Demut

Uns unter Gottes Hand demütigen

„Demütigt euch nun unter die mächtige Hand Gottes, damit er euch erhöht zur rechten Zeit.“ (1. Petrus 5:6)

An einigen Stellen verwendet der englischsprachige Autor Bibelübersetzungen, für welche es keine genaue Entsprechung in deutschen Versionen gibt. Der Text wurde in diesen Fällen direkt aus dem Englischen übersetzt. Im Klammern befindet sich dann die Anmerkung: „ISV“ oder „ISV-Bibel „für die „International Standard Version“, bzw. „nach Weymouth NT“ oder „WNT“ für die soeben genannte Übersetzung des Neuen Testaments.

Der historische Bericht über Josefs Leben ist im ersten Buch Mose, Kapitel 37-50, festgehalten und enthält wertvolle Lektionen über Demut, Glauben und Vertrauen in den Herrn. Als er siebzehn Jahre alt war, hassten ihn seine Brüder „so sehr, dass sie nicht imstande waren, höflich mit ihm zu sprechen“, weil ihr Vater Josef mehr liebte als sie. (1. Mose 37:2-4, ISV Bibel; vergleiche auch die Menge-Übersetzung) Josef hatte dann zwei Träume, die er wiederum seiner Familie erzählte. Seine Brüder sahen in diesen Träumen eine Andeutung, dass Josef eines Tages Herrscher über sie sein würde. Folglich „hassten sie ihn noch mehr“. Sein Vater Jakob jedoch „dachte ständig über all das nach“. (Verse 5 – 11)

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„Und das Wort wurde Fleisch.“

Wir möchten vorwegnehmen, dass einige Christen den 25. Dezember nicht als das Datum der Geburt Christi betrachten. Wir stimmen mit diesem Gedanken völlig überein. Es ist mittlerweile sogar unter sehr vielen unterschiedlichen christlichen Bewegungen umstritten, dass der richtige Tag der Geburt des Erlösers um die Weihnachtstage ist. Es werden unterschiedliche Berechnungen angestellt, zu wann Jesus geboren wurde. Ob es nun Anfang Oktober oder Anfang August gewesen sein möge, spielt unserer Meinung nach deshalb keine entscheidende Rolle, weil der Herr selbst nie den Wunsch geäußert hat, dass wir seinen Geburtstag feiern sollten.

Unser Himmlischer Vater ist der Geber aller guten und vollkommenen Gaben. Er gibt unaufhörlich, und wir empfangen unaufhörlich von ihm. Aber unter all seinen Gaben ist diejenige, die für uns am wichtigsten ist, die seines Sohnes, unseres Erlösers. Diesen sandte er aus Liebe zu seiner Schöpfung.

Daher können wir uns an diesem Tag, der so allgemein gefeiert wird, all denjenigen anschließen, deren Herzen in einer Haltung der Liebe und Wertschätzung gegenüber Gott und dem Erlöser sind. Die Gewohnheit, einander in dieser Zeit des Jahres kleine Aufmerksamkeiten zu schenken, erscheint uns daher nicht unpassend.

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Das vor uns liegende Jahr

„Wenn aber diese Dinge anfangen zu geschehen, so blickt auf und hebt eure Häupter empor, weil eure Erlösung naht … So erkennt auch ihr, wenn ihr dies geschehen seht, dass das Reich Gottes nahe ist.“

Lukas 21:28,31

Wieder ist ein Jahr vergangen und wir schreiben das Jahr 2024. Die Aussichten der Welt für dieses Jahr sind unsicher und bedrohlich. Im Laufe des Jahres 2023 sind die Krisen unter den Völkern nicht kleiner, sondern größer geworden, denn die um sich greifenden Flammen der politischen, sozialen, religiösen und wirtschaftlichen Probleme haben sich das ganze Jahr über unter den Menschen und Völkern ausgebreitet.

Die ernüchternden Worte des Propheten kommen dabei in den Sinn: „So spricht der HERR der Heerscharen: Siehe, Unheil geht aus von Nation zu Nation, und ein gewaltiger Sturm macht sich auf vom äußersten Ende der Erde.“ (Jeremia 25:32) Was diese sich ausbreitende und uns umgebende Drangsal bis zum Ende des Jahres 2024 bedeuten wird, weiß niemand. Während diese Unwissenheit die Welt mit Furcht auf dieses Jahr blicken lässt, kann das dem Herrn geweihte Volk, das den endgültigen Ausgang kennt, den bevorstehenden Ereignissen mit Zuversicht und Frieden im Herzen begegnen.

Nie zuvor waren die Worte des Meisters, die wir in unserem Eröffnungstext finden, von größerer Bedeutung. Vieles von dem, was die Propheten vorausgesagt haben, geschieht vor unseren Augen und sollte uns ermutigen und aufrichten, anstatt entmutigen und verwirren. Das heißt nicht, dass wir uns freuen, weil die Welt leidet. Wir freuen uns vielmehr darüber, dass alle gegenwärtigen Drangsale und Sorgen der Welt bald dem Frieden und der ewigen Freude weichen werden. Jesus sagt, dass wir unsere Häupter erheben sollen, weil unsere „Erlösung nahe ist“ und „das Reich Gottes nahe ist“.

Durch das Verständnis des Planes Gottes wissen wir, dass, wenn die Herauswahl befreit und verherrlicht ist, der Segen für die Welt folgen wird. Wir freuen uns also nicht nur für uns selbst, sondern für die ganze Menschheit. Alle Anzeichen deuten darauf hin, dass das Reich Gottes unter der Herrschaft Christi bald errichtet wird. Das ist ein Grund zur Freude für Christen.

Zu Beginn dieses Neuen Jahres sollte unsere Hoffnung leuchten, da wir diese Dinge mit wachsender Klarheit sehen. Unser „freudig sein in der Hoffnung“ sollte so wahrhaftig und von ganzem Herzen sein, dass er Trost und Freude auf alle ausstrahlt, mit denen wir in Kontakt kommen. (Römer 12:12)

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Wer sich selbst erniedrigt, wird erhöht werden

Wenn wir über die hohe Berufung Gottes nachsinnen, so mögen wir uns die Frage stellen: Warum hat Gott dich oder mich zu dieser unbeschreiblichen Herrlichkeit und Ehre berufen, und warum ist Er an anderen Menschen vorübergegangen – an Menschen, die wir vielleicht für viel geeigneter hielten? Warum finden wir unter den Nachfolgern des Herrn nur wenige hochgestellte Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, nur wenige Geistesgrößen, die bei ihren Mitmenschen Bewunderung erlangen?

In seinem Brief an die Korinther stellt der Apostel Paulus fest: „Das Niedriggeborene der Welt und das von ihr verschmähte erwählt Gott, ja das, was bei ihr nichts gilt, um das abzutun, was bei ihr was gilt, damit sich überhaupt kein Fleisch vor den Augen Gottes rühmen könne.” – 1. Korinther 1:28

Wir finden in diesen inspirierten Worten des Apostels die Handlungsweise Gottes wiedergegeben, die der Himmlische Vater bei der Berufung der Glieder der Herauswahl anwendet. Paulus zeigt uns das Prinzip, nach dem der Allmächtige Gott beruft, indem Er nach Seiner eigenen Weisheit und nicht nach Menschenweisheit urteilt. Nach menschlicher Weisheit würden wir zu dem Schluß kommen, daß das Amt eines zukünftigen Königs und Priesters so hohe Voraussetzungen an die Person stellt, daß ungebildete Fischer und Zöllner sie nicht erfüllen könnten. Doch unser Herr, der in Harmonie mit Seinem Vater handelte, berief Fischer und Zöllner in seine Nachfolge und machte sie zur Grundlage des geistigen Tempels. Gott erwählt das, „was bei der Welt nichts gilt”. Wir könnten auch mit anderen Worten sagen: das, was in den Augen der Menschen nichts gilt. Gleichzeitig sagt der Apostel auch, daß „Gott das Niedriggeborene erwählt, um das abzutun, was bei ihr (der Welt) etwas gilt”.

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