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Damit ihr nicht ermüdet und in euren Seelen ermattet

„Denn betrachtet den, der so großen Widerspruch von den Sündern gegen sich erduldet hat, damit ihr nicht ermüdet und in euren Seelen ermattet.”

Hebräer 12:3

Eine der Hauptursachen, aus denen des Herrn Volk ständig in Gefahr steht, in seinem Geist und seinem Herzen zu ermüden und matt zu werden, ist die, daß es von der Welt weder wertgeschätzt noch anerkannt wird. In der Tat werden des Herrn Nachfolger oft unzutreffend dargestellt. Den großen Geschehnissen im Leben Jesu und in seinem Dienst wurde ständig von seinen Feinden widersprochen. Der Herr ertrug es jedoch bis zum Ende und starb um selbst jene zu erlösen, die ihn töteten. Als verkehrt betrachtet und dargestellt zu werden ist eine schwere Prüfung selbst dann, wenn der Herr uns als getreu beurteilt. Nur durch Glauben an den herrlichen Ausgang unseres Opferlebens sind wir imstande fortzufahren ohne zu ermüden.

Insoweit es das Fleisch betrifft, ist des Herrn Volk fehlerhaft und mag anderen Menschen vielleicht häufig Anlaß zum Widerspruch geben. Von Natur aus haben wir kein besonderes Ansehen und besitzen auch keine verdienstvollen Charaktereigenschaften, die uns aus den vielen Menschen, die uns in der Welt umgeben und mit den wir zusammenkommen, besonders hervorheben. Bei Jesus war es jedoch anders. Er war vollkommen, „heilig, sündlos, unbefleckt, abgesondert von den Sündern”. – Hebräer 7:26 Seine edle Gesinnung und seine Vollkommenheit wurden jedoch von jenen, die ihm widerstanden, abgelehnt, und er wurde wie ein Verbrecher zum Tod verurteilt. Der Herr ertrug dies alles ohne zu ermüden und ohne zu ermatten. Was für ein Beispiel!

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Der Abrahamische Bund und der Neue Bund

Der Abrahamische Bund ist nicht der Neue Bund, er ist auch nicht der Gesetzesbund. Als Neuer Bund wird der Vertrag bezeichnet, den Gott mit Israel und der Menschheit geschlossen hat, die in der Regierungszeit des Messias danach streben, „wahre Israeliten” zu werden. Dieser Neue Bund tritt als Mittel in Kraft, um die Segnungen des Abrahamischen Bundes eintreten zu lassen.

Der Abrahamische Bund bezieht sich ausdrücklich auf Abrahams Samen, der herrlich und mächtig werden soll mit der Vorausschau, daß die Menschheit Segen erhält. Der Neue Bund bezieht sich auf den Plan, dem zufolge Abrahams gegenbildlicher Same nach seiner Verherrlichung das ehrenvolle Werk ausführt, das der Abrahamische Bund für diesen Samen vorsieht.

Die Erfüllung des Abrahamischen Bundes begann mit der Person unseres Herrn Jesus, nicht als er seine Herrlichkeit im Himmel verließ, noch bei seiner Geburt in Bethlehem, sondern als Gott seine Weihung annahm und ihn dort zu einer Neuen Natur zeugte und ihn dann bei seiner Auferweckung als Neue Natur vollendete. Vor seiner Zeugung durch den Heiligen Geist war der Mensch Jesus nicht Abrahams Same nach der Verheißung, die die Menschheit segnen würde, denn so lange Jesus im Fleisch war, selbst als vollkommener Mensch, konnte er unmöglich die Menschheit segnen. Die Welt stand unter dem Todesurteil und konnte den Segen erst empfangen, wenn die Voraussetzung für die Aufhebung dieses Todesurteils geschaffen war.

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Wenn der HERR spricht

„Aber der HERR ist in seinem heiligen Tempel. Schweige vor ihm, ganze Erde.”

Habakuk 2:20

In einer der Prophezeiungen, welche die zornigen Nationen in der großen „Zeit der Drangsal” beschreibt, mit der das gegenwärtige Zeitalter endet, sagt Jahwe: „Seid stille und erkennt, daß ich Gott bin.” – Psalm 46:10 Die Menschen in der Welt von heute zeigen im Allgemeinen wenig Bereitschaft, auf irgend etwas zu hören, was Gott ihnen zu sagen hat. Aus diesem Grund setzen sie ihre Anstrengungen, die zwecklos sind, blindlings weiter fort, die Ordnung unter den streitsüchtigen Nationen und Völkern der Erde wiederherzustellen.

Die Fähigkeit anderen zuzuhören wird selbst in der menschlichen Gesellschaft als ein großer Pluspunkt gesehen. Wer nie zuhört, was ein anderer sagt, schließt sich in die kleine Welt seiner eigenen Gedanken ein, und doch ist diese schlechte Gewohnheit wahrscheinlich bei uns allen in einem bestimmten Maß vorhanden. Sind wir gute Zuhörer, oder sind wir unhöflich gegenüber jenen, mit denen wir sprechen, sie ständig inmitten ihrer Gedanken unterbrechend, die sie uns vorzutragen bemüht sind, oder ignorieren wir sie, indem wir schweigen?

In unserer Gemeinschaft mit den Geschwistern ist es besonders wichtig, daß wir gute Zuhörer sind, denn ein jeder hat Gedanken, die uns als Neue Schöpfungen erfrischen und stärken können, wenn die Gelegenheit gegeben wird, sie zu äußern. Oft sind einige der reichsten geistigen Gedanken von solchen angeregt worden, die nicht als Lehrer der Kirche angesehen werden. Wir sollten dies erkennen und nicht versuchen, jedes Gespräch zu beherrschen, an dem wir teilnehmen.

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Jerusalem – Die heilige Stadt

„Und ich sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem, aus dem Himmel von Gott herabkommen, bereitet wie eine für ihren Mann geschmückte Braut.”

Offenbarung 21:2

Es werden im heiligen Wort der Bibel Dutzende von Städten erwähnt und einige davon in symbolischer Weise. Eine von diesen ist Jerusalem. In der Zeit von Abraham war Jerusalem, was „Wohnstätte des Friedens” bedeutet, unter dem Namen „Salem” bekannt, der einfach „Frieden” bedeutet. Melchisedek war zu jener Zeit König von Salem, und als er Abraham willkommen hieß, „brachte er Wein und Brot heraus; und er war Priester Gottes, des Höchsten”. – 1. Mose 14:18

Jahrhunderte später eroberte König David Jerusalem und machte es zu seiner Hauptstadt. Er nannte es die Stadt Davids. – 2. Samuel 5:4 – 9 Unter David und seinem Sohn Salomon wurde Jerusalem das religiöse Zentrum aller Stämme Israels. Nachdem das Land in zwei Königreiche geteilt wurde, blieb Jerusalem die Hauptstadt von Juda, dem Zwei-Stämme Königreich, in dem seine Könige nacheinander regierten.

Während der Herrschaft von Zedekia, dem letzten König von Juda, wurde Jerusalem von Nebukadnezar, dem König von Babylon, eingenommen und zerstört. – 2. Könige 25:1 – 10 Nach siebzigjähriger Gefangenschaft in Babylon kehrten die Juden in ihr Land zurück, und Jerusalem wurde unter der Führung von Nehemia wiederhergestellt. – Nehemia 12:26 und 27 Jerusalem blieb der Rückkehr des Volkes aus der Gefangenschaft weiterhin das Herz der hebräischen Wiederbelebung bis es später die Griechen eroberten, gefolgt vom Römischen Reich.

So stand Jerusalem zur Zeit des Dienstes Jesu auf Erden unter der Herrschaft des Römischen Reiches, auch wenn den Juden viel religiöse Freiheit gewährt wurde. Die römische Herrschaft unterließ es im allgemeinen sich in die Anbetung einzumischen, so lange die Juden nicht versuchten, die Autorität ihrer zivilen Herrscher zu behindern. Weil zu jener Zeit in Israel die jüdischen religiösen Herrscher danach trachteten, Jesus aus dem Weg zu räumen, waren sie darüber froh, sich an die römischen zivilen Herrscher wenden zu können, ihnen dabei zu helfen. Um diese Hilfe zu bekommen beschuldigten sie Jesus, daß er behauptete, ein König zu sein, was, wenn es so zuträfe, ein Treuebruch gegen Rom gewesen wäre. – Matthäus 26:59 – 66 sowie Johannes 19:14 und 15

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