Evangeliumszeitalter

Was die Kirche opfert

In den Schriften wird das Wort Opfer sehr passend so angewendet, dass ihm zwei unterschiedliche Bedeutungen zukommen – erstens wird mit ihm die Übergabe unseres Willens beschrieben, damit Gottes Wille in uns getan wird. Und zweitens zeigt es uns das Werk unseres großen Hohenpriesters, dem wir uns selbst übergeben, und der unsere Weihung gegenüber Gott annehmbar macht. Zuerst opfern wir, was wir an gegenwärtigen irdischen Rechten, Vorrechten und Gelegenheiten haben; denn dies ist das, was wir besitzen. Aber zusätzlich geben wir etwas durch Glauben auf. Durch den Glauben erkennen wir, daß Gott eine Vorsehung getroffen hat, daß die ganze Menschheit das Vorrecht der Wiederherstellung zur Vollkommenheit während des Millennium-Zeitalters haben soll; und durch Glauben verzichten wir auf unsere Teilnahme an den Wiederherstellungsvorrechten oder „geben sie auf”. So ist die Summe unseres Aufgebens unsere Übergabe von allem, was wir besitzen und unser das Aufgeben dessen, was wir durch den Glauben an (mehr …)

Frage Q355:4

Frage von 1915: Wenn die Strafe für das Vergießen gerechten Blutes, wie es beginnend mit dem Mord an Abel bis hin zu unserem Herrn geschehen ist, im Jahr 70 n. Chr. über die Juden kam, wie können wir die Züchtigungen erklären, die sie das ganze Evangeliumszeitalter hindurch erfahren haben? Antwort: Wir wissen, daß die Juden zu der Zeit, als der Tod des Herrn unmittelbar bevorstand, schrien: „Sein Blutkomme über uns und unsere Kinder.” Nicht nur waren sie bereit, persönlich die Verantwortung für Jesu Tod auf sich zunehmen, sondern sie wollten dies auch für ihre Nachkommen. Sicherlich hatte Gott in Seinem Vorherwissen derHandlungen dieses Volkes und dessen Gesinnung von Anfang an ihre „sieben Zeiten der Ungnade” vorgesehen. Und Er hat dafür gesorgt, daß dies von Moses in seinem vierten Buch – Kapitel 26:18 – 45 – niedergeschrieben wurde. Dort erklärt Gott, daß Er über die Israeliten, sollten sie die Zuwiderhandlungen gegen (mehr …)