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„Mein Geliebter ist weiß und rot… ”

Die Heilige Schrift spricht zu uns in vielen bildlichen Vergleichen und Symbolen, sowohl im Alten- wie auch im Neuen Testament. Dies fällt besonders bei der Planung und Gestaltung des Zeltes der Zusammenkunft auf, der Stiftshütte in der Wüste, zu der Jahwe Mose mit den eindringlichen Worten Anweisung gibt: „Und sieh zu, daß du [alles] nach dem Urbild machst, daß dir auf dem Berg gezeigt worden ist.” – 2. Mose 25:40

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„Was hast du getan?”

„Pilatus antwortete … Deine Nation und die Hohen Priester haben dich mir überliefert. Was hast du getan?”

Johannes 18:35

Wenn eine beschuldigte Person vor einen Richter gebracht und einer Missetat angeklagt wird, ist sie schnell geneigt, die Tat zu leugnen. Wenn gefragt wird, wie es bei Jesus der Fall war, „Was hast du getan?”, diktiert die menschliche Weisheit, daß die Antwort sein sollte, „Ich habe nichts getan!” Jesus antwortete Pilatus auf seine Frage nicht mit dieser Antwort. Unser Herr war nicht dort, um sich selbst zu verteidigen, und er konnte nicht wahrheitsgemäß sagen, daß er nichts getan hatte. Er hatte dreieinhalb Jahre damit verbracht, viele wundervolle Dinge zu tun. Seine Handlungen hatten den Haß der religiösen Führer Israels erregt, und sie hatten ihn nun vor Pilatus gebracht mit der Forderung, daß er gekreuzigt würde.

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Der Ruf zum Dienst

Hier bin ich, sende mich

Jesaja 6:8

Im nachstehenden Text geht es um die Betrachtung von Jesajas Vision. Deren Schauplatz war der Tempel in Jerusalem, auch „Das Haus Jahwes” genannt. Doch anstelle des Heiligen, des Allerheiligsten, des Gnadenstuhls, des Schaubrottisches und des goldenen Leuchters war alles anders: Da war ein herrlicher goldener Thron, und auf diesem Thron saß der Herr. An beiden Seiten des Herrn, die göttlichen Wesensmerkmale abbildend, standen die vier Seraphim, während der ganze Tempel mit der Schar von Nachfolgern voll war. Der Raum war erfüllt von überirdischem Licht, und zwei der Seraphim riefen: „Heilig, heilig, heilig ist Jahwe der Heerscharen.” Die beiden auf der anderen Seite antworteten: „… die ganze Erde ist voll seiner Herrlichkeit!” Daraufhin „erbebten die Grundfesten der Schwellen” und ein eintrübender Rauch erfüllte den Tempel und ließ die Glorie matt werden.

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Gott wirkt – wir wirken

„… meine Geliebten … bewirkt eure eigene Seligkeit mit Furcht und Zittern, denn Gott ist es, der in euch wirkt sowohl das Wollen als auch das Wirken, nach seinem Wohlgefallen.”

Philipper 2:12 und 13

Die Kirche des Evangeliumszeitalters ist zu einer „hohen Berufung” berufen worden. Unser Annehmen dieses „Rufes” bedeutet, daß wir ihn zu schätzen wissen und wir in ihm etwas sehr Erstrebenswertes sehen. Wir wissen, daß dieser Ruf an uns unter der Bedingung ergangen ist, daß wir alles, was wir haben, aufgeben. Indem wir diese Maßgabe angenommen haben, haben wir unsere Wertschätzung für die unermeßliche Chance kundgetan, die uns zuteil geworden ist. Wenn wir daher den an uns ergangenen Ruf verstehen, dürfen wir wissen, daß es Gottes Wille ist, daß wir ihn annehmen. Dabei ist es wichtig, daß wir auch seine Bedingungen verstehen, so daß wir unsere Berufung festmachen können.

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