Bibelstudium

Eine Versöhnung durch Blutvergießen war nötig

„Und ohne Blutvergießen gibt es keine Vergebung.” – Hebräer 9:22 Als Gott Israel als eine Nation aus Ägypten rief, geschah dies mit der Voraussicht, daß Er mit ihnen durch Moses einen Bund schließen würde. Der Bund bestand darin, daß sie bei Befolgung des göttlichen Gesetzes von dem Fluch befreit und ewiges Leben erlangen würden. Oder anders gesehen, daß sie bei Nichtbefolgung des Gesetzes mit dem Tod bestraft würden. Wenn sie dem Gesetz gegenüber gehorsam sein würden, sollten sie nicht nur ewig leben, sondern auch berechtigt sein, der dem Abraham besonders verheißener Same zu sein, durch den alle Nationen zur Einhaltung des Gesetzes und der Erlangung ewigen Lebens angeleitet werden sollten. Aber Gott wußte im voraus, daß sie Sein Gesetz nicht halten konnten, weil sie durch den Sündenfall wie der Rest der Menschheit unvollkommen waren, und das Einhalten Seines Gesetzes das Maß eines vollkommenen Menschen verlangt: „Du sollst den Herrn, deinen (mehr …)

Jesus ist nur ein Fürsprecher für Gläubige

„Meine Kinder, ich schreibe euch dies, damit ihr nicht sündigt; und wenn jemand sündigt – wir haben einen Beistand bei dem Vater: Jesus Christus, den Gerechten. Und er ist die Sühnung für unsere Sünden, nicht allein aber für die unseren, sondern auch für die ganze Welt.” – 1. Johannes 2:1 und 2 In der Vergangenheit haben wir in unserem Studium des Wortes in Bezug auf unseren Leittext nicht fein genug unterschieden. Wir haben nicht darauf hingewiesen, daß die Errettung der erwählten Kirche eine getrennte und von der Errettung der Welt zu unterscheidende Angelegenheit ist. Wir haben die verschiedenen Schriftstellen , die mit der Sünde und ihrer Vergebung in einem losen Zusammenhang standen, undifferenziert angewandt. das hat uns den Blick darauf versperrt, uns zu bestimmten eindeutigen Ansichten über dieses Thema zu bringen. Mit dem allmählichen Öffnen unserer Augen des Verständnisses verstehen wir zum Beispiel in unserem Leittext die Erklärung, daß das (mehr …)

Heilung aller Leiden

„Er selbst nahm unsere Schwachheiten und trug unsere Krankheiten.” – Matthäus 8:2 – 17 Wenn auch unser großer Meister alle Arten von Krankheiten heilte, wäre es falsch anzunehmen, daß darin seine ganze Mission oder der wichtigste Teil seiner Aufgabe bestand. Er vollbrachte diese Heilungen im Hinblick auf drei Ziele: auf seine Botschaft aufmerksam zu machen eine Vorstellung von seinem großen zukünftigen Werk zu vermitteln, wenn er in seiner Herrschermacht alle Gebrechen heilen wird und die Menschheit aus dem Zustand von Sünde und Tod aufrichten wird Prüfstein zu sein für seine Treue dem Weihegelübde gegenüber. Bei den vielen Heilungen, durch die er den Menschen diente, legte er beständig sein Leben nieder, so daß dieser vollkommene Mensch nach dreieinhalb Jahren Dienst seine Lebenskraft so erschöpft hatte, daß er das Kreuz nicht mehr tragen konnte. So hatte er sein großes Opfer teilweise schon erbracht, bevor er Golgatha erreichte, wo es vollendet wurde. Und (mehr …)

Es besteht ein Unterschied zwischen dem Halten und dem Erfüllen des Gesetzes

Die Frage „Verlangte das Halten des Gesetzes Christi Tod?” ist von großer Tiefe und eine ganz besondere Frage. Auf der einen Seite könnte argumentiert werden, daß Christus einen Opfertod starb, und daß ein Gesetz, das den Tod eines Unschuldigen verlangt, nicht gerecht sein kann. Da nun Gottes Gesetz gerecht ist, verlangte es nicht den Tod eines Unschuldigen, und daher war es nicht notwendig, daß Jesus starb, um das Gesetz zu erfüllen. Doch das ist nur die eine Seite des Problems. Die andere Seite ist die, daß unser Herr Jesus, der seinen Gott von ganzem Herzen, mit ganzer Seele, mit seinem ganzen Verstand und seiner ganzen Kraft liebte, und der sein Leben dem Tun des Willens seines Vaters geweiht hatte, diesen Willen ausführen und alles, was dem entgegenstehen würde, vermeiden wollte. Sobald er also verstand, daß es Gottes Wille war, daß der Loskaufpreis eines vollkommenen menschlichen Lebens für Adam und die (mehr …)