Zeitschrift Tagesanbruch

Das Ersehnte aller Nationen wird kommen

„Denn so spricht Jahwe der Heerscharen: Noch einmal, eine kleine Weile ist es, da werde ich den Himmel erschüttern und die Erde und das Meer und das Trockene. Und ich werde alle Nationen erschüttern; und das Ersehnte aller Nationen wird kommen, und ich werde dieses Haus mit Herrlichkeit füllen, spricht Jahwe der Heerscharen.”

Haggai 2:6 und 7

Dies ist eine der reichsten Verheißungen in dem gesegneten Wort Gottes. Es ist das Evangelium in einer Nußschale – das Evangelium der Gnade für die Welt und der Herrlichkeit für die Kirche; und es ist unterzeichnet an beiden Enden mit der Signatur des Souverän des Universums, Jahwe der Heerscharen. Es wurde durch den Mund einer Seiner heiligen Propheten angekündigt – durch Haggai. Aber obwohl es wie die anderen Schriften der Propheten als das Wort des Herrn heilig gehalten und von Seinem alten auserwählten Volk, dem fleischlichen Israel, ehrfurchtsvoll gelesen wurde, erlangten sie das Verständnis der Prophezeiung hinsichtlich seiner wahren Bedeutung nicht. Nicht bis der Heilige Geist als Tröster und Führer in die ganze Wahrheit und als ein Offenbarer kommender Dinge gegeben wurde, wurde die kostbare Tragweite dieser Erklärung Jahwes Seinen Heiligen der Evangeliumskirche offenbart, wie dies durch Seine heiligen Apostel und Propheten geschehen ist. – Johannes 14:26, 16:13 und Epheser 3:5

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Die Sünde der Habsucht (Josua 7)

„Wisset, daß eure Sünde euch finden wird.”

4. Mose 32:23

Erfüllt mit Glauben und im Hochgefühl des Sieges über Jericho schritten die Israeliten voran, Kanaan zu erobern. Späher wurden nach Ai gesandt. Bei ihrer Rückkehr gaben sie die Auskunft, daß der Ort klein ist, und daß eine Streitmacht von zwei- oder dreitausend Mann für seine Eroberung ausreichend sein würde. Tatsächlich erwarteten sie nach den Erfahrungen in Jericho, daß kein Israelit getötet werden würde, und daß ihre Feinde so von Schrecken erfüllt sein würden, daß sie sich wenig oder überhaupt nicht verteidigen würden. Doch in Ai ereignete sich gerade das Gegenteil. Sechsunddreißig Israeliten wurden getötet, und Israels Heer, das nun begriff, daß es hier nicht Gottes Gunst hatte, floh vor seinen Feinden.

Josua und seine Getreuen, die Ältesten Israels, hatten damit nicht gerechnet. Sie warfen sich vor der Bundeslade nieder, beklagten das Unglück und bekundeten besonders ihr Erschrecken über die Folgen, die die Niederlage auf ihre Feinde haben würden, und die diese ermutigen würde. Israel, Gottes Vorbild-Volk, wäre hingegen entmutigt.

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Was ist der Mensch?

„Wenn ich anschaue deinen Himmel, deiner Finger Werk, den Mond und die Sterne, die du bereitet hast: Was ist der Mensch, daß du seiner gedenkst, und des Menschen Sohn, daß du dich um ihn kümmerst? Denn du hast ihn, wenig geringer gemacht als Engel, mit Herrlichkeit und Pracht krönst du ihn. Du machst ihn zum Herrscher über die Werke deiner Hände; alles hast du unter seine Füße gestellt: Schafe und Rinder allesamt und auch die Tiere des Feldes, die Vögel des Himmels und die Fische des Meeres, was die Pfade der Meere durchzieht. HERR, unser Herr, wie herrlich ist dein Name auf der ganzen Erde!”

Psalm 8:4-10

Wir glauben, daß diese den Menschen betreffende Eingebung des Propheten schon jedem intelligenten Wesen in den Sinn gekommen sein müßte. Wenn man auf die Tiefe schaut, auf die riesige Wasserfläche des Meeres und das Gleiten eines Schiffes über die Wellen, so denkt man: Wie klein ist doch der Mensch, was für ein kleines Staubkorn im Universum! Wenn wir nach oben schauen in die unendlichen Himmel und erkennen, daß sie so viel mehr der göttlichen Macht darstellen, sind wir noch mehr erstaunt. Wenn wir die Himmel betrachten und uns vergegenwärtigen, daß all diese Sterne, ausgenommen die Planeten, die zu unserem eigenen System gehören, in Wirklichkeit Sonnen sind, und daß um eine jede von diesen Sonnen sich Planeten drehen, wie unsere Erde sich um unsere Sonne dreht, und wenn wir an die Zahl dieser Sonnen und ihrer Planeten denken, sind wir überwältigt, und wir fühlen unsere eigene Bedeutungslosigkeit nur um so mehr!

Wir erfragen von Astronomen, wie zahlreich diese Sonnen vorhanden sind, und sie sagen uns, daß es ihrer etwa hundert Millionen gibt, die wir sehen können – und, wenn wir die Planeten, die sich um diese hundert Millionen Sonnen drehen mit zehn multiplizieren würden, es 10 Mal hundert Millionen Planeten sein würden. Und dann sagen sie uns weiterhin, daß, wenn wir auf einer der am weitesten entfernten von ihnen stehen könnten, wir jenseits derselben noch so viele mehr und mehr von ihnen beobachten könnten.

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„Denn ihr bedürfet des Ausharrens“

„Das Ausharren aber habe ein vollkommenes Werk, auf daß ihr vollkommen und vollendet seid und in nichts Mangel habt.”

Johannes 1:4

Es gibt im Altgriechischen zwei verschiedene Worte, die in unseren Übersetzungen mit ‚Ausharren’ wiedergegeben werden: eines davon entspricht im allgemeinen Gebrauch der Bedeutung von Geduld, wenn wir von Dingen des täglichen Lebens reden; da geht es um Ausdauer oder Duldsamkeit, um Ertragen. So wird das griechische Wort sehr häufig mit ‚Langmut’ übersetzt. Uns aber interessiert für unsere Lektion mehr das zweite Wort, das überwiegend mit ‚Ausharren’ wiedergegeben wird.

Dieses Wort hat eine viel tiefere und umfassendere Bedeutung, als sie im Wort ‚Geduld’ enthalten ist. Damit ist Beständigkeit und Treue gemeint; es steckt der Gedanke von langdauerndem Ertragen von Leid darin, das voll Hoffnung und Heiterkeit, willig und in Geduld ertragen wird. Dieser Ausdruck stellt daher einen Wesenszug dar, nicht nur einen vorübergehenden Zustand oder ein Zurückhalten von Gefühlen oder Taten. Er bezeichnet jene Entwicklung von Herz und Sinn, die ablesbar ist am Ertragen von Unrecht oder Anfechtungen, und das mit Gleichmut, ohne Auflehnung, uneingeschränkt fügsam in die göttliche Weisheit und Liebe, die, obwohl sie in der Jetztzeit üble Dinge zuläßt, verheißen hat, dies zu Gottes gegebener Zeit zu beseitigen.

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