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Unsere Zuflucht in der Zeit der Bedrängnis

„Geh hin, mein Volk, tritt ein in deine Kammer und schließe deine Tür hinter dir zu; verbirg dich einen kleinen Augenblick, bis der Zorn vorübergehe!”

Jesaja 26:20

Die Erntezeit am Ende des Evangelium-Zeitalters, in der wir jetzt leben, wird in den Schriften als eine für das geweihte Volk des Herrn bedeutsame Zeit beschrieben. Es ist eine Zeit großer Bedrängnis und schwerer Prüfung, die aber auch reiche Segnungen bereithält, die Gott über die ausgießt, die Sein sind. Es ist eine Zeit, in der Gottes Volk mit reichlicher „Speise zur rechten Zeit” versorgt wird, und wie Petrus später schrieb, dient sie dazu, daß „ihr in der gegenwärtigen Wahrheit befestigt seid”. – Lukas 12:37 und 42

Dies ist auch die Zeit, in der die „gegenwärtige böse Welt” zu Ende geht in Vorbereitung auf die Einrichtung einer neuen Weltordnung, „neuer Himmel und einer neuen Erde, in der Gerechtigkeit wohnt”. – Galater 1:4, 2. Petrus 3:7 ,10 und 13 Weil es eine turbulente Zeit ist, ist Gottes Volk von Problemen umgeben und Trübsalen und Nöten unterworfen, die mit dem Zusammenbrechen der Systeme dieser gegenwärtigen Welt einhergehen. Unser Leittext weist in Form einer Ermahnung auf diesen Aspekt unserer christlichen Erfahrungen hin, und was wir in Verbindung mit unserem Wettlauf über die Welt kommen sehen. Der Rat ist, daß wir einen Ort geistiger Zuflucht und Sicherheit aufsuchen, an den wir uns zurückziehen können, um ein Eindringen von allem, was den Neue Schöpfungen Schaden zufügen könnte, zu verhindern.

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Eine Frage, die den „Sündenbock” betrifft

Warum wurde am Versöhnungstag das Blut der Opfer als erstes für die Sünden des Priesters und seines Hauses oder die Familie der Leviten angewendet und als zweites für „die Sünden des ganzen Volkes”? Dann lesen wir von dem Bekennen der Übertretungen des Volkes auf das Haupt des Sündenbocks. Welche Sünden blieben übrig nach der Versöhnung mit dem Blut für alle?

Antwort:

„Wir erwidern, daß die gegenbildlichen Opfer des Versöhnungstages für die Sünden des ganzen Volkes, alle Adamische Schuld und Verurteilung für alle tilgt; und dies schließt alle erblichen Sünden und Mängel mit ein. Keine von diesen bleibt übrig, um über dem Haupt des Sündenbocks bekannt zu werden.

Aber es gibt andere Sünden, die zum Teil willentlich gegen ein bestimmtes Maß von Licht und Erkenntnis begangen wurden. Es handelt sich dabei um keine Adamischen Sünden, und sie sind auch nicht vom Sündopfer bedeckt. Es sind diese Sünden und Übertretungen, die so dargestellt werden, daß sie der Sündenbock-Klasse auferlegt sind – der „Großen Schar”. Im Gegenbild, das in Kürze in Erscheinung treten wird, wird der „Großen Schar” zugestanden werden, für einige der teilweise willentlich begangenen Sünden der Welt – besonders die „Babylons”, zu leiden.

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Scheinheiligkeit ist ein Feind gegenüber der Gottseligkeit

„Habt acht auf eure Gerechtigkeit, daß ihr sie nicht vor den Menschen übt, um gesehen zu werden.”

Matthäus 6:1

Vielleicht wurde von dem großen Lehrer keine andere Sünde so rundweg und völlig angeprangert wie die Sünde der Scheinheiligkeit. Ihre Gemeinheit wird selbst von solchen, die sie praktizieren, bemerkt und anerkannt. Sie ist Falschheit und Täuschung, das genaue Gegenteil von Rechtschaffenheit und Wahrheit. Egal in welcher Form der Heuchler erscheinen mag, in Zeremonien und Verkleidungen, kann er Gott nicht täuschen. Binnen kurzem kann er sicher sein, daß seine Mißachtung auch gegenüber seinen Mitmenschen offenbar wird. So sicher wie einer unehrenhaft ist, der sich heuchlerisch verhält, ist er der Wahrheit unwürdig – und nicht von der Art, die der Herr jetzt „zieht” und „beruft” zur Gemeinschaft in dem Leib Christi, der auserwählten Kirche. Der Scheinheilige kann daher die Wahrheit nicht erkennen, nicht begreifen. Solche leben auf der Ebene der Unehrlichkeit und in jenem Sinn des Wortes der Ungerechtigkeit oder Unreinheit und der Wahrheit für unwürdig.

Dies bedeutet jedoch nicht, daß alle Heuchler des Zweiten Todes, der Vernichtung, würdig sind. Es bedeutet nur, daß sie nicht würdig sind, einen Platz mit jenen zu bekommen, die jetzt gerufen werden, Miterben mit Christus in seinem Millennium-Königreich zu sein. Gott sei Dank erwies sich alles, was von den dunklen Zeitaltern ausging und die ewige Qual als göttliche Vorsehung für alle betraf, die nicht von der Kleinen Herde waren, als falsch, als gotteslästerliche Falschdarstellung der Liebe und Gerechtigkeit Gottes. Das Millennium-Königreich ist für diesen Zweck des besonderen Handelns mit solchen vorgesehen, die heuchlerisch und anders verwerflich sind. Unter dessen Einschränkungen, Korrekturen, Belohnungen und Strafen können viele von ihnen „Gerechtigkeit lernen”, wie die Schriften uns versichern. – Jesaja 26:9 Es werden nur diejenigen, die sich endgültig nicht ändern wollen, im Zweiten Tod vernichtet werden.

Unser heutiges Studium veranschaulicht verschiedene Formen der Scheinheiligkeit und verurteilt sie alle.

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Das Herz ist wichtiger als der Verstand

„Behüte dein Herz, mehr als alles, was zu bewahren ist!”

Sprüche 4:23

Wir sehen ein, daß unser Verstand zu bewahren ist, und einige von uns mögen zu irgendeiner Zeit geneigt gewesen sein, zu sagen: „Behüte deinen Verstand – in Bezug auf die Lehren Christi – mehr als alles, was zu bewahren ist, und dein Herz wird in Ordnung sein, denn Gott wird es bewahren.” Dies ist jedoch eine Fehlinterpretation. Gott hat die Sache in der richtigen Reihenfolge festgelegt. Wir sind nicht zuständig und verantwortlich, unseren Verstand zu behüten. Wir sind zuständig und verantwortlich, unser Herz zu behüten. Wenn wir fleißig bemüht sind, zu wachen, unsere Herzen vor dem Bösen zu bewahren und in völliger Harmonie mit dem göttlichen Wort und Seinem Geist der Wahrheit, Gerechtigkeit und Liebe zu halten, wird Gott das Übrige tun. Er wird unsere unvollkommenen Denkfähigkeiten leiten, und wir werden Seine Lehren erkennen.

Das Herz zu behüten, bedeutet über un-sere Gefühle zu wachen. Es deutet eine kritische Inspektion aller Motive des Lebens an. Warum sprechen wir? Worin besteht das erwünschte Ziel? Warum tun wir dieses oder jenes? Ist das Motiv ehrenhaft, gerecht und liebenswert? Lieben wir Gerechtigkeit? Hassen wir Ungerechtigkeit? Ist die Liebe Gottes mehr und mehr in unsere Herzen ausgegossen? Nimmt sie im Hinblick auf Gott, auf den Menschen und auf die Geschwister zu? Dies alles beinhaltet zu wachen, „unsere Herzen zu behüten” und es zeigt uns, daß wenn ein selbstsüchtiger Gedanke oder ein Motiv oder ein selbstsüchtiger Wunsch irgendwo lauernd gefunden wird oder sich in unser Handeln oder sich in unseren Worten bemerkbar macht, dies völlig abgelehnt werden muß, damit das Herz lauter und rein bleiben kann. Das Herz zu behüten, bedeutet auch Aktivitäten in Liebe, Wohlwollen und Hilfsbereitschaft zu zeigen und die Kultivierung der Gedanken und Gefühle im Zusammenhang mit dem Göttlichen. Es beinhaltet nicht nur die Reinigung des Herzens, sondern auch die Anreicherung mit den Früchten und Gnaden der Heiligkeit und Liebe, so daß es annehmbar für den Herrn sein kann. Und es ist ebenso sicher, daß Ungerechtigkeit oder Sünde oder Unreinheit, wenn sie zu irgendeinem Maß erlaubt wird, das Herz entsprechend besudelt und unannehmbar für den Herrn macht und dazu führt, von Ihm zurückgewiesen zu werden.

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