Jesus

Das Passah im Vorbild und im Gegenbild

„Denn auch unser Passah(lamm), Christus, ist geschlachtet: Darum laßt uns das Fest feiern, nicht mit altem Sauerteig, auch nicht mit Sauerteig der Bosheit und Schlechtigkeit, sondern mit Ungesäuertem der Lauterkeit und Wahrheit.”

1. Korinther 5:7 und 8

Die Passahfeier, die erste Einrichtung der göttlichen Gunst bei der Nation Israel, stellte bildlich die von unserem Herrn Jesus Christus eingesetzte Einrichtung göttlicher Gunst in der Abendmahlsfeier oder heiligen Gemeinschaft dar. Wie der Apostel in unserem Leittext zeigte, war das jüdische Passah ein Schatten oder Vorbild der besseren Dinge des wirklichen Passahs, mit dem wir Christen zu tun haben. Wir sind jedoch zu unserem Verständnis nicht nur abhängig vom jüdischen Vorbild, denn wir haben klare, göttliche Aussagen von unserem Herrn und den Aposteln in Bezug auf das Verhältnis zwischen Christus und seiner Kirche und der besonderen Errettung der Auserwählten. Trotzdem finden wir in den Vorbildern des Passahs viele Einzelheiten, die uns großartig dabei helfen, das Gegenbild zu verstehen. Zu allererst sollten wir beachten, daß das Passah direkt nur die Erstgeborenen von Israel betraf, obgleich indirekt auch alle Übrigen aus dem Volk Israel berührt wurden. Es ist festzustellen, daß die letzte Plage, die über Ägypten kam, den Tod aller ihrer Erstgeborenen mit sich brachte. Die Feier des Passah geschieht aufgrund der Tatsache, daß die Erstgeborenen Israels verschont wurden, oder daß der Todesengel in jener Nacht an ihnen vorüberging. Und genauso wie die jüngeren Kinder der Ägypter nicht gefährdet waren, so waren auch die jüngeren Kinder der Israeliten nicht in Gefahr. Daher wurde an den letzteren nicht vorbeigegangen. Sie waren jedoch sicherlich an dem Vorübergehen oder Verschonen der Erstgeburten interessiert, nicht nur wegen ihrer Verwandtschaft, sondern wegen des Herrn Vorsehung, daß jene Erstgeborenen am nächsten Tag Führer und Befreier des Volkes wurden, als sie von Ägypten weggingen. – 4. Mose 8:17 und 18

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Das groß und herrlich gemachte Gesetz

„Er macht das Gesetz groß und herrlich.”

Jesaja 42:21

„Wo kein Gesetz ist, (da ist) auch keine Übertretung”, scheint ein Grundsatz zu sein – eine selbstverständliche Wahrheit. – Römer 4:15 Niemand könnte ein Gesetz übertreten, das ihm nicht gegeben wurde, und das auf ihn nicht anwendbar ist. In seiner Diskussion über die jüdische Sicht des Mosaischen Gesetzes benutzt Paulus dieses Argument, um zu zeigen, daß die Juden die Sache falsch verstanden. Sie hatten den Gedanken, daß sie in Gottes Sicht durch das Gesetz gerechtfertigt waren, weil Gott ihnen am Sinai das Gesetz gegeben hatte. Aber ein Gesetz zu empfangen bedeutet nicht, jenes Gesetz auch zu halten. Daher zeigt der Apostel ihnen, daß aus Gesetzeswerken kein Fleisch vor Gott gerechtfertigt werden kann. – Römer 3:20

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Zwei unterschiedliche Errettungen

„Wie werden wir entfliehen, wenn wir eine so große Errettung mißachten? Sie ist (ja), nachdem sie ihren Anfang (damit) genommen hatte, daß sie durch den Herrn verkündet wurde, uns gegenüber von denen bestätigt worden, die es gehört haben.”

Hebräer 2:34

In der Vergangenheit haben viele diese Worte mißverstanden – eine so große Errettung – und haben gedacht, daß sie sich nur auf „Auserwählte” bezöge, auf die wenigen heiligen Nachfolger unseres großen Erlösers. Sicherlich sollte es nicht falsch verstanden werden, wenn eine engere Betrachtung des Wortes Gottes uns zeigen würde, daß, wie die Himmel höher sind als die Erde, so auch Seine Wege höher sind als die unsrigen. – Jesaja 55:9

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Die Verantwortung der Neuen Schöpfungen gegenüber dem göttlichen Gesetz

Der Gesetzesbund war ein Bund, den Gott mit Israel auf der Grundlage der Einhaltung des Gesetzes schloß, das in einer Kurzform in den Zehn Geboten ausgedrückt wurde. Der Apostel Paulus erklärt, daß unser Herr unter dem Gesetz geboren wurde; nicht nur unter den Zehn Geboten, sondern unter dem Gesetzesbund. – Galater 4:4 Der Apostel zeigt anderswo, daß dieser Gesetzesbund jene Hinzufügung zum Abrahamischen Bund war, der durch Hagar und nicht durch Sarah vorgeschattet wurde. Unser Herr war unter diesem Hagar-Bund, danach unter dem Gesetzesbund, – dem Bund des Fleisches – bis zu der Zeit, als er dreißig Jahre alt wurde.

Wir haben keinen Bericht, der den Gehorsam unseres Herrn gegenüber dem Gesetz betrifft, bevor er erwachsen wurde, obwohl wir begründet glauben können, daß er den Gesetzesbund hielt. Die Zeit seiner besonderen Trübsal begann aber mit seiner Taufe. Die Tatsache, daß Gott willens war, in einen Opferbund mit unseren Herrn einzutreten, zeigt, daß er zu jener Zeit vollkommen war. Unser Herr verharrte darin, den Gesetzesbund während der Zeit seines Dienstes zu halten und opferte zur gleichen Zeit jene Rechte, die ihm gehörten, weil er das Gesetz hielt.

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