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„Der Glaube aber ist eine Verwirklichung dessen, was man hofft, ein Überführtsein von Dingen, die man nicht sieht.” – Hebräer 11:1 Das Kapitel, das wir betrachten, ist eines der Meisterstücke Heiliger Schrift. Tatsächlich nimmt das ganze Buch an die Hebräer in der Bibel eine herausragende Stellung ein. Tatsächlich haben einige seine Urheberschaft in Frage gestellt, aber uns scheint es keinen Zweifel daran zu geben, daß es von Paulus geschrieben wurde. Es ist durchweg von seiner meisterhaften Logik, seiner Ehrfurcht und persönlichen Demut gekennzeichnet. Es gibt Einsicht in den göttlichen Plan der Zeitalter, die mit den anderen Briefen des Paulus völlig übereinstimmt und in dieser Beziehung alle anderen Schriften der Bibel weit übertrifft. Es ist von einigen festgestellt worden, daß sein Stil im Hebräerbrief erhabener ist, als der in einigen anderen Paulusbriefen, obgleich auch diese keiner gesunden Argumentation und Logik entbehren, doch in einem einfachen und väterlichen Stil für die allgemeinen (mehr …)
Frage von 1912: Ist jeder geistgezeugt, der sich in diesem Evangelium-Zeitalter im Vorhofzustand befindet? Antwort: „Nein. Niemand ist geistgezeugt, wenn er in den Vorhof eintritt, denn dafür ist die Geisteszeugung nicht erforderlich. Dabei sind wir keine Gegner von Andersdenkenden. In der Stiftshüttenabhandlung legen wir unsere Meinung dar, und dort heißt es, daß der Vorhof ein Ort der Rechtfertigung ist, und daß sich die dort anwesenden Menschen in einem Zustand sogenannter Rechtfertigung befinden. Diese Rechtfertigung ist eine tatsächliche oder versuchsweise. Wo liegt der Unterschied? Die tatsächliche Rechtfertigung kann als eine reale oder eine nach bestem Wissen bezeichnet werden. Jesus war z. B. tatsächlich vollkommen und von Gott als vollkommen bestätigt, und das nicht, weil etwas mit ihm geschehen ist, oder weil ihm etwas zugerechnet wurde. Er war tatsächlich vollkommen, gerecht und makellos in Gottes Augen, denn es war keine Sünde an ihm. Aber keiner von uns, seinen Nachfolgern, ist in dieser (mehr …)
Frage von 1913: Haben sich die Ansichten bezüglich der Rechtfertigung der Kirche geändert, so daß die Darstellungen in Band 1 der Schriftstudien nicht mehr mit der heutigen Anschauungen übereinstimmen? Antwort: „Ganz sicher nicht! Wenn es so wäre, würden wir Verlag und Verbreitung des 1. Bandes stoppen. „ …. der Pfad des Gerechten ist wie das glänzende Morgenlicht, das stets heller leuchtet bis zur Tageshöhe.” – Sprüche 4:18 So wird auch der Gegenstand der Rechtfertigung von vielen aus dem Volk des Herrn immer klarer erkannt. Manche Merkmale, die ihnen früher entgangen waren, sind jetzt offenbar. So hat in der Vergangenheit – und bei einigen trifft dies auch heute noch zu – so mancher nicht wahrgenommen, daß Rechtfertigung aus Glauben ein sich schrittweise vollziehender Prozeß ist. Jeder weitere Glaubensschritt führt daher näher ans Ziel. Doch dieser äußerste Rechtfertigungszustand ist erst erreicht, wenn sich unser Glaube durch Gehorsam und völlige Selbstaufgabe in der (mehr …)