Lichtstrahlen

Der Hirten-Psalm

David schrieb mit Psalm 23, dem Hirten-Psalm, einen der am meisten inspirierenden Psalmen. Es ist so etwas Tröstendes und Beruhigendes an diesem Psalm, daß selbst diejenigen, die ihn nicht verstehen, finden, daß nur das Lesen zu Zeiten der Gefahr und der Belastung ihre bedrängten Herzen beruhigt und ihnen wieder Mut gibt. Obwohl dieser Psalm in den einfachsten Worten komponiert wurde, in „Hirtenworten”, ist er von außergewöhnlicher Qualität, welche die Seele erhebt und einen Geist der Ruhe, Sicherheit und des Friedens bringt. Dieser Psalm kam aus der Fülle des Herzens Davids und dem Reichtum seiner Erfahrung. Als er sich hingebungsvoll um seine Schafe sorgte, hatte er Mitleid mit ihrer völligen Hilflosigkeit und erkannte ihre Abhängigkeit von ihm. Er war es, der für sie das Futter und das Wasser vorsah, der für ihre Ruhe und Erfrischung sorgte und sie vor ihren Feinden verteidigte. Wenn sie sich verletzten, schrieen sie zu ihm, und (mehr …)

Die Weihe des Tempels (1. Könige 8:1-11)

„Ich freute mich, als sie zu mir sagten: Lasset uns zum Hause Jahwes gehen!” – Psalmen 122:1 Hochinteressant ist die Geschichte des großen Tempels Gottes, dessen Bau König David geplant und weitgehend vorbereitet hat, und den der weise König Salomo errichtet hat. Im fünften Jahr seiner Regierungszeit begann der Bau und wurde im zwölften Jahr vollendet. Die Kosten dafür grenzen ans Märchenhafte; man schätzt sie auf eine Summe, die sich nach einer Angabe aus dem Jahr 1903 zwischen einer Millarde und zweieinhalb Millarden Dollar bewegt, je nach dem angesetzten Umrechnungskurs der Währung. Das entspricht heute einer Summe zwischen 26,5 und 66,5 Millarden Dollar – 24 bis bis 60 Millarden Euro. Ungeachtet jedoch der Masse und des Wertes von Gold, Silber, Bronze und Edelsteinen, aus der der Tempel bestand, haben wir allen Grund anzunehmen, daß er damals ein herrliches Monument darstellte, ein Bauwerk, über das König Salomo in seiner Größe und (mehr …)

Der Gerichtstag der Welt

„Gott hat einen Tag festgesetzt, an dem Er die Welt richten wird.” – Apostelgeschichte 17:31 Eigentlich ist es heute in zivilisierten Ländern nicht üblich Götterbilder anzubeten, und doch wird es in einem anderen Sinn noch getan. In einem großen Umfang herrscht noch Götzenanbetung in der zivilisierten Welt, aber in einer Form, die sich von der des Altertums unterscheidet. Wir beugen uns nicht mehr vor hölzernen Abbildern nieder, wohl aber vor innerlichen Bildern – den Abbildern unserer Gedanken, unserer mentalen Erwartungen – bei einigen sind es Reichtum und Ruhm, bei anderen Bequemlichkeit und Vergnügen; und bei noch anderen sind es die Glaubensbekenntnis-Götzen unserer Vorväter – schrecklich verzerrte Darstellungen des wahren Gottes. Paulus predigte auf dem Marshügel Jesus und die Auferstehung – Jesus als den Erlöser vom Todesurteil, der die Auferstehung von den Toten möglich machte, indem er die Forderungen des göttlichen Gesetzes gegenüber dem Sünder erfüllte – die Auferstehung als das (mehr …)

Seligkeit ist mehr wert als Glück

„Glückselig, die reinen Herzens sind, denn sie werden Gott schauen.” – Matthäus 5:8 Mit Glück beschreibt man die Stimmung der Freude, die Menschen von Zeit zu Zeit haben, Seligkeit aber kommt aus jener dauernden Freude und dem Trost, wenn ein Mensch sein Wesen auf Übereinstimmung mit Gott ausrichtet. In der Welt sind die Menschen manchmal glücklich, manchmal niedergeschlagen, traurig und beunruhigt. Aber wer ein Nachfolger des Herrn und Schüler in Christi Schule wird und von ihm unterrichtet wird, für den gibt es den Frieden Gottes, der allen Verstand übersteigt und das Herz leitet. Er bringt Trost und Ruhe selbst unter den widrigsten äußeren Umständen. Die nachstehende Lektion beschreibt den Herzenszustand, der notwendig ist, um den Frieden Gottes zu erlangen. So wie wir uns die rechte Auffassung aneignen und dann daran arbeiten, dieses Ideal zu erreichen, genau so bewegt sich das Maß oder der Fortschritt der Seligkeit, die in unser Herz (mehr …)