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Der Heilige Geist – Teil 1: Der Heilige Geist Gottes

„Der Geist Gottes schwebte über den Wassern.“

1. Mose 1:2

Kein Thema ist von größerer Bedeutung als das Zeugnis der Bibel über den Geist Gottes und seine Beziehung zu allen seinen gewaltigen Werken. Der Geist Gottes wird mehrere hundertmal in der Bibel erwähnt. Im Neuen Testament wird er gewöhnlich der „Heilige Geist“ genannt. Im Alten Testament ist das Wort „Geist“ eine Übersetzung des hebräischen Wortes ruach, das Prof. Strong mit „Wind“ erklärt. Dasselbe Wort wird viele Male mit „Odem“ übersetzt. Im Neuen Testament ist das Wort „Geist“ eine Übersetzung des griechischen Wortes pneuma, das nach Prof. Strong „Atem oder Luftzug“ bedeutet.

Lasst uns jedoch nicht daraus schließen, dass der Heilige Geist Gottes nur Wind oder ein Windstoß ist. In den alten hebräischen und griechischen Sprachen gab es nicht für alles ein eigenes Wort, besonders, wenn es darum ging, Gedanken über Gott und seine mächtigen Taten auszudrücken. Im Laufe der Zeit haben jedoch viele Wörter mit spezifischen Bedeutungen eine angepasste Bedeutung angenommen. So wurden die Begriffe ruach im Hebräischen und pneuma im Griechischen, die ursprünglich die unsichtbare Macht des Windes bezeichneten, zu Begriffen für jede unsichtbare Kraft oder Macht und wurden zur Beschreibung der unsichtbaren Macht Gottes verwendet.

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Ihm ist alle Macht gegeben

„Denn ein Kind ist uns geboren, ein Sohn uns gegeben, und die Herrschaft ruht auf seiner Schulter. Und man nennt seinen Namen: Wunderbarer, Berater, starker Gott, Vater der Ewigkeit, Friedefürst. Die Mehrung der Herrschaft und der Frieden werden kein Ende haben.“

Jesaja 9:5,6

Der Apostel Johannes schrieb: „Der Vater hat den Sohn als Retter der Welt gesandt.“ (1. Johannes 4:14) Wenn es um die Rettung der Welt aus der Knechtschaft der Sünde und des Todes geht, steht sehr viel auf dem Spiel. Der geliebte Sohn des Schöpfers wurde zuerst „Fleisch“, indem er in die menschliche Familie hineingeboren wurde und zum Mann heranreifte. (Johannes 1:14) So heißt es in unserer ersten Schriftstelle prophetisch: „Ein Kind ist uns geboren, ein Sohn uns gegeben.“ Der Zweck der Geburt Jesu als Mensch wurde auf Golgatha vollendet, als er ausrief: „Es ist vollbracht.“ (Johannes 19:30) Dort gab er sein Fleisch, seine Menschlichkeit, in den Tod, damit die Welt Leben habe.

Es stimmt zwar, dass die Worte der Prophezeiung Jesajas am häufigsten in der Weihnachtszeit zitiert werden, wenn so viele zu Recht an das Kommen des „einzig gezeugten Sohnes“ Gottes auf die Erde denken, doch seine Geburt und sein späterer Tod waren nur der Anfang der Vollendung des göttlichen Vorsatzes, in dessen Mittelpunkt Jesus stand. Gott sandte seinen Sohn, um der Retter der Welt zu sein. Daher müssen weitere Aspekte des Erlösungsplans durch ihn verwirklicht werden. Zu diesem Zweck wurde er von den Toten auferweckt, und wie er bezeugte, wurde ihm „alle Macht“ gegeben. (Matthäus 28:18) Durch diese Macht wird Jesus der oberste Herrscher einer weltweiten Herrschaft werden, für deren vollkommenes Funktionieren er verantwortlich ist: „Die Herrschaft ruht auf seiner Schulter.“

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Aus Bethlehem

„Hat nicht die Schrift gesagt: Aus der Nachkommenschaft Davids und aus Bethlehem, dem Dorf, wo David war, kommt der Christus?“

Johannes 7:42

Unsere einleitende Bibelstelle wurde von den Menschen in den Tagen Jesu gesprochen, die seine großen Wunder gesehen und seine Lehren der Liebe, Güte und Hoffnung gehört hatten. Als sie erklärten, dass Christus, der Messias, aus Bethlehem kommen würde, erinnerten sie sich zweifellos an die prophetischen Worte Michas, der schrieb: „Du, Bethlehem Efrata, das du klein unter den Tausendschaften von Juda bist, aus dir wird mir [der] hervorgehen, der Herrscher über Israel sein soll; und seine Ursprünge sind von der Urzeit, von den Tagen der Ewigkeit her.“ (Micha 5:1)

In der Tat wurde die größte Nachricht aller Zeiten als aus Bethlehem kommend verkündet. Diese Information war die hellste aller Botschaften in der dunklen Nacht der Sünde und des Todes dieser Welt. Es war die Ankündigung der Geburt Jesu. Kein anderes Ereignis hat den Lauf der Welt so verändert und so vielen Menschen einen Lichtstrahl der Hoffnung für die Zukunft gegeben. Für die Nachfolger Jesu war es eine Hoffnung, die sie auf ihrem christlichen Weg getröstet und gestützt hat.

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„In Stillsein und in Vertrauen“

„Der HERR wird für euch kämpfen, und ihr werdet still sein.“ 

2. Mose 14:14

Eines der Geheimnisse eines glücklichen Christenlebens besteht darin, Zuversicht und Vertrauen zum Herrn zu haben, einen Glauben an Ihn, der so unfehlbar und allumfassend ist, dass gleichgültig welche Erfahrungen auch kommen mögen, wir in der Lage sind, von Herzen mit dem Propheten Hiob zu sagen: „Er kennt den Weg, der bei mir ist; prüfte er mich, wie Gold würde ich hervorgehen.“ (Hiob 23:10) Es ist jedoch nicht ein Fall blinden Vertrauens zum Herrn im Sinne von Nichtwissen um den Endzweck der Erfahrungen, welche er in unserem Leben zulässt. Dem Christen hat er diesen Zweck geoffenbart, wonach in uns das Ebenbild des Meisters zur Entwicklung kommen soll in Vorbereitung auf das gesegnete Vorrecht, mit ihm zu leben und während der tausend Jahre seines Königreiches zu herrschen, und mit ihm in göttlicher Herrlichkeit in den endlosen Zeitaltern der Ewigkeit vereinigt zu sein.

Aber obwohl wir uns dieser Erkenntnis des göttlichen Vorsatzes erfreuen, der in unserem Leben zur Auswirkung kommt, und obwohl uns über allen Zweifel hinaus versichert wird, dass aus diesem Grunde für uns alle Dinge zum Guten mitwirken müssen, wandeln wir noch nicht im Schauen. Glaube und Vertrauen sind wesentlich, weil wir mit unserem begrenzten Auffassungsvermögen und unserer Kurzsichtigkeit nicht zu verstehen vermögen, wieso gerade diese oder jene Erfahrung, sei es Freude oder Leid, jeweils die Beste ist. Wenn wir Herren unseres eigenen Schicksals wären, soweit es den alltäglichen Gang unseres Lebens betrifft, dann würden wir wahrscheinlich viele Dinge ändern, dabei aber sehr dazu neigen, Umstände und Verhältnisse zu schaffen, die für uns als Neue Schöpfungen in Christo Jesu nachteilig sein würden.

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