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„Ich will mich aufmachen und zu meinem Vater gehen.” – Lukas 15:18 Nach den Gleichnissen vom verlorenen Schaf und von der verlorenen Drachme, einem Bild für Gottes allgemeines Handeln mit der Menschheitsfamilie, erzählte der Herr ein drittes Gleichnis als Versinnbildlichung für Gottes Handeln mit dem Volk Israel. Er wollte, daß seine Zuhörer nicht nur eine grobe Vorstellung von Gottes Güte und Aufmerksamkeit für die Wiederherstellung der Verlorenen haben, sondern hier ist eine Lehre enthalten, die den Gegenstand mit der Lebenswirklichkeit der Zuhörer, der Pharisäer und Zöllner, verknüpft und ihnen die Situation und jedem von ihnen die rechte Art zu handeln vorstellt. Dabei ist festzuhalten, daß der Herr, der bekanntlich Sündern gegenüber gnädig war, die Sünde niemals duldete. Die Freundschaft zu den Zöllnern war nie erkauft, indem unser Herr eine Sache verfälscht und behauptet hat, sie seien keine Sünder; im Gegenteil: er bezeichnete sie als Sünder, zeigte ihnen sein Mitgefühl und (mehr …)
„Sei nicht ungläubig, sondern gläubig!” – Johannes 20:27 Der Apostel Thomas ist bei keiner der Kundgebungen Jesu nach seiner Auferstehung anwesend gewesen. Thomas scheint eine ziemlich skeptische Meinung gehabt zu haben. Er hörte, wie die anderen Apostel darüber sprachen, was sie gesehen hatten, über die Kundgebungen, die stattgefunden hatten, und er fühlte, daß er solchen Beweisen, die die Auferstehung Jesu belegen sollten, keinen Glauben schenken konnte. Er dachte, daß seine Geschwister sich vielleicht hatten täuschen lassen. Thomas unterstellte seinen Mitjüngern nicht, daß sie ihn zu täuschen versuchten, sondern erklärte, daß er nicht an irgendein solches Zeugnis glauben konnte, es sei denn, daß er es selbst bekommen würde. Er sagte: „Wenn ich nicht in seinen Händen das Mal der Nägel sehe und meine Finger in das Mal der Nägel lege, und lege meine Hand in seine Seite, so werde ich nicht glauben.” – Johannes 20:25 Seine Gedanken könnten in etwa diese (mehr …)
„Ich bin nicht gekommen, Gerechte zu rufen, sondern Sünder.” – Markus 2:17 Die Bezeichnung „Zöllner” wurde in den Tagen Jesu auf Juden angewandt, die der römischen Herrschaft als Zolleinnehmer in Palästina dienten. Die Bezeichnung war vorwurfsvoll, weil die Juden an der Abrahamischen Verheißung festhielten, daß die ganze Welt von ihnen, als dem besonderen Volk Gottes, gesegnet werden sollten. Sie hielten daran fest, daß dies bedeute, daß sie nicht nur von aller anderen Herrschaft frei sein sollten, sondern daß sie auch die Meister der Welt sein sollten. Und wenn dies zutreffend ist, so sollten alle anderen Nationen ihnen Tribut zahlen, sie jedoch keiner. Die am meisten staatsbürgerlich gesinnten Juden lehnten es daher ab, auf diese Weise Agenten der römischen Herrschaft zu sein, indem sie Tribute oder Steuern für diese eintrieben, und so wurde auf die Tributeinnehmer oder Zöllner mit Verachtung herabgeblickt, als solche, die sich gegenüber ihrer Religion und ihrer Nation (mehr …)
Wenn wir auch eingestehen, daß wir nicht durch den Umfang an Erkenntnis über den göttlichen Plan gerechtfertigt sind, sondern durch das Maß unseres Glaubens, interessieren wir uns dennoch von Herzen für alles, was die Schrift über das Wahrheitsgebäude lehrt, und was die Reichweite unseres Glaubens als Ganzes erfaßt. Die Aufgabe war genauso groß, als wir uns zu Anfang damit befaßten, wie sie es heute ist, doch wir haben ihre einzelnen Züge nicht erkannt, wie wir es heute tun. Und sehr wahrscheinlich gibt es dort manche Punkte, die sich unseren Augen des Verständnisses in der Zukunft klarer erschließen werden. Unsere angemessene Haltung ist die der Dankbarkeit Gott gegenüber, daß wir anerkennen, daß Seine Sündenvergebung für uns irgendwie durch den Tod von Jesus möglich gemacht wurde. Die Anerkenntnis dieser Tatsache rechtfertigte uns und zog uns zum Herrn in unserer Taufe, wo wir sagten: „Die Liebe des Christus drängt uns.” – 2. Korinther (mehr …)