Zeitschrift Tagesanbruch

Stärke und Frieden

„Jahwe wird Stärke geben seinem Volke, Jahwe wird sein Volk segnen mit Frieden.”

Psalm 29:11

Wenn wir zurückblicken auf die Jahre, die verstrichen sind, seit wir den „Jubelschall” des Evangeliums kennengelernt haben und uns völlig dem Herrn geweiht haben, sehen wir mit Kummer die Unvollkommenheiten selbst unserer größten Bemühungen. Und wenn wir vorausschauen, sehen wir die Schwierigkeiten, die unserem Vorankommen entgegenzustehen scheinen. So müssen wir unbedingt unseren schwindenden Mut anfeuern durch die großen Verheißungen von Gottes Gnade, uns zu jeder Zeit, zu der wir es brauchen, Hilfe zu leisten. Unter anderem haben wir die segensreiche Zusicherung, daß der Herr „seinem Volk Kraft gibt”. „Und rufe mich an am Tage der Bedrängnis: ich will dich erretten, und du wirst mich verherrlichen.” – Psalm 50:15 Als Soldaten unter unserem großen Hauptmann haben wir uns nicht auf einen undefinierten Kampf eingelassen, es sei denn unsere Zaghaftigkeit oder unser Mangel an Glauben bewirke dies. Durch die ganze Waffenrüstung Gottes sind wir vollkommen gewappnet und lückenlos behütet gegen die feurigen Pfeile des Widersachers – wenn wir sie denn hernehmen und sorgfältig anlegen. Unser Hauptmann ist beständig bei uns, vorausgesetzt wir folgen unentwegt seiner Leitung. Mitten im Kampfgetöse können wir seine inspririerende Stimme „Fürchte dich nicht, du kleine Herde, denn es hat eurem Vater wohlgefallen, euch das Reich zu geben” hören. – Lukas 12:32 Und „… seid guten Mutes, ich habe die Welt überwunden.” – Johannes 16:33 Durch Treue werden wir Gott verherrlichen, der uns von allen Feinden befreien wird, denen, die wir kennen, und denen, die wir nicht kennen.

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Gesetzesgerechtigkeit und Glaubensgerechtigkeit

„Denn nicht durch das Gesetz erhielt Abraham und sein Same die Verheißung, daß er der Welt Erbe sein sollte, sondern durch die Gerechtigkeit des Glaubens.”

Römer 4:13 (Schlachter-Übersetzung)

Geweihte Gläubige sind während dieses Evangelium-Zeitalters nicht unter dem Gesetzesbund entwickelt worden – weder unter dem alten Mosaischen Gesetzesbund, noch unter dem verheißenen Neuen Bund. Dennoch werden die Fußstapfennachfolger Christi an dem göttlichen Gesetzesstandard gemessen, wie auch der Apostel Paulus erklärt, „damit die Rechtsforderung des Gesetzes erfüllt wird in uns, die wir nicht nach dem Fleisch, sondern nach dem Geist wandeln.” – Römer 8:4

Die Juden konnten unter dem Gesetzesbund nicht gerechtfertigt werden – das heißt, nicht gerecht gemacht werden – weil sie jenes Gesetz nicht buchstäblich halten konnten. Zusätzlich besaß Mose, der Mittler des Gesetzesbundes, kein Verdienst oder keine Gnade, die er dem Volk hätte erweisen können, welche sie gegenüber dem Buchstaben des Gesetzes hätten entschuldigen und den Geist des Gesetzes zu ihrer Rechtfertigung hätten verfügbar machen können.

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Das Strafen der Werke der Finsternis

„Ein Spötter ist der Wein, ein Lärmer der Rauschtrank, und jeder, der davon taumelt, ist unweise.”

Sprüche 20:1

Die Begriffe „Licht” und „Finsternis” werden in sinnbildlicher Weise zur Bezeichnung von Wahrheit und Unwahrheit oder von Gerechtigkeit und Sünde gebraucht. So sagt beispielsweise der Apostel Johannes: „Dies ist die Botschaft, die wir von ihm gehört haben und euch verkündigen: daß Gott Licht ist und gar keine Finsternis in ihm ist.” – 1.Johannes 1:5 Und unser Herr selbst sagt: „Ich bin das Licht der Welt”; lasset euer Licht leuchten vor den Menschen, damit sie eure guten Werke sehen und euren Vater, der in den Himmel ist, verherrlichen.” – Johannes 8:12 und Matthäus 5:16

Im Gegensatz dazu wird Satan als der „Fürst der Finsternis” bezeichnet, während seine Herrschaft der Ungerechtigkeit als das „Reich der Finsternis” und diejenigen, die unter seinem Einfluß stehen, als die „Kinder der Finsternis” bezeichnet werden. Und böse Werke, die dem Herrn und der Gerechtigkeit zuwider sind, werden „Werke der Finsternis” genannt. Dadurch, daß unsere ersten Eltern sündigten, verloren sie die Gemeinschaft mit Gott; und infolge ihres Ungehorsams wurden sie Kinder des Widersachers. Als Jesus auf Erden wandelte, sagte er zu denen, die ihm widersprachen: „Ihr seid aus dem Vater, dem Teufel, und die Begierden eures Vaters wollt ihr tun.” – Johannes 8:44

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Der Bund der Beschneidung

„Und er gab ihm (Abraham) den Bund der
Beschneidung.”

Apostelgeschichte 7:8

Der Begriff der Beschneidung wird zuerst in 1. Mose 17 erwähnt. Gott spricht zu Abram und teilt ihm mit, daß Er im Begriff ist, mit ihm in ein Bündnisverhältnis einzutreten. Er ändert Abrams Namen in Abraham und verheißt ihm und seinem Samen nach ihm das ganze Land Kanaan zu einem „ewigen Besitztum”. Als einen Beweis oder Zeichen dieser besonderen Bündnisbeziehung zwischen Gott, Abraham und Abrahams Samen, fordert Gott, daß der 99jährige Abraham beschnitten werde, und daß jeder Männliche in seinem Haus, ob er nun ein Glied der Familie sei oder Sklave, auch beschnitten werde. Von diesem Zeitpunkt an sollten alle, die in Abrahams Familie eintraten, oder die seiner Kinder, oder der Kinder seiner Kinder, ewiglich dieser Zeremonie folgen, um dadurch anzuzeigen, daß sie ein Teil dieser Bündnisvereinbarung seien.

Die Prozedur war nicht freiwillig: „Ein unbeschnittener Männlicher aber, der am Fleisch seiner Vorhaut nicht beschnitten ist, diese Seele soll ausgerottet werden aus ihrem Volk; meinen Bund hat er ungültig gemacht.” – 1. Mose 17:14

Ismael war 13 Jahre alt, als er und sein Vater beschnitten wurden. Aus diesem Grund beschneiden Araber, die ihre Abstammung von Abraham über Ismael zurückführen, noch ihre Männlichen im Alter von 13 Jahren. Gott sagte jedoch, daß von jener Zeit an die Beschneidung durchgeführt werden sollte, wenn ein Männlicher 8 Tage alt wäre. Danach wurde nun Isaak, der ein Jahr später geboren wurde, am 8. Tag beschnitten. Die besondere Bedeutung des 8. Tages war so groß, daß, als Israel die zehn Gebote empfing, die festlegten, daß keine Tätigkeit am Sabbat verrichtet werden durfte, eine Ausnahme gemacht wurde hinsichtlich der Beschneidung. Jesus benutzte diese Ausnahme in seiner Antwort an die Pharisäer, die ihn anklagten, daß er den Sabbat verletze, indem er einen Menschen heilte: „Mose gab euch die Beschneidung – nicht daß sie von Mose sei, sondern von den Vätern – und am Sabbat beschneidet ihr einen Menschen. Wenn ein Mensch die Beschneidung am Sabbat empfängt, damit das Gesetz Moses nicht aufgehoben wird, (wieso) zürnt ihr mir, daß ich einen ganzen Menschen gesund gemacht habe am Sabbat?” – Johannes 7:22 und 23

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