswerten Zustand seines Volkes und ihn diesen sehen zu lassen. Wenn der Geist des Herrn in der Prophetie über ihn kam, konnte er um so besser aus der eigenen Erfahrung Mitleid mit ihnen haben. Er war mitfühlend und voll gnädigem Erbarmen, und seine Aussagen wiesen auf das noch weit großere Erbarmen und das Mitgefühl Gottes hin.

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