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In seinem Brief an die Römer holt Paulus in seiner Argumentation weit aus und bringt das Thema der Vergebung von Sünde in der logischen Ordnung auf den christlichen Standpunkt zurück. Er zeigt im ersten und zweiten Kapitel, wie die Sünde in die Welt kam, und warum einige mehr als andere von ihr befleckt wurden. Die größere Verderbnis von einigen besagt jedoch nicht, daß der Mensch vom Affen abstammt, sondern daß einige des Geschlechts auf ihren bösen Wegen schneller abwärts gingen als andere. Dann sagt der Apostel weiter: „Wenn du dich aber einen Juden nennst und dich auf das Gesetz stützt.” Gott gab dieses Gesetz den Juden und nicht den Nationen; daher konnten die Segnungen des Gesetzes oder dessen Fluch nur über die Juden kommen. Aber die Juden dachten, daß das Gesetz eine Vorkehrung sei, durch die sie gerechtfertigt werden konnten. In dieser Weise gingen sie fehl. Der Apostel wünschte den (mehr …)
Nichts ist für den Frieden und das Gedeihen der Kirche Gottes mehr von Nöten, als daß ihre Glieder ein klares Verständnis und eine Wertschätzung moralischer Prinzipien besitzen und von diesen kontrolliert werden. Sogar unter Christen gibt es oft unterschiedliche Meinungen in Bezug auf Prinzipien des Handelns, die das geistige Wachstum und Wohlergehen sehr beeinträchtigen. Solche Schwierigkeiten erscheinen des öfteren durch Unvermögen zwischen den jeweiligen Forderungen der Liebe und der Gerechtigkeit zu unterscheiden. Daher betrachten wir es als nutzbringend, diese Prinzipien und ihr Wirken unter den Kindern Gottes zu untersuchen. Die Gerechtigkeit wird manchmal durch eine Waage dargestellt, deren Waagschalen sich im Gleichgewicht befinden, und manchmal mit einem ausgeglichenen Konto und mit einem Kompaß verglichen. Dies sind passende Sinnbilder des Charakters der Gerechtigkeit. Gerechtigkeit kennt keine Kompromisse und keine Abweichung von der festgelegten Regel des Handelns. Sie ist mathematisch genau. Sie überhäuft nichts für ein „gutes Gewicht” oder ein „gutes Maß”. (mehr …)
Es scheint, daß dieses Thema für diejenigen, die an die Bibel glauben, überhaupt nicht aufsehenerregend sein wird. Es ist durch die Jahrhunderte hindurch der Glaube und die Hoffnung von Christen gewesen, sich ewigen Lebens zu erfreuen. Jeder Freund der Bibel weiß, daß sie viele solcher Verheißungen enthält. Viele von ihnen sind mit der Hoffnung auf ein ewiges Leben in dem himmlischen Bereich verbunden; unser Thema hat aber im Besonderen mit einem ewigen Leben als menschliches Wesen, hier auf dieser Erde zu tun. Als Gott unsere ersten Eltern erschuf, hatte Er diese besondere Absicht im Sinn, und Er traf jede Vorsorge, daß Sein Plan des ewigen Lebens nicht nur eine Möglichkeit sein, sondern vollständig ausgeführt werden sollte. Es war Gottes Entwurf bei der Erschaffung unserer ersten Eltern, daß sie sich vermehren und die Erde füllen und sie sich untertan machen sollten. Er plante einen Garten östlich von Eden als ihre Heimat. (mehr …)
„Doch am Zehnten dieses siebten Monats, da ist der Versöhnungstag, […] um Sühnung für euch zu erwirken vor dem HERRN, eurem Gott.” – 3. Mose 23:27 und 28 Am 3. und 4. Oktober 2014 von Sonnenuntergang zu Sonnenuntergang feierten Juden in der ganzen Welt Yom Kippur oder den Versöhnungstag, ihren heiligsten Tag des Jahres. Die zentralen Themen des Yom Kippur sind Versöhnung und Buße. Dieser heilige Tag wird traditionell vom jüdischen Volk mit Fasten und intensivem Beten verbracht, oft, indem sie die meiste Zeit des Tages im Dienst in der Synagoge verbringen. Wie in unserem Leittext angemerkt wird, wird der Versöhnungstag Iaraels, Yom Kippur, in jedem Jahr am zehnten Tag des siebten Monats, der Tischri genannt wird, begangen. Obwohl Tischri der siebte Monat des jüdischen religiösen Kalenders ist, wird er als der erste Monat ihres bürgerlichen Jahres betrachtet, und Rosh Hashana – der erste Tag des Tishri – ist das (mehr …)