2023

„Wer wird bestehen?”

„Wer aber kann den Tag seines Kommens ertragen, und wer wird bestehen bei seinem Erscheinen? Denn er wird wie das Feuer des Schmelzers sein und wie die Lauge der Wäscher. Und er wird sitzen und das Silber schmelzen und reinigen; und er wird die Kinder Levi reinigen und sie läutern wie das Gold und wie das Silber, so daß sie Opfergaben dem Jahwe darbringen werden in Gerechtigkeit.”

Maleachi 3:2 und 3

Wer wird diese Erfahrung bestehen, fragt der Prophet zur Zeit des Erscheinens des Herrn. Bei seinem ersten Advent kam Jesus in das Seinige – zu dem jüdischen Volk – aber als eine Nation verwarfen und kreuzigten sie ihn. Es gab nur wenige, die die Prüfung bestanden – Johannes 1:11 und 12 Johannes der Täufer sagte von Jesus, indem er das Weizensammeln als ein Symbol benutzte: „Und er wird seine Tenne durch und durch reinigen und seinen Weizen in die Scheune sammeln.” – Matthäus 3:12 Hier gab es ein Prüfungs- und Reinigungswerk, das während unseres Herrn erster Erscheinung stattfand.

Folglich hat unser Herr sich das ganze Evangelium-Zeitalter hindurch jenen bekannt gemacht, die in einem rechten Zustand der Herzen waren, damit er sie reinigen, prüfen, und ihnen beistehen möge, um in seinen Fußstapfen zu wandeln und in sein Bild umgestaltet zu werden. – Römer 8:29 Jetzt, in den Tagen, in denen wir leben, während der Zeit unseres Herrn zweiter Gegenwart, gibt es auch eine besondere Prüfung. Er prüft den Einzelnen in seinem Volk. Jedes Glied der wahren Kirche muß geprüft, geläutert und gereinigt werden. Wer wird in diesen Erfahrungen bestehen?

Mehr erfahren

In die Wüste getrieben

Markus 1:9 – 11 und Matthäus 4:1 – 11

„Denn worin er selbst gelitten hat, als er versucht wurde, vermag er denen zu helfen, die versucht wurden.”

Hebräer 2:11

Unsere heutige Betrachtung ist eine höchst interessante. Sie weist auf die Zeit hin, da Jesus das Alter von 30 Jahren erreichte und sich folglich Gott als das Sündopfer der Welt ohne Fehl darstellen durfte. Der Apostel Paulus zitierte die Worte des Propheten als auf ihn anwendbar: „Siehe, ich komme, um deinen Willen, oh Gott, zu tun”, wie es in der Rolle des Buches von mir geschrieben steht. Ich stelle mich jetzt dar, um das Gegenbild, der Erfüller jeder Weissagung zu werden, welche die göttliche Weisheit hat berichten lassen, und das Gegenbild von jedem Teil des Gesetzes, der sich auf mich bezieht.

Dort wurde der Erlöser das gegenbildliche Passahlamm, der gegenbildliche Stier des Sündopfers vom Versöhnungstage. Dort gab er sein Leben hin, um des Vaters Willen zu tun; dort starb er als der Mensch Jesus; dort wurde er als der gegenbildliche Stier getötet; Dort wurde er vom Heiligen Geist gezeugt, und wurde der gegenbildliche Priester – der Opferer. Während der folgenden dreieinhalb Jahre seines Amtes führte er diese Weihung aus und vollendete sie auf Golgatha, als er rief: „Es ist vollbracht!”

Mehr erfahren

Er predigte den Geistern im Gefängnis

„In diesem ist er auch hingegangen und hat den Geistern im Gefängnis gepredigt.”

1. Petrus 3:19

Unser Leittext hat viele Spekulationen hervorgerufen. Einige Menschen haben behauptet, daß er bedeuten würde, Christus sei nach seinem Tod am Kreuz und vor seiner Auferstehung zu einem Ort gegangen, an dem menschliche Geister in einer Art von Fegefeuer im Gefängnis sind, und daß er ihnen dort predigte. Aber nicht nur die katholische Lehre vertritt diese Theorie, sondern auch viele Protestanten halten daran fest, daß den Toten gepredigt ihnen beigestanden werden müsse, der ewigen Qual zu entfliehen. Alles dies ist falsch, und wie wir im folgenden zeigen werden, steht es im genauen Gegensatz zu den Lehren unseres Leittextes und seines Zusammenhanges.

Diejenigen, denen gepredigt wurde, waren keine menschlichen Wesen, sondern geistige Wesen – keine Menschen, sondern Engel. Dies wird in 1. Petrus 3:20 deutlich erklärt, der uns sagt, wann diese Engel ins Gefängnis kamen und aus welchem Grund. Sie wurden in den Tagen Noahs, zur Zeit der Flut, ins Gefängnis geworfen. Sie kamen wegen ihres Ungehorsams ins Gefängnis. Wir lesen in 1. Petrus 3:19: „In diesem ist er auch hingegangen und hat den Geistern im Gefängnis gepredigt, die einst ungehorsam gewesen waren, als die Langmut Gottes in den Tagen Noahs abwartete, während die Arche gebaut wurde.” Wenn wir uns mit den Geschehnissen jener Zeit in 1. Mose befassen, so finden wir dort einen ziemlich vollständigen Bericht über diese ungehorsamen Geister. – 1. Mose 6:1 – 5

Mehr erfahren

Sprich, daß diese Steine Brote werden

Die Heilige Schrift berichtet darüber, daß Jesus nach seiner Taufe im Jordan vom Geist in die Wüste geführt wurde, um von dem Teufel versucht zu werden. Jesus hatte sich in allem dem Willen seines Vaters übergeben, und der Vater hatte seine Weihung mit den vom Himmel kommenden Worten bestätigt: „Dieser ist mein geliebter Sohn, an dem ich Wohlgefallen gefunden habe.” – Matthäus 3:17

Gott hatte in Eden zur Schlange gesagt: „Und ich will Feindschaft setzen zwischen dir und dem Weibe, zwischen deinem Samen und ihrem Samen; derselbe soll dir den Kopf zermalmen und du wirst ihn in die Ferse stechen.” – 1. Mose 3:15 (nach der Schlachter-Übersetzung)

Wir können davon ausgehen, daß der Widersacher in Jesus Christus diesen Samen erkannt hatte, der schließlich seinen Kopf zermalmen würde, und so handelte er mit Verschlagenheit, als hilfreicher „Engel des Lichts” kommend, um Jesus zu versuchen und zur Sünde zu verleiten. Satan wartete bis Jesus nach vierzigtägigem Fasten ermüdet und hungrig war, und trat dann mit den heuchlerischen Worten an ihn heran: „Wenn du Gottes Sohn bist, so sprich, daß diese Steine Brote werden.” – Matthäus 4:3

Mehr erfahren