Des Christen Leben und Lehre

Unsere „eisernen Tore“

„Sie kamen an das eiserne Tor, das in die Stadt führte, das sich ihnen von selbst öffnete.“ 

Apostelgeschichte 12:10

Als Jesus in Gethsemane der Menge entgegentrat, die aus Jerusalem gekommen war, um ihn zu verhaften, zog Petrus sein Schwert und schlug bei dem Versuch, Jesus von seinen Feinden zu befreien, einem Knecht des Hohepriesters das Ohr ab. Jesus gebot Petrus, sein Schwert einzustecken, und erklärte, dass er seinen Vater nur zu bitten brauchte und er zwölf Legionen Engel senden würde, um ihn zu beschützen und zu befreien. (Matthäus 26:51-53)

Später, als Jesus vor Pilatus stand, der Behauptung beschuldigt, ein König zu sein, war dieser römische Statthalter etwas gereizt, weil der Meister so verschlossen war. Er fragte Jesus, ob ihm nicht die Würde seiner Stellung bekannt sei, und was es für ihn bedeuten würde, ein günstiges Urteil von ihm zu erhalten. Jesus aber antwortete: „Du hättest keinerlei Gewalt gegen mich, wenn sie dir nicht von oben gegeben wäre.“ (Johannes 19:11)

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„O ihr Korinther”

„O ihr Korinther! Unser Mund hat sich zu euch aufgetan, unser Herz ist weit geworden.”

2. Korinther 6:11

Es scheint durchaus begründet zu sein, zu dem Schluß zu kommen, daß der Herr die verschiedenen Angelegenheiten der Versammlungen der frühen Kirche in solch einer Art und Weise überwaltete, daß auf sie in den verschiedenen Briefen der Apostel immer wieder hingewiesen wird. Der Himmlische Vater wußte im Voraus, daß diese allgemeinen Verhaltensmuster und Erfahrungen während dieses gesamten christlichen Zeitalters unter Seinem Volk vorhanden sein würden. So wollte der Apostel durch das Schreiben dieser Briefe der ganzen Kirche aktuell in einer zeitgemäßen und wirksamen Weise dienen. Sicher gab es vieles in der Kirche von Korinth, das auch heute unter des Herrn Volk weitverbreitet ist. Ein großer Teil war lobenswert, aber einige Dinge waren es nicht.

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„Glückselig die Reinen im Herzen”

„Den Reinen ist alles rein; den Befleckten aber und Ungläubigen ist nichts rein, sondern befleckt ist sowohl ihre Gesinnung als auch ihr Gewissen. Sie geben vor, Gott zu kennen, aber in den Werken verleugnen sie ihn und sind greulich und ungehorsam und zu jedem guten Werk unbewährt.” „Behüte dein Herz, mehr als alles, was zu bewahren ist; denn von ihm aus sind die Ausgänge des Lebens.” – Titus 1:15; Sprüche 4:23

Die erste Schriftstelle unseres Leittextes ist eine äußerst schwere Anklage. Der Zusammenhang scheint anzudeuten, daß der Apostel einige anredete, die in einem gewissen Sinn mit der Sache des Herrn in Verbindung standen, deren Lehre und Lebensweise sich aber mit der Botschaft des Evangeliums im Widerspruch befanden. Ob er sich auf ungläubige Juden bezog, oder auf solche, die wenigstens dem Bekenntnis nach Nachfolger Christi geworden waren, können wir nicht mit Bestimmtheit sagen. Jedenfalls bezog er sich auf solche, die Gott zu kennen vorgaben, sei es durch das Gesetz oder durch das Evangelium. Die Worte scheinen anzudeuten, daß sie auf ihre Art Ankläger waren. An allem fanden sie etwas auszusetzen – niemand konnte etwas ganz recht machen, keine Lehren waren richtig. Wir alle haben Personen mit solchem Charakter getroffen – Leute, die nirgends etwas Reines oder Gutes sehen, und die die ganze Zeit andere verurteilen.

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„Wer wird bestehen?”

„Wer aber kann den Tag seines Kommens ertragen, und wer wird bestehen bei seinem Erscheinen? Denn er wird wie das Feuer des Schmelzers sein und wie die Lauge der Wäscher. Und er wird sitzen und das Silber schmelzen und reinigen; und er wird die Kinder Levi reinigen und sie läutern wie das Gold und wie das Silber, so daß sie Opfergaben dem Jahwe darbringen werden in Gerechtigkeit.”

Maleachi 3:2 und 3

Wer wird diese Erfahrung bestehen, fragt der Prophet zur Zeit des Erscheinens des Herrn. Bei seinem ersten Advent kam Jesus in das Seinige – zu dem jüdischen Volk – aber als eine Nation verwarfen und kreuzigten sie ihn. Es gab nur wenige, die die Prüfung bestanden – Johannes 1:11 und 12 Johannes der Täufer sagte von Jesus, indem er das Weizensammeln als ein Symbol benutzte: „Und er wird seine Tenne durch und durch reinigen und seinen Weizen in die Scheune sammeln.” – Matthäus 3:12 Hier gab es ein Prüfungs- und Reinigungswerk, das während unseres Herrn erster Erscheinung stattfand.

Folglich hat unser Herr sich das ganze Evangelium-Zeitalter hindurch jenen bekannt gemacht, die in einem rechten Zustand der Herzen waren, damit er sie reinigen, prüfen, und ihnen beistehen möge, um in seinen Fußstapfen zu wandeln und in sein Bild umgestaltet zu werden. – Römer 8:29 Jetzt, in den Tagen, in denen wir leben, während der Zeit unseres Herrn zweiter Gegenwart, gibt es auch eine besondere Prüfung. Er prüft den Einzelnen in seinem Volk. Jedes Glied der wahren Kirche muß geprüft, geläutert und gereinigt werden. Wer wird in diesen Erfahrungen bestehen?

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