Des Christen Leben und Lehre

Wer wird uns trennen?

„Wer wird uns trennen von der Liebe Christi?”

Römer 8:35

Die Liebe Christi, von der jeder wahre Christ umgeben ist, wird beschrieben als „die Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserem Herrn.” – Römer 8:39 Viele, die verfehlt haben, dies zu bemerken, haben irrtümlich vermutet, daß Christus größere Liebe zeigt als Gott, und daß Gott hart und ohne Liebe ist, bereit, bei dem geringsten Anlaß zornig auf Seine Schöpfungen zu werden. Dies ist jedoch nicht die richtige Sicht. Die Schriften offenbaren, daß es Gottes Liebe war, die einen Weg der Errettung durch Christus vorsah, und daß Christus nach des Vaters Plan und somit als ein Ausdruck Dessen Liebe alles getan hat und auch weiterhin für uns und für das Menschengeschlecht als Ganzes tun wird. – Johannes 3:16

Dies bedeutet aber nicht, daß nicht auch Jesus liebevoll ist, noch daß ihm unsere Interessen nicht persönlich am Herzen liegen würden. Jesus sagte: „Wer mich gesehen hat, hat den Vater gesehen.” – Johannes 14:9 Alle herrlichen Charaktereigenschaften des Schöpfers sind durch Christus offenbart, einschließlich Dessen Liebe. So finden wir in unserem Bibelstudium, daß auf die göttliche Liebe untereinander abwechselnd als auf die Liebe Gottes und die Liebe Christi hingewiesen wird. So sind die Schriftaussagen nicht unvereinbar, wenn sie „von der Liebe, die in Christus ist”, sprechen, weil alle Liebe, die in ihm ist, gleichermaßen in dem Vater verkörpert ist. – 1. Timotheus 1:14

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Das groß und herrlich gemachte Gesetz

„Er macht das Gesetz groß und herrlich.”

Jesaja 42:21

„Wo kein Gesetz ist, (da ist) auch keine Übertretung”, scheint ein Grundsatz zu sein – eine selbstverständliche Wahrheit. – Römer 4:15 Niemand könnte ein Gesetz übertreten, das ihm nicht gegeben wurde, und das auf ihn nicht anwendbar ist. In seiner Diskussion über die jüdische Sicht des Mosaischen Gesetzes benutzt Paulus dieses Argument, um zu zeigen, daß die Juden die Sache falsch verstanden. Sie hatten den Gedanken, daß sie in Gottes Sicht durch das Gesetz gerechtfertigt waren, weil Gott ihnen am Sinai das Gesetz gegeben hatte. Aber ein Gesetz zu empfangen bedeutet nicht, jenes Gesetz auch zu halten. Daher zeigt der Apostel ihnen, daß aus Gesetzeswerken kein Fleisch vor Gott gerechtfertigt werden kann. – Römer 3:20

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Des Christen Priorität

„Trachtet aber zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit! Und dies alles wird euch hinzugefügt werden.”

Matthäus 6:33

Prioritäten zu setzen wird allgemein als eine gesunde Praxis angesehen, der man im Leben folgen sollte. Um zum Beispiel im Beruf erfolgreich zu sein, ist es wesentlich, daß den vorrangigen Bedürfnissen im Geschäftsleben Vorrang vor den persönlichen Wünschen und Annehmlichkeiten geben wird. Das Gleiche bewahrheitet sich in Bezug auf jede Gesellschaftsschicht, ob nun daheim, in der Gesellschaft, in Familienbeziehungen oder unter denen von Arbeitgeber und Arbeitnehmer.

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„Denn ihr bedürfet des Ausharrens“

„Das Ausharren aber habe ein vollkommenes Werk, auf daß ihr vollkommen und vollendet seid und in nichts Mangel habt.”

Johannes 1:4

Es gibt im Altgriechischen zwei verschiedene Worte, die in unseren Übersetzungen mit ‚Ausharren’ wiedergegeben werden: eines davon entspricht im allgemeinen Gebrauch der Bedeutung von Geduld, wenn wir von Dingen des täglichen Lebens reden; da geht es um Ausdauer oder Duldsamkeit, um Ertragen. So wird das griechische Wort sehr häufig mit ‚Langmut’ übersetzt. Uns aber interessiert für unsere Lektion mehr das zweite Wort, das überwiegend mit ‚Ausharren’ wiedergegeben wird.

Dieses Wort hat eine viel tiefere und umfassendere Bedeutung, als sie im Wort ‚Geduld’ enthalten ist. Damit ist Beständigkeit und Treue gemeint; es steckt der Gedanke von langdauerndem Ertragen von Leid darin, das voll Hoffnung und Heiterkeit, willig und in Geduld ertragen wird. Dieser Ausdruck stellt daher einen Wesenszug dar, nicht nur einen vorübergehenden Zustand oder ein Zurückhalten von Gefühlen oder Taten. Er bezeichnet jene Entwicklung von Herz und Sinn, die ablesbar ist am Ertragen von Unrecht oder Anfechtungen, und das mit Gleichmut, ohne Auflehnung, uneingeschränkt fügsam in die göttliche Weisheit und Liebe, die, obwohl sie in der Jetztzeit üble Dinge zuläßt, verheißen hat, dies zu Gottes gegebener Zeit zu beseitigen.

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