Dies erwäget

Aus Worten gerechtfertigt oder verdammt werden

„Denn aus deinen Worten wirst du gerechtfertigt werden, und aus deinen Worten wirst du verdammt werden.” – Matthäus 12:37 Das Wort „gerechtfertigt”, das hier von unserem Herrn verwendet wird, ist nicht die Rechtfertigung, auf die im Neuen Testament hingewiesen wird. Die „Rechtfertigung durch Glauben”, von der Paulus schreibt, ist die Reinigung vor Gott derjenigen, die von Herzen Jesus als ihren Erretter angenommen haben. „Da wir nun gerechtfertigt worden sind aus Glauben, so haben wir Frieden mit Gott durch unseren Herrn Jesus Christus.” – Römer 5:1 Unsere Rechtfertigung besteht auf der Grundlage unseres Glaubens an Gott. Wir können nicht ohne Glauben in Seine Familie kommen. Der Apostel Jakobus erklärt, daß ein lebendiger Glaube sich durch Werke offenbart. Und Gott hat es für notwendig befunden und in Seinen Anordnungen gezeigt, damit wir unseren Glauben durch solche guten Werke kundtun, die zu verrichten wir imstande sind. So bringen uns Glaube und Werke zusammen (mehr …)

Wird der Mensch das „Verheißene Land” erreichen?

„Durch Glauben siedelte Abraham sich im Land der Verheißung an wie in einem fremden und wohnte in Zelten mit Isaak und Jakob, den Miterben der selben Verheißung; denn er erwartete die Stadt, die Grundlagen hat, deren Baumeister der Schöpfer Gott ist.” – Hebräer 11:9 – 10 Vor fünfzig Jahren, im April 1968, hielt Dr. Martin Luther King Jr. ein Referat in Memphis, Tennessee, das er mit den Worten beendete: „Ich wünsche nur Gottes Willen zu tun; und, daß Er mir erlaubt, auf den Berg hinaufzusteigen. Und ich habe umhergeschaut und habe das Verheißene Land gesehen. Ich vermag nicht mit euch dorthin zu gehen. Aber ich wünsche, daß ihr heute Nacht wißt, daß wir als ein Volk im Verheißenen Land ankommen werden. … Meine Augen haben die Herrlichkeit des Kommens des Herrn gesehen.” Dieser Vortrag sollte der letzte von Dr. King sein. Am nächsten Tag, als er sich außerhalb seines Motelraums (mehr …)

War Jakobs Handlungsweise gegenüber Esau unehrenhaft?

Es ist die Frage gestellt worden: Warum hat Jakob das Erstgeburtsrecht und die Segnung seinem Bruder Esau weggenommen? Warum hat er ihm das Gericht nicht gegeben, als er hungrig war, anstatt es ihm zu verkaufen? Der Gedanke scheint naheliegend, dass Esau und Jakob hungrig waren. Dass Jakob hungrig war, wird dadurch bewiesen, dass er das Essen zubereitet hatte. Es ist auch bewiesen, dass Esau hungrig war; aber niemand weiß, wer größeren Hunger hatte. Gehen wir davon aus, dass es bei beiden gleich war, und dass nicht genug für zwei Mahlzeiten vorhanden war. Esau sagte, dass er etwas zu essen wolle, und Jakob hielt das für den richtigen Zeitpunkt, sich etwas zu sichern, das Esau besaß, und woran dieser kein Interesse hatte. Man kann wohl auch annehmen, dass Esau in seinem ganzen Leben religiöse Dinge und Interessen vernachlässigt hat. Er heiratete ein in heidnische Familien aus der Umgebung, ließ dabei völlig (mehr …)

Schuldig – oder nicht schuldig?

„Denn siebenmal fällt der Gerechte und steht (doch wieder) auf.” – Sprüche 24:16 Einige von uns lebten, bevor sie zu Christus kamen, unbekümmert, vielleicht verlief ihr Leben auch auf schlechten sozialen und moralischen Bahnen. Wenn wir im Herrn wachsen, werden wir uns anscheinend zunehmend der Schwere unserer Sünden bewusst. Es kann ein Ringen dahingehend sein, dass Vergebung uns wahrhaftig etwas angeht. Dies kann auch dann besonders zutreffend sein, wenn wir uns in unserem christlichen Lauf gut fühlen, während wir noch mit unseren sündigen Neigungen kämpfen. Vielleicht hatten wir erwartet – oder letztlich gehofft – dass diese Neigungen sich auflösen würden, nachdem wir uns Jesus zuwandten. Immerhin zeigen doch die Schriften, dass Jesus uns heilen würde. Wir könnten daher fortwährend an unserer Echtheit als wahre Kinder Gottes zweifeln und die verbleibende Schuld empfinden. Wenn es scheint, dass die begangenen Sünden von ernsthafter Natur sind, vielleicht sogar Sünden, die andere geschädigt haben, (mehr …)