Zeitschrift Tagesanbruch

Sei stark und mutig (Josua 1:1-11)

Josua, der neu ernannte Führer Israels, war zuvor Moses’ Berater oder Diener, nicht im Sinne eines Dienstboten, sondern in jenem höheren Sinn, in dem wir von „Dienern des Herrn”, von Staatsministern usw. sprechen. Damals war er achtzig Jahre alt; also muß er vierzig gewesen sein, als Israel aus Ägypten wegzog. Er gehörte zum Stamm Ephraim, zu einer der führenden Familien; so war sein Großvater, Elishama, ein Oberster der Streitmacht der Ephraimiter mit 400 – 500 Mann innerhalb der israelitischen Streitkräfte bald nach dem Auszug aus Ägypten. Wir begegnen Josua am Berg Sinai bei Moses als dessen ausgesuchter Begleiter, und wiederum als der Vertreter Moses’, des Oberbefehlshabers, in der ersten Schlacht Israels, nämlich gegen die Amalekiter. Auch sehen wir ihn als einen der führenden Männer aus allen Stämmen, die ausgesandt wurden, das Land der Verheißung auszukundschaften. Bei dieser Gelegenheit waren Kaleb und er die einzigen, deren Glaube an Gott sie veranlaßte, Günstiges zu berichten, als diese beiden Männer bekanntlich durch diesen Bericht ihr Leben in Gefahr sahen – so groß waren Ärger und Enttäuschung der Israeliten darüber, und so voll Verständnis und überzeugt waren sie vom Bericht der Mehrheit der Kundschafter.

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Nachfolger

„Jesus sprach nun zu den Juden, welche ihm geglaubt hatten: Wenn ihr in meinem Worte bleibt, so seid ihr wahrhaft meine Jünger; und ihr werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen.”

Johannes 8:31 und 32

Die Verkündigung unseres Herrn rief immer zwei entgegengesetzte Wirkungen bei den sehr gemischten Menschenmengen hervor, die ihm zuhörten. Die eine Gruppe fühlte sich angezogen, die andere abgeschreckt. Wer voll Stolz und Eigendünkel war und die Finsternis dem Licht vorzog, weil seine Taten böse waren, und weil er feststellte, daß er, sollte er das Licht der Wahrheit zulassen, auch den Charakter an diese Gegebenheit anpassen muß. Wer so dachte, fühlte sich durch Christi Lehren abgeschreckt. Wenn der Herr seinen Dienst mit den heute zur Verfügung stehenden Mitteln tun würde und abhängig wäre von gutwilliger Unterstützung und von Spenden der Leute, wäre diese Unterstützung oft sehr dürftig oder zumindest sehr wechselnd und unzuverlässig. Bei etlichen Gelegenheiten hörten die Menschen sein Zeugnis, wandten sich später ab und folgten ihm nicht weiter, als er unablässig und nachdrücklich auf die Lehren der göttlichen Wahrheit hinwies. – Lukas 4:14, 15, 22, 28 und 29 Zuweilen hingen die vielen Menschen an seinen Lippen – wieder und wieder ließen sie ihn im Stich, und nur eine Handvoll hielt zu ihm. – Johannes 6:60 und 66 – 69

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Der heilige Geist, der verheißen wurde

„Und ich werde den Vater bitten, und er wird euch einen anderen Beistand geben, daß er bei euch ist in Ewigkeit.”

Johannes 14:16

Unser Herr gab seinen Jüngern auf dem Weg nach Gethsemane, in der Nacht als er verraten wurde, eine Unterweisung über diese Lehre. Er sagte ihnen, was sie, seine Nachfolger, zu erwarten hätten, aufgrund ihrer Treue gegenüber ihm und den Brüdern, die er darstellte, mißverstanden, verfolgt und beschimpft zu werden. „Dies aber habe ich zu euch geredet, damit ihr, wenn ihre Stunde gekommen ist, euch daran erinnert, daß ich es euch gesagt habe.” – Johannes 16:4 Er hatte ihnen aber nicht alles gesagt, was sie erwarten könnten, und deutete dies mit den Worten an: „Noch vieles habe ich euch zu sagen, aber ihr könnt es jetzt nicht tragen.”

Das gleiche mag sich für alle bewahrheiten, die jemals des Herrn Jünger wurden. Sie haben eine hinreichende Menge Licht, um einen Schritt zu einer Zeit zu tun, aber zukünftige Trübsale und Schwierigkeiten sind gnädig von ihnen ferngehalten, damit sie von diesen nicht überwältigt werden. „Jeder Tag hat an seinem Übel genug”. Dies war keine Täuschung, keine Verlockung seiner Jünger, etwas zu tun, das in Gegensatz zu ihrem Willen war. Ganz am Anfang versichert uns der Meister, daß, wenn wir unser Kreuz nicht aufnehmen und ihm folgen; wir nicht seine Jünger sein können.

Wenn wir diesen Schritt ehrenhaft und aufrichtig tun, sehen wir viele Schwierigkeiten, die damit verbunden sind, ohne die Einzelheiten der Prüfungen, die kommen sollen, zu kennen. Wenn wir unsere zukünftigen Nöte kennen würden, so würden wir tatsächlich ungerechtfertigt von ihnen überwältigt werden, weil wir die Bedeutung der Worte unseres Herrn, „Meine Gnade genügt dir, denn [meine] Kraft kommt in Schwachheit zur Vollendung”, zuerst nicht vollkommen wertschätzen konnten, und die Versicherung, daß Er nicht zulassen wird, daß wir über unser Vermögen versucht werden, sondern mit der Versuchung auch den Ausgang schaffen wird, so daß wir sie sie ertragen können. – 2. Korinther 12:9 und 1. Korinther 10:13 Wenn so des Herrn Volk einen Schritt nach dem anderen macht, wird es erkennen, daß diese Verheißungen völlig zutreffend sind. Sie finden sich selbst gestärkt in der Erfahrung, daß sie nicht mehr zu tragen haben, als sie tragen können, obgleich ihre Prüfungen tatsächlich schwerer sind als am Anfang des Weges. Sie finden, daß sie aufgrund ihres Wachstums an Gnade und in der Erkenntnis dazu imstande sind, diese Prüfungen doch zu überwinden.

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Ein Geist der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit

„Denn Gott hat uns nicht einen Geist der Furchtsamkeit gegeben, sondern der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit.”

2. Timotheus 1:7

Die Bibel erwähnt viele Dinge, die Gott uns gegeben hat. Ungewöhnlich unter diesen ist die Gabe Seines geliebten Sohnes, der Erlöser und Retter der Welt zu sein. – Johannes 3:16 Auf Jesus weist der Apostel als Gottes „unaussprechliche Gabe” hin. – 2. Korinther 9:15 Dann gibt es den Heiligen Geist als Gabe Gottes. Jesus sagte, „Wenn nun ihr, die ihr böse seid, euren Kindern gute Gaben zu geben wißt, wie viel mehr wird der Vater, der vom Himmel [gibt], [den] Heiligen Geist geben denen, die ihn darum bitten.” – Lukas 11:13

In unserem Leittext erwähnt Paulus den „Geist” im Sinne oder der Bedeutung von „Kraft, Liebe und Besonnenheit”. Diese Eigenschaften sind mit Gottes Gabe des Heiligen Geistes eng verbunden, wobei Kraft, Liebe und Besonnenheit die Folgen der Auswirkung Seines Geistes im Leben eines Christen sind. Sie sind auch Beweise dafür, daß der Heilige Geist in ihren Herzen wirkt. Paulus stellt diesen den gegensätzlichen „Geist der Furcht” gegenüber, der, wie er betont, uns nicht vom Himmlischen Vater gegeben wird.

Sollte Furcht im christlichen Leben Einlaß finden, so hat sie eine sehr vernichtende Auswirkung. Satan ist der große Verursacher von Furcht. Der Apostel Petrus schrieb: „Seid nüchtern, wacht! Euer Widersacher, der Teufel, geht umher wie ein brüllender Löwe und sucht, wen er verschlingen kann.” – 1. Petrus 5:8 Das Brüllen eines Löwen geschieht, um das Tier, das er jagt, in Furcht zu versetzen. Es wird gesagt, daß diese Furcht das Tier praktisch lähmt, so daß es ihm weder zu entfliehen noch Widerstand zu leisten möglich ist.

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