Zeitschrift Tagesanbruch

Die Heilung des Lahmen

„Er sprang auf, konnte stehen und ging umher. Und er trat mit ihnen in den Tempel, ging umher und sprang und lobte Gott.“ (Apostelgeschichte 3:8, siehe auch Apostelgeschichte 3:1-10)

Der im Leittext genannte Mann war lahmgeboren. Offenbar war er in der Nähe des Tempels aufgewachsen, und begann irgendwann die Passanten um Almosen zu bitten. Der Bericht besagt folgendes: „Und ein Mann, der von seiner Mutter Leibe an lahm war, wurde herbeigetragen; man setzte ihn täglich an die Pforte des Tempels, die man die schöne nennt, damit er Almosen erbat von denen, die in den Tempel gingen. Als dieser Petrus und Johannes sah, wie sie in den Tempel eintreten wollten, bat er, ein Almosen zu erhalten.“ (Apostelgeschichte 3:2,3) Viele Juden in Jerusalem kannten ihn also schon seit Jahren, und bei Gelegenheit boten ihm einige freundlicherweise ihre Hilfe an.

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Im Geist wandeln

„Ich sage aber: Wandelt im Geist, und ihr werdet die Begierde des Fleisches nicht erfüllen.“ (Galater 5:16 – siehe auch Galater 5:16-26)

Der Brief des Paulus an die Galater wurde verfasst, um den Einfluss der judaistischen Lehrer zu bekämpfen. Diese versuchten, den Glauben der Nachfolger zu untergraben, indem sie darauf beharrten, dass sie in ihrer Beziehung zu Gott auch das Gesetz Mose befolgen müssten. In unserem Leittext wird jedoch betont, dass die einzige Möglichkeit, menschliche Ziele, Ambitionen und Begierden unter Kontrolle zu halten, darin besteht, sich dem göttlichen Einfluss durch Gottes Wort zu unterwerfen, und zwar als Ergebnis der der Zeugung mit dem Geist.

Doch selbst bei geweihten Gläubigen kann es aufgrund unserer ererbten sündigen Natur vorkommen, dass wir Gefühle der Feindseligkeit gegen andere hegen, wenn sie sich uns gegenüber auf eine Weise verhalten, die uns im Fleisch verärgert. Solche Neigungen müssen überwunden werden, wenn wir an der Wiederherstellung der gefallenen Menschheit zur Vollkommenheit im Reich Gottes teilhaben wollen. „Denn das Fleisch begehrt gegen den Geist auf, der Geist aber gegen das Fleisch; denn diese sind einander entgegengesetzt, damit ihr nicht das tut, was ihr wollt. Wenn ihr aber durch den Geist geleitet werdet, seid ihr nicht unter dem Gesetz.“ (Verse 17 und 18)

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Ein Wendepunkt in Gottes Plan

„Petrus aber öffnete den Mund und sprach: In Wahrheit begreife ich, dass Gott die Person nicht ansieht.“ (Apostelgeschichte 10:34)

Religiöse Überzeugungen und Gefühle sind oft tief im menschlichen Herzen verwurzelt. Und es ist auch gut so, denn sie stehen für unser Bestreben, unseren Gott anzubeten und ihm zu dienen. Diejenigen, die ihre religiösen Ansichten nur halbherzig vertreten und sie bei jeder neuen Theorie, die sie zufällig hören und mögen, als veränderbar betrachten, sind, wenn überhaupt, nur wenig besser dran als diejenigen, die überhaupt nicht gläubig sind. Der Wunsch, in dem, was man glaubt, gefestigt zu sein, ist lobenswert. Nur so ist der Christ davor sicher, von „jedem Wind der Lehre“ umhergetrieben zu werden (Epheser 4:14).

Man sollte sich natürlich bemühen, in der Wahrheit zu stehen und nicht im Irrtum. In der Wahrheit stehen heißt, das direkte Zeugnis des Wortes Gottes sorgfältig zu prüfen. Das bedeutet, nicht nur zu wissen, was man glaubt, sondern auch warum. Infolgedessen ist man immer bereit, einen Grund für die Hoffnung zu nennen. Und der einzige Grund, den Christen immer nennen sollten, ist das Zeugnis des Wortes Gottes (1. Petrus 3:15).

Die Grundsätze der Wahrheit, die wir in Gottes heiligem Wort finden, sind insofern fortschreitend, als wir sie im Laufe der Zeit besser verstehen lernen, aber sie ändern sich nicht. Die Grundsätze, die in der Vergangenheit wahr waren, sind heute wahr und werden es auch morgen sein. Vielleicht verstehen wir diese Dinge heute besser als in der Vergangenheit und werden sie morgen noch besser verstehen als heute. Das liegt jedoch daran, dass wir uns weiterentwickeln, und nicht daran, dass sich die Wahrheit ändert. Darüber hinaus gibt es rechte Zeiten, in denen bestimmte Aspekte des Wortes Gottes verstanden werden müssen, und wenn es uns gegeben ist, zu einer Zeit zu leben, in der Gottes Plan von einem Entwicklungspunkt zum anderen fortschreitet, können wir mit einem besseren Verständnis dieser Details gesegnet sein. Wenn unser erweitertes Wissen jedoch wahr ist, wird es in Harmonie mit dem stehen, was wir zuvor gelernt haben und was durch die Heilige Schrift bewiesen ist, und nicht im Widerspruch zu ihr.

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Lektionen vom Fluss Jordan

„Denn ihr geht über den Jordan, um hineinzuziehen, das Land in Besitz zu nehmen, das der Herr, euer Gott, euch gibt; und ihr werdet es in Besitz nehmen und darin wohnen. Und so achtet darauf, all die Ordnungen und die Rechtsbestimmungen zu tun, die ich euch heute vorlege!“ (5. Mose 11:31,32)

Mehr als dreitausend Jahre sind vergangen, seit die Israeliten die Anweisungen unseres Leittextes erfüllten, den Jordan überquerten und erstmals das ihren Vorfahren verheißene Land betraten. Der Fluss Jordan hat in der Geschichte des auserwähltem Volkes Gottes, der Nation Israel, eine wichtige Rolle eingenommen. Wenn wir in der Heiligen Schrift nachforschen, können wir vielen Ereignissen, die ihn betreffen, eine wichtige Bedeutung beimessen. Obwohl Israel als Nation heute noch nicht die Hand Gottes in seinen Angelegenheiten und genauso wenig die Symbolik, die in der Betrachtung des Jordans enthalten ist, voll und ganz versteht, sehen Bibelforscher diese Dinge durch die erleuchtende Kraft von Gottes Heiligem Geist. Das gilt besonders, wenn die Zeit näher rückt, in der das Reich Gottes durch Christus auf der Erde errichtet wird.

Viele der herausragenden Ereignisse im alten Israel, die eine bildhafte Bedeutung hatten, waren mit dem Jordan verbunden. Aus den biblischen Berichten geht hervor, dass Gott angeordnet hat, dass die Israeliten auf der Ostseite des Toten Meeres und des Jordans hinaufziehen und dann den Fluss in Richtung Westen überqueren sollten, um Kanaan zu betreten. (5. Mose 4:45 – 49; 11:29 – 31) Es wäre viel einfacher gewesen, wenn sie auf der Westseite des Toten Meeres hinaufgezogen wären und den Jordan gar nicht hätten überqueren müssen. Doch ihre Reise auf der Ostseite bot Gott die Gelegenheit, den Israeliten und uns wertvolle Lektionen zu erteilen. Wir erinnern uns auch daran, wie der Jordan in vielen der Erlebnisse von Elia und Elisa einfloss, von denen die meisten im zweiten Buch der Könige aufgezeichnet sind. David hatte ebenfalls viele Erfahrungen am Jordan, die von Bedeutung sind, und es ist auch bemerkenswert, dass Jesus im Jordan getauft wurde.

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