Zeitschrift Tagesanbruch

Das Blut der Besprengung des Passah

„[…] und sieht er das Blut an der Oberschwelle und an den beiden Pfosten […] so wird Jahwe […] dem Verderber nicht erlauben, in eure Häuser zu kommen, um euch zu schlagen.”

2. Mose 12:23

Zur Zeit des Gedächtnismahls richtet sich das Interesse von Christen besonders auf das Schlachten des Lamms, das dem Passahfest vorausging. Das Passahlamm wurde am 14. Tag des Monats Nisan geschlachtet. Das Gedächtnismahl findet statt zur Erinnerung an den Tod des gegenbildlichen Passahlamms. Wir bedauern sehr, daß Millionen von Christen und Juden in Zeremonien und nur der Form halber dieses ganz besondere Ereignis der Geschichte begehen, und daß nur wenige aus den Religionsgemeinschaften die wahre Bedeutung der Feier erkennen.

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„Was hast du getan?”

„Pilatus antwortete … Deine Nation und die Hohen Priester haben dich mir überliefert. Was hast du getan?”

Johannes 18:35

Wenn eine beschuldigte Person vor einen Richter gebracht und einer Missetat angeklagt wird, ist sie schnell geneigt, die Tat zu leugnen. Wenn gefragt wird, wie es bei Jesus der Fall war, „Was hast du getan?”, diktiert die menschliche Weisheit, daß die Antwort sein sollte, „Ich habe nichts getan!” Jesus antwortete Pilatus auf seine Frage nicht mit dieser Antwort. Unser Herr war nicht dort, um sich selbst zu verteidigen, und er konnte nicht wahrheitsgemäß sagen, daß er nichts getan hatte. Er hatte dreieinhalb Jahre damit verbracht, viele wundervolle Dinge zu tun. Seine Handlungen hatten den Haß der religiösen Führer Israels erregt, und sie hatten ihn nun vor Pilatus gebracht mit der Forderung, daß er gekreuzigt würde.

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Der Ruf zum Dienst

Hier bin ich, sende mich

Jesaja 6:8

Im nachstehenden Text geht es um die Betrachtung von Jesajas Vision. Deren Schauplatz war der Tempel in Jerusalem, auch „Das Haus Jahwes” genannt. Doch anstelle des Heiligen, des Allerheiligsten, des Gnadenstuhls, des Schaubrottisches und des goldenen Leuchters war alles anders: Da war ein herrlicher goldener Thron, und auf diesem Thron saß der Herr. An beiden Seiten des Herrn, die göttlichen Wesensmerkmale abbildend, standen die vier Seraphim, während der ganze Tempel mit der Schar von Nachfolgern voll war. Der Raum war erfüllt von überirdischem Licht, und zwei der Seraphim riefen: „Heilig, heilig, heilig ist Jahwe der Heerscharen.” Die beiden auf der anderen Seite antworteten: „… die ganze Erde ist voll seiner Herrlichkeit!” Daraufhin „erbebten die Grundfesten der Schwellen” und ein eintrübender Rauch erfüllte den Tempel und ließ die Glorie matt werden.

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Sündige nicht mit deiner Zunge

Ich will meine Wege bewahren, dass ich nicht sündige mit meiner Zunge; ich will meinen Mund mit einem Maulkorbe verwahren, so lange der Gesetzlose vor mir ist.

Psalm 39:1

Unsere alltäglichen Gedanken haben viel zu tun mit unserer Sprache, mit unseren alltäglichen Gesprächen. Jeder, der also seine Gedanken recht unter Kontrolle hat, wird sich in jedem Wortsinn im Zaum halten. Wenn deine Wege dem Herrn wohlgefallen, wenn deine Wege nach der Gerechtigkeit ausgerichtet sind, dann wird dein Mund aus der Fülle des Herzens zur Auferbauung deines Zuhörers beitragen. Da es der richtige Weg ist, werden auch die Äußerungen angemessen sein. Im Allgemeinen lieben die Leute sich selbst und vermeiden es, etwas Bitteres oder Unfreundliches über sich selbst zu sagen. Wenn aber jemand seine Mitmenschen hasst, wird er problemlos etwas Bitteres oder Unfreundliches über ihn sagen.

Auch wenn die Zunge eines der nützlichsten Glieder des Körpers ist, so muss man ihr doch einen Zaum anlegen, sie zügeln und kontrollieren. Mit der Zunge können wir unseren Gott ehren, oder wir können Ihn lästern. Wenn böse Menschen uns hören, müssen wir noch mehr auf der Hut sein als bei Aufrichtigen, denn bei ersteren ist die Denkrichtung nach Bösem orientiert. In ihrer Gegenwart sind wir erniedrigenden Einflüssen ausgesetzt. Bei diesen Gelegenheiten haben es Leute, die wohlwollend veranlagt sind, besonders schwer, ihre Zunge zu zügeln; es ist aber besser, es dennoch zu tun, anstatt zu üblen Leuten selbst vom Guten zu reden, wie wir es gerne bei Aufrichtigen machen können. So hat der Herr angemahnt: „… werft eure Perlen nicht vor die Säue, damit diese … sich nicht umwenden und euch zerreißen.” – Matthäus 7:6

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