Lichtstrahlen

Erben Gottes und Miterben Christi

Die Heilige Schrift bezeichnet jene, die sich geweiht haben, den Willen Gottes in allem zu tun, und in den Fußstapfen des Erlösers zu gehen, als „Kinder Gottes” oder auch „Söhne” Gottes. Die Bezeichnung „Kinder” oder „Söhne” setzen jeweils eine Zeugung durch einen Vater voraus, und dies trifft hier sowohl im menschlichen wie im geistigen Bereich zu. Als Geweihte haben wir allein das Vorrecht, den Allmächtigen Gott als unseren Vater anzurufen, und wir tun dies im Namen Seines einzig gezeugten Sohnes, unseres Herrn, Jesus Christus. Dies ist ein Vorrecht, das ausschließlich den Geweihten vorbehalten ist, in denen der Geist Gottes wohnt. Und so sagt auch der Apostel Paulus in Römer 8:1 dies bestätigend, „Denn so viele durch den Geist Gottes geleitet werden, sind Söhne Gottes”.

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Aaron und seine Söhne

„Ist nicht dein Bruder Aaron [da], der Levit? Ich weiß, daß er reden kann. … Er soll für dich zum Volk reden. Und es wird geschehen, er wird für dich zum Mund sein, und du wirst für ihn zum Gott sein.”

2. Mose 4:14 und 16

Aaron war Moses Bruder. Er wurde von Gott ernannt, ein Mundstück für Mose zu sein, wie in unserem Leittext geschrieben steht. Aus diesem Grund verliefen sein Dienst und seine Erfahrungen parallel zu jenen des großen Gesetzgebers Moses. Mit der Gabe des Gesetzes am Berg Sinai wurde Israels Priesterschaft eingeführt und Aaron zum ersten Hohepriester ernannt mit seinen vier Söhnen, die als Unterpriester dienten.

Aaron war abhängig von seinem Bruder und bekam seine Autorität von ihm. Als Mose auf den Berg Sinai stieg, um das Gesetz zu empfangen, blieb Aaron für sich allein und zeigte seine Schwachheit, indem er der Forderung des Volkes nachgab, ein goldenes Kalb zu machen und es anzubeten. Er bereute diese Sünde, und Mose erlangte Vergebung für ihn. – 2. Mose 32:21 – 24 und 5. Mose 9:20

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Der Ursprung aller Gaben

„Denn der Lohn der Sünde ist der Tod, die Gnadengabe Gottes aber ewiges Leben in Christus Jesus, unserem Herrn.”

Römer 6:23

Der Apostel Jakobus lenkt unsere Aufmerksamkeit auf Gott als den großen Geber aller Gaben, indem er schreibt: „Jede gute Gabe und jedes vollkommene Geschenk kommt von oben herab, von dem Vater der Lichter, bei dem keine Veränderung ist noch eines Wechsels Schatten.” – Jakobus 1:17 Nicht nur, daß jede gute und vollkommene Gabe vom Himmlischen Vater kommt, sondern alle wahrhaft guten Dinge sind von Ihm. Es ist nicht zutreffend, daß einige unserer Segnungen von Gott kommen und einige aus anderen Quellen. Paulus schreibt: „Was aber hast du, daß du nicht empfangen hast?” Und auf dem Marshügel stellte der Apostel fest: „Denn in ihm leben wir und bewegen uns und sind wir.” – 1. Korinther 4:7 und Apostelgeschichte 17:28

Die uns umgebenden materiellen guten Dinge, derer wir uns erfreuen, sind Gaben Gottes, die wir mit den Fähigkeiten wahr nehmen, die Er uns mit den fünf Sinnen gegeben hat. Wie wundervoll ist der tägliche Teil der Freuden, derer wir uns bewußt werden, wenn wir tasten, sehen, hören, schmecken und riechen. Eine Rose würde nur wenig Freude vermitteln, wenn wir weder sehen noch riechen könnten. Die melodische Harmonie der Töne, ob sie nun von Vögeln oder von Menschen in der Musik erzeugt werden, würden bedeutungslos für uns sein, wenn wir nicht hören könnten. Etwas zu essen würde nur wenig Freude bereiten, wenn wir nicht schmecken könnten.

Salomon schrieb: „Jeder Mensch, dem Gott Reichtum und Güter gegeben und den er ermächtigt hat, davon zu genießen und sein Teil zu nehmen und sich bei seiner Mühe zu freuen – das ist eine Gabe Gottes.” – Prediger 5:18 Hier ist bemerkenswert, daß Jahwe in der Vorsorge für unsere ersten Eltern Bäume vorsah, die nicht nur gut zur Nahrung sondern auch begehrenswert anzusehen waren. – 1. Mose 2:9 Es war Gottes Wunsch, daß Seine menschlichen Schöpfungen sich Seiner Fürsorge erfreuen sollten, und so plante Er, daß jede Funktion des Lebens Freude bereiten sollte.

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„Seine Füße”

Es ist notwendig für die Disziplin, Trübsal und letzte Erprobung der Kirche Gottes, daß sie nachteiligen Einflüssen unterworfen werden sollte. Die Verheißung des großen Lohnes ist für denjenigen bestimmt, „der überwindet”. Wenn wir mit Christus herrschen möchten, müssen wir unsere Würdigkeit zu herrschen unter Beweis stellen. Dies geschieht durch Prüfungen der Loyalität zu Gott, durch Glauben an Sein Wort, durch Eifer für die Wahrheit, durch geduldiges Ausharren von Widerspruch und Verfolgung bis in den Tod, und in dem unerschütterlichen Vertrauen auf die Macht Gottes und die Absicht Gottes Seine Kirche zur bestimmten Zeit zu befreien und zu erhöhen. Solchen Treuen gelten die gesegneten Tröstungen von Psalm 91, der, wie wir glauben, ein Bild der Kirche am Ende dieses Evangelium-Zeitalters darstellt und beschreibt – ein Bild des Christus: „Wer im Schutz des Höchsten wohnt, bleibt im Schatten des Allmächtigen!” [vorgeschattet durch das Heilige der Stiftshütte.]

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