Zeitschrift Tagesanbruch

Die unterschiedliche Auferstehung der Kirche und der Welt

Wir werden einige Schrifttexte betrachten, die gewöhnlich nicht verstanden werden, die uns aber befähigen, die klare Unterscheidung hervorzuheben, die sich zwischen der Auferstehung der Kirche und der Auferstehung der Welt im Allgemeinen ergibt.

In 1. Thessalonicher 4:14 und 16 erwähnt der Apostel zwei Klassen – die, „die in Christus schlafen” und „die Toten in Christus”. Unseres Herrn Lösegeldopfer, das auf Golgatha vollendet wurde, hat die Zukunft des Adamischen Geschlechts verändert, so daß jetzt gesagt werden kann, daß es „in Christus schläft”. Die Welt ist daher nicht als ausgelöscht zu betrachten, als ewig tot, sondern als schlafend, als auf die vom Vater zuvor festgelegte Zeit wartend, „in der alle, die in den Gräbern sind, seine Stimme [die Stimme des Sohnes Gottes] hören und hervorkommen werden.” – Johannes 5:28 und 29

„Die Toten in Christus” ist jedoch ein Ausdruck, der sich nur auf die auserwählte Kirche beziehen läßt. Der Ruf, in Christus (den Gesalbten) getauft zu sein, ist ein Geschenk, das auf die „berufene und erwählte und treue Kirche” des Evangelium-Zeitalters beschränkt ist. Der Apostel weist hier auf solche hin, die vom Heiligen Geist gezeugt und später in den Todesschlaf gefallen sind.

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„Liebst du mich mehr als diese?” – Johannes 21:15 – 22

Wir befassen uns hier mit der fünften Kundgebung unseres Herrn nach seiner Auferstehung – einige würden sagen mit der siebten, indem sie, anders als wir es tun, unseres Herrn Kundgebung gegenüber Maria dazu zählen, auf die in Matthäus als seine Erscheinung gegenüber der „Frau” hingewiesen wird, und daß er sich Petrus zeigte, was auf seinem Weg nach Emmaus geschah. Alle diese Kundgebungen, ob sie nun vier oder sechs Mal zu zählen sind, erschienen in den ersten acht Tagen nach der Auferstehung unseres Herrn – an den zwei ersten Tagen oder Sonntagen in oder in der Nähe von Jerusalem. Was wir kennzeichnen, ist, daß die fünfte Erscheinung in einem anderen Teil des Landes stattfand, in Galilea, und sie geschah wahrscheinlich zwei Wochen später. Es wird kein Bericht über die Handlungen der Apostel in der Zwischenzeit gegeben, aber wir können Vermutungen äußern. Sie warteten wahrscheinlich in Jerusalem, was am dritten und möglicherweise am vierten Sonntag nach der Auferstehung geschehen würde und waren enttäuscht, daß unser Herr keine weitere Kundgebung machte. Sie erinnerten sich danach vielleicht an die Botschaft, die Jesus durch Maria gesandt hatte, daß er ihnen in Galilea begegnen würde.

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Verwaltung der Pfunde und Talente

Wer im Geringsten treu ist, ist auch in vielem treu, und wer im Geringsten ungerecht ist, ist auch in vielem ungerecht.

Lukas 16:10 und 19:11-27 (vergleiche auch Matthäus 25:14-30 und 1. Korinther 4:1-7)

Das Gleichnis von den Pfunden und das Gleichnis von den Talenten illustrieren von verschiedenen Standpunkten die Verantwortung, die das Volk Gottes bei der Verwaltung derselben hat. Paulus sagt: „Dafür halte man uns: für Diener Gottes und Verwalter der Geheimnisse Gottes.” Dieser Verwaltungsauftrag und Dienst, der in einem besonderen Sinn den Aposteln zuteil wurde, schließt auch die ganze Evangeliumskirche mit ein, alle, die die Salbung und den Auftrag dazu haben und folglich Verantwortung für dieses heilige Vertrauen haben. – Jesaja 61:1 und 2 Und als Verwalter Gottes besitzen wir nichts, was uns selbst zu eigen ist, nichts mit dem wir handeln können, wie wir möchten, denn der Apostel sagt: „Was aber hast du, das du nicht empfangen hast?” Nichts! Und was können wir unser eigen nennen, das nicht in unserem Weihebund mit Gott enthalten ist? Nichts! Folglich gehört alles, was wir haben, Gott, und wir sind nur Verwalter Seiner Güter.

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Die Kontrolle der Zunge ist eine Notwendigkeit

Ich sage euch aber, daß die Menschen von jedem unnützen Wort, das sie reden werden, Rechenschaft geben müssen am Tag des Gerichts.

Matthäus 12:36

Unser Herr wandte sich an einige der Schriftgelehrten und Pharisäer, die versuchten, ihn „in seinen Worten zu fangen” – um aus der Formalität der Sprache einen Vorteil zu ziehen. In ihrem Bemühen, ihn anzufeinden, unternahmen jene Schriftgelehrte und Pharisäer alles, was sie tun konnten, ihn aus der Fassung zu bringen oder ihn in seiner Argumentation zu bezwingen, sogar bis zu dem Übermaß, daß sie Argumente benutzten, die sie in Wirklichkeit nicht glaubten. Dies ist eine sehr gefährliche Einstellung. Egal wie gerecht unser Grundsatz als ein Ganzes sein sollte, dürfen wir keine Zuflucht zu irgendeinem Mißbrauch der Sprache nehmen, um das zu stützen, was, wie wir denken, die Wahrheit sein soll.

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