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Man sagt, daß das Leben ein Kampf ist, in dem sich nur derjenige behaupten kann, der sich durchsetzt und „seine Ellbogen gebraucht”. Dies ist ein Kampf, in dem sich der Stärkere auf Kosten des Schwächeren durchsetzt und Vorteile verschafft. Es ist dies kein guter Kampf, wenn wir dies vom Standpunkt eines Christen aus betrachten, welcher uns lehrt, den Nächsten zu lieben wie sich selbst. Auch die Bibel spricht von einem Kampf, den die Nachfolger des Herrn Jesus kämpfen. Und Paulus bezeichnet diesen Kampf als einen „guten Kampf”, und er ruft uns dazu auf, diesen „guten Kampf” zu kämpfen. – 1. Timotheus 6:12 Dieser Kampf ist ein Glaubenskampf, den die Fußstapfennachfolger Christi täglich kämpfen. Diese verfolgen andere Ziele, als diejenigen, die in der Welt kämpfen. Ihr Kampf gilt nicht ehrgeizigen und selbstsüchtigen Zwecken, noch trachten sie nach menschlichem Einfluß oder Reichtum. Sie kämpfen auch nicht gegen die Interessen ihrer Mitmenschen, ja, (mehr …)
„Da wir nun, Brüder, durch das Blut Jesu Freimütigkeit haben zum Eintritt in das Heiligtum … und einen großen Priester über das Haus Gottes, so laßt uns hinzutreten mit wahrhaftigem Herzen in voller Gewißheit des Glaubens … .” – Hebräer 10:19 – 22 Der Apostel Paulus lenkt hier die Aufmerksamkeit auf die Kirche und besonders auf diejenigen, die mit den jüdischen Einrichtungen der damaligen Zeit vertraut waren. Es war eine Tatsache, daß die Aaronische Priesterschaft nur vorbildlich war, die für eine Zeit bestimmt wurde, größere Dinge darzustellen, und daß Gottes wirklicher Plan nicht durch die Aaronische Priesterschaft vom Haus Levi ausgeführt werden sollte. Ihre Opfer und Stiere und Böcke konnten keine Sünden wegnehmen. Diese von Jahr zu Jahr bestehende Einrichtung schützte nur Gottes vorbildliches Volk – bedeckte es vorbildlich – durch ihren Bund. Der Apostel weist darauf hin, daß es eine größere Priesterschaft nach der Ordnung Melchisedeks geben muß, und (mehr …)
„Werft nun eure Zuversicht nicht weg, die eine große Belohnung hat.ˮ – Hebräer 10:35 Bei einigen von des Herrn Volk gibt es einen Hang dazu, enttäuscht zu werden, zu denken, daß sie untreu geworden sind und so den Frieden ihres Herzens verlieren werden. In einigen Fällen führt dieses Gefühl der Enttäuschung zu solch einer Furcht und Not, daß der zweite Tod zu befürchten ist. Der Apostel scheint diesen Zustand in unserem Leittext im Sinn zu haben. Wir sind mit Unvollkommenheit umgeben, sowohl des Urteils als auch des Verhaltens, und diejenigen, die eine richtige Einschätzung von sich selbst haben, müssen wissen, daß sie den göttlichen Maßstab und ihr eigenes Versprechen, das sie bei ihrer Weihung gegeben haben, bei weitem nicht erfüllen können. Diese Erkenntnis sollte dazu führen, alle sehr demütig und sehr großzügig in der Einschätzung anderer zu machen, aber nicht Enttäuschung auszulösen. Paulus ermahnt alle, die so denken, mit den (mehr …)
„Denn dies ist der Wille Gottes: eure Heiligung … ” – 1. Thessalonicher 4:3 In unserem Leittext ist der Ausdruck „Dies ist der Wille Gottes” der Natur nach mehr ein Ratschlag, als ein Befehl. Wenn wir darüber nachdenken, welcher Klasse dieser Ratschlag gegeben wird, erkennen wir, daß er sich an diejenigen wendet, die den Wunsch haben, sich Gott zu nahen, und daß Er sich zu ihnen nahen möge. Gott hatte denen, die sich Seinem Willen in allem besonders unterwerfen, einen großen Lohn versprochen. Der Apostel Paulus erklärt, worin der Wille Gottes für diejenigen besteht, die in Seiner Nähe zu leben wünschen. Er sagt ihnen, daß es Gottes Wille ist, daß sie sich völlig zu Seinem Dienst absondern und ihr Leben in Seinem Werk niederlegen, daß in allen Angelegenheiten ihres Lebens ihre Herzen danach verlangen, Seinen Willen zu erkennen und zu tun. Mit liebevollen und beschwörenden Worten wendet sich der Apostel (mehr …)