Dies erwäget

Der Heilige Geist

„Und sie wurden alle mit Heiligem Geiste erfüllt.” – Apostelgeschichte 2:4 In den unserem Leittext vorausgehenden Ausführungen der Apostelgeschichte ging es um die Zusage des Heiligen Geistes, des Trösters, und um die Anweisung an die Apostel und Gläubigen, in Jerusalem zu bleiben, bis sie mit der Kraft von oben ausgerüstet wären für ihren Dienst, den ihnen der Herr aufgetragen hatte: allen Menschen das Evangelium zu predigen. Es ging auch um die Art und Weise, wie der Herr seinen Nachfolgern seine Auferstehung, seine Verwandlung von der menschlichen zur geistigen Natur und seine Auffahrt zum Vater bewies. Dabei erklärte der Herr auch, daß er in ein weit entferntes Land gehen würde, daß er in sein Amt als König eingesetzt werden sollte, und daß er wiederkäme und seine Getreuen zu sich holen würde. In der Ausgießung des Heiligen Geistes an Pfingsten wird von manchen die Erfüllung der Zusage des Herrn „wiederzukommen” gesehen. Aber (mehr …)

Über die Vergebung

„Denn wenn ihr den Menschen ihre Vergehungen vergebet, so wird euer himmlischer Vater auch euch vergeben.” – Matthäus 6:18 Die Frage von Apostel Petrus: „Herr, wie oft soll ich meinem Bruder, der wider mich sündigt, vergeben? Bis siebenmal?”, taucht häufig auf. Höchstwahrscheinlich stellt sie sich allen Nachfolgern des Herrn irgendwann und irgendwie. Selbst unvollkommen und umgeben von anderen, die auch unvollkommen sind, müssen wir beständig Barmherzigkeit, Nachsicht, Vergebung üben. Das Bewußtsein des Menschen strebt natürlicherweise nach Gerechtigkeit und registriert genau jede gegen uns gerichtete Ungerechtigkeit. Man kann auch beobachten, daß viele Menschen Genugtuung empfinden, die Gerechtigkeit herauszustreichen gegenüber einem Gesetzesbrecher. Volksmassen zeigen diese Haltung. Männer, Frauen und Kinder steigern sich, sozusagen als Vertreter der Gerechtigkeit, in Fanatismus und in verbale Ausfälle hinein, wenn es um einen schuldigen armen Schlucker geht, der vermeintlich dem Zugriff des Gesetzes und seiner gerechten Strafe entgeht, und man möchte die Vergeltung in die eigenen Hände (mehr …)

Einheit des Geistes und des Glaubens

„Siehe, wie gut und wie lieblich ist es, wenn Brüder einträchtig beisammen wohnen! Wie das köstliche Öl auf dem Haupt, das herabfließt auf den Bart, den Bart Aarons, der herabfließt bis zum Saum seiner Kleider. Wie der Tau des Hermon, der herabfließt auf die Berge Zions. Denn dorthin hat der HERR den Segen verheißen, Leben bis in Ewigkeit.” Psalm 133:1 – 3 Ein harmonischer Geist guten Willens unter dem Volk ist ein gesegneter Zustand, ob er nun im Haus, in der Gemeinde, in der Geschäftswelt, dem gesellschaftlichen Bereich und besonders, wenn er in der Gemeinschaft des geweihten Volk des Herrn vorhanden ist. Für diese „Brüder”, wie David sie nennt, ist es „gut und lieblich”, wenn sie zusammen in Eintracht beieinander wohnen. Die Erfahrungen der Geschwister während des ganzen Evangelium-Zeitalters bezeugen dies. Im umgekehrten Fall ist dort, wo aus welchem Grund auch immer Neid und Streit vorhanden gewesen sind, ein entsprechenden (mehr …)

Davids Liebe für das Haus Gottes

„Glückselig, die da wohnen in deinem Hause! Stets werden sie dich loben.” Psalm 84:4 Nach der Darstellung der aufwühlenden Ereignisse, die in 1. Chronika 22:6 – 16 zu lesen sind, wurde David vom Volk gerufen, kehrte nach Jerusalem zurück und machte sich daran, nach dem allgemeinen Durcheinander, das Absalom im Volk angerichtet hatte, Ordnung zu schaffen. Zu dieser Zeit versuchte ein Thronräuber, zunächst erfolgreich, ihm den Rückweg abzuschneiden und sich selbst den Thron zu sichern; doch er wurde rasch ausgeschaltet, und David war wieder Herrscher im Reich, und mehrere Jahre Frieden und Fortschritt folgten. Aber die Probleme des Königs hatten damit kein Ende: Wiederum kamen die Mißtöne aus seinem eigenen Haus, und die Erfahrungen mit Absalom schienen sich in gleicher Weise in der Revolte eines anderen Sohnes, Absaloms jüngerem Bruder Adonija, zu wiederholen, der sich einen Plan ausgedacht hatte und sich schlau vorbereitet hatte, den Thron an sich zu reißen (mehr …)