Des Christen Leben und Lehre

Die Wichtigkeit ein Vorbild zu sein

„Niemand verachte deine Jugend, vielmehr sei ein Vorbild der Gläubigen im Wort, im Wandel, in Liebe, im Glauben, in Keuschheit!”

1. Timotheus 4:12

Wir erinnern daran, daß Timotheus, obgleich noch jung an Jahren, ein Ältester in der Kirche war. Daher war es angebracht, daß Paulus seinem Verstand einprägte, daß er ein Vorbild der Gläubigen sein sollte, ein Vorbild der ganze Kirche; und solch eine Anweisung wird auch an anderer Stelle des Briefes erteilt. Aber beachten wir, daß der Apostel in unserem Leittext nicht sagt: „Sei ein Vorbild für die Gläubigen, sondern „sei ein Vorbild der Gläubigen”. Was für ein Unterschied!

Ein Vorbild der Gläubigen zu sein, bedeutet, daß jemand dies nicht nur für seine Mitarbeiter am Evangelium sein sollte, sondern besonders gegenüber der Welt, bei allem, wofür die Gläubigen einstehen – was sie glauben, was sie lehren, und wie sie leben. Wir sollten ihnen zu verstehen geben, daß wir ein solches Vorbild, wie der Apostel es vorschreibt, im Wort und im Charakter unserer Sprache zeigen, wenn wir die Botschaft der Wahrheit erklären. Wir sollen nicht glattzüngig und ungepflegt sein, wir sollten nicht nur gefällige Worte benutzen; sondern die gezeigte Freundlichkeit und das gezeigte Interesse sollte echt und von Herzen sein. Es sollten alle von des Herrn Volk solche Vorbilder sein, die danach streben, das Lob unseres Meisters zu verbreiten.

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Laßt uns anständig wandeln wie am Tag

„Zieht den Herrn Jesus Christus an.”

Römer 13:14

Diese Lektion schärft jedem geweihten Christen Mäßigung ein in Bezug auf jeden Gedanken, jedes Wort und jede Handlung. Sie beginnt mit einer Abgrenzung des göttlichen Gesetzes, indem es seinen Charakter zeigt – das sich auf alle Angelegenheiten des Lebens bezog. „Seid niemand irgendetwas schuldig, als nur einander zu lieben.” Wir können uns dieser Verpflichtung niemals entledigen. Sie begleitet uns jeden Tag und jede Stunde unseres Lebens und dringt in alle Lebensinteressen ein. Wir mögen anderen Forderungen oder Verpflichtungen begegnen oder sie hinter uns haben, aber diese Forderung der Liebe, des Wesentlichen des göttlichen Gesetzes gegenüber der Kirche, gegenüber unseren Familien und gegenüber allen Menschen und sogar gegenüber unseren Feinden ist unsere Pflicht. Warum? Weil Römer 13:8 sagt: „Denn wer den anderen liebt, hat das Gesetz erfüllt.” Kein Wunder, daß kein Jude das Gesetz halten konnte! Kein Wunder, daß keiner von den Nationen versucht hat, es zu halten!

Kein Wunder, daß die Schriften das Halten des Gesetzes der Liebe nur Christen vorschlagen, – solchen, die vom Heiligen Geist gezeugt sind und somit sowohl auf die Hilfe der Gnade Gottes in dem täglichen Leben als auch auf die Barmherzigkeit Gottes in Christus vertrauen können, all ihre Mängel und all ihr unbeabsichtigtes Zukurzkommen zuzudecken. Aber es wird von diesen Geweihten erwartet, daß sie jenes Gesetz halten werden. Wer gegenüber diesem Gesetz im Geist und den Absichten des Herzens nachlässig ist, ist für das Königreich nicht geeignet und wird nicht zur „Kleinen Herde” gehören können. Aber mehr als dies kann er auch nicht zur „großen-Schar-Klasse” gehören, denn Gott hat für niemand ewiges Leben vorgesehen, ausgenommen für solche, die jetzt diese Bedingung der Liebe im Herzen, dem Willen oder der Absicht erlangen; und während des Millennium-Zeitalters nur für diejenigen, die aktuell vollkommene Liebe erlangen.

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Die endgültige Ausführung des Gesetzes Gottes

„Das Endziel des Gebotes aber ist Liebe aus reinem Herzen und gutem Gewissen und ungeheucheltem Glauben.” – 1. Timotheus 1:5

Wir haben in unserem Leittext die Zusammenfassung des göttlichen Gesetzes in dem Wort „Gebot”. Tatsächlich gibt es verschiedene Gebote, die alle in einer allgemeinen Weise in den zehn Geboten dargelegt werden. Unser Herr gliederte diese Gebote in zwei Teile auf und erklärte, daß diese zwei Teile eine zusammenfassende Aussage des ganzen Gesetzes Gottes wären. Ein Gesetz ist ein Gebot, das von einer dazu berechtigten Autorität angeordnet wird – eine Verhaltensregel, der wir folgen müssen. Die Kinder Israel zeigten keine Wertschätzung für die Gebote, die ihnen im Gesetz gegeben wurden. Für sie bestand das Gesetz nur in vielen Anordnungen, was sie tun sollten, und was sie nicht tun sollten – und nicht mehr. Sie erfaßten nicht die eigentliche Tragweite der Angelegenheit. Sogar die christliche Kirche hat es weitgehend verfehlt, einen umfassenden Einblick in das göttliche Gesetz zu erlangen. Wir sollen nicht denken, daß das Gesetz unvollkommen gewesen wäre, denn Gott, der vollkommen ist, konnte kein unvollkommenes Gesetz geben. Der Apostel Paulus sagt vom Gesetz: „So ist also das Gesetz heilig und das Gebot heilig und gerecht und gut.” – Römer 7:12 Der Grund, warum die Israeliten das Gesetz nicht halten konnten, war nicht, daß das Gesetz unvollkommen war, sondern daß sie unter die Sünde verkauft waren, wie der Apostel erklärt. – Römer 7:14 Wir begreifen das Gesetz als den Zustand der Vollkommenheit. Als unser Herr kam, „machte er das Gesetz groß und herrlich”. Er zeigte, wie großartig und weitreichend das Gesetz ist, wenn es völlig erfaßt wird.

Aufgrund der Unvollkommenheiten und Schwachheiten des Fleisches ist es für jeden Menschen des gefallenen Geschlechts nicht möglich nach den Forderungen des vollkommenen Gesetzes Gottes zu leben. Im Fall der Kirche ist diese Unmöglichkeit durch Christus beseitigt. „Die Rechtsforderung des Gesetzes wird in uns erfüllt”, weil Gott diese Anordnung für uns getroffen hat, daß das Verdienst Christi unsere Unvollkommenheiten und unsere Mängel bedecken soll. Dies befähigt uns, in völliger Übereinstimmung mit diesem Gesetz zu leben; denn wir können es im Geist halten, wenn auch nicht völlig im buchstäblichen Sinn, und das Blut Jesu kommt für das ganze Übrige auf – unsere unfreiwilligen Unvollkommenheiten.

Reine, uneigennützige Liebe

Der Apostel spricht hier von dem „Endziel des Gebotes” oder dem „Ziel der Weisung”. Der Ausdruck erscheint irgendwie unklar. Der Gedanke, mit welcher letztendlichen Absicht das Gesetz gegeben wurde, scheint der zu sein, daß es entworfen wurde, um Liebe hervorzubringen, um uns zu dem Punkt zu bringen, wo wir in völlige Übereinstimmung mit dem Einen kommen, der das Gesetz gemacht hat, der selbst der Inbegriff der Liebe ist. Dies wird das Endziel des Gesetzes Gottes für alle sein, die es bekommen. Er wünscht, daß solche, die vollkommen sind, vollkommen bleiben, und daß solche, die unvollkommen sind, erkennen sollen, daß die angemessene Richtschnur für alle Schöpfungen Jahwes ein gerechter, ein liebender Zustand sein soll; daß man Gott gegenüber gehorsam sein muß, nicht aus Zwang, sondern aus Liebe für Ihn und die Prinzipien der Gerechtigkeit. Es ist Seine endgültige Absicht, daß all Seine intelligenten Schöpfungen, denen ewiges Leben in Aussicht gestellt wird, vollkommen sein müssen, in völliger Harmonie mit ihrem Schöpfer.

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Ein Volk zum Besitztum

„Ihr aber seid ein auserwähltes Geschlecht, ein königliches Priestertum, eine heilige Nation, ein Volk zum Besitztum, damit ihr die Tugenden dessen verkündigt, der euch aus der Finsternis zu seinem wunderbaren Licht berufen hat.” – 1. Petrus 2:9

Während des Evangelium-Zeitalters, das jetzt zu Ende geht, hat der Herr ein besonderes Volk zubereitet zu einem besonderen und sehr herrlichen Zweck. Der Zweck ist nicht weniger als der einer Miterbschaft mit Christus für tausend Jahre, mittels der nicht nur „alle Geschlechter der Erde gesegnet werden” sollen, sondern auch Engel zu einem gerechten Gericht und Belohnung gebracht werden sollen. Auch alle Dinge im Himmel und auf Erden werden in vollkommene Harmonie und Übereinstimmung mit dem göttlichen Willen gebracht werden, und universeller Friede und Freude und Lobpreis soll zur Herrlichkeit Gottes überfließen.

Dieses Volk zum Besitztum ist ein neues und auserwähltes Geschlecht. Es wurde zuerst „in Heiligung des Geistes und im Glauben an die Wahrheit” aus den Menschen erwählt. – 2. Thessalonicher 2:13 Oder mit anderen Worten gesagt, hatten diese der Botschaft Christi des Erretters geglaubt und sie dankbar angenommen und ernsthaft vollkommene persönliche Einheit mit dem göttlichen Willen begehrend, hatten sie sich demütig Gott völlig unterworfen, um Sein Volk zum Besitztum zu sein.

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