Zeitalter

Die Verantwortung der Verwalter

„Dafür halte man uns: für Diener Christi und Verwalter der Geheimnisse Gottes.“
(1. Korinther 4:1)

In unserem Eingangstext lenkt der Apostel Paulus unsere Aufmerksamkeit auf die wichtige Verantwortung, die Gottes Volk hat, wenn es anderen die herrliche Botschaft des Evangeliums verkündet. In diesem Text ist das Wort „Diener“ die Übersetzung eines griechischen Wortes, das „Untergebener“ bedeutet. Diese Diener werden als des „Christus“ seiend beschrieben, das heißt, sie sind Christus untertan. Paulus fügt eine zweite Verantwortung hinzu, die das Volk des Herrn hat, indem er das Wort „Verwalter“ verwendet, das im griechischen Text jemanden bezeichnet, der als dienender  Verwalter eines Haushalts eingesetzt ist. Paulus betont, dass Gottes Volk als Verwalter eine Verantwortung für „die Geheimnisse Gottes“ hat. Im Vers, der auf unsere einleitende Schriftstelle folgt, unterstreicht Paulus die Bedeutung dieser christlichen Verantwortung, indem er sagt: „Übrigens sucht man hier an den Verwaltern, dass einer treu befunden wird.“ (1. Korinther 4:2)

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Pfingsten und die Webe-Brote als Erstlinge des Herrn

„Und als der Tag der Pfingsten erfüllt war, waren sie alle an einem Ort beisammen. (…) Und sie wurden alle mit Heiligem Geist erfüllt.“ (Apostelgeschichte 2:1,4) Pfingsten wurde von den Christen seit Jahrhunderten als religiöser heiliger Tag gehalten. Wie es in unserem Eröffnungstext heißt, wird es in Erinnerung an die Zeugung des Heiligen Geistes gefeiert, der auf die Jünger Jesu kam. Das Wort Pfingsten stammt aus einem griechischen Wort und bedeutet „der fünfzigste Tag“ und hat seinen Ursprung in Israels Erntedankfest (Schawuot). In diesem Jahr wird das jüdische Fest am 2. und 3. Juni gefeiert, dessen Gegenbild, Pfingsten, jedoch am 8. und 9. Juni. Das Hauptmerkmal des jüdischen Erntedankfestes umfasste die zwei Webe-Brote, die vor dem Herrn dargebracht werden sollten. Diese Brote wurden aus dem ersten Ertrag der Getreideernte hergestellt. Fünfzig Tage zuvor, am 16. Tag des Monats Nisan, wurde eine „Garbe“ oder Handvoll reifes Getreide vor dem Herrn gewebt. (mehr …)

Harmagedon – dann Weltfrieden

„Und er versammelte sie an einen Ort, der auf hebräisch Harmagedon heißt.”

Offenbarung 16:16

Sowie der internationale Kampf der Ideologien an Heftigkeit zunimmt und die Philosophen der Welt nach einer Begriffsbestimmung suchen, um damit die Bedeutung der vor sich gehenden Ereignisse zu erklären, wird häufig das Wort Harmagedon gebraucht, jedoch selten versucht, seine Bedeutung zu erläutern. Vielleicht kennen die Verfasser im allgemeinen seine Bedeutung nicht und wissen nur, daß es einen großen Kampf bedeutet; darum gebrauchen sie es, um etwas zu beschreiben, was sie nicht verstehen. Wahrscheinlich haben aber doch die meisten Menschen eine unbestimmte Ahnung, daß das Wort Harmagedon auf einen mächtigen Kampf anzuwenden ist, bei dem Gott irgendwie beteiligt ist.

Harmagedon ist ein biblischer Ausdruck und wird im letzten Buch der Bibel in Verbindung mit dem gebraucht, was als „der Krieg des großen Tages Gottes, des Allmächtigen”, beschrieben wird. – Offenbarung 16:14 Die Offenbarung ist ein Buch der Symbole, worin ein jahrhundertelanger Kampf zwischen Wahrheit und Irrtum, Gerechtigkeit und Ungerechtigkeit, Christo und dem Antichrist dargestellt wird. In diesem Schaubild werden einerseits solche Sinnbilder wie „Tier”, „Drache”, „falscher Prophet”, „Babylon”, „Hure”, „unreine Geister”, „Frösche”, usw. gebraucht, andererseits Sinnbilder wie „Lamm”, „Braut”, „heilige Stadt” und andere. „Harmagedon” ist auch ein solches Sinnbild dieses Buches und steht in Verbindung mit der großen und letzten Phase eines Kampfes, mit dem das gegenwärtige Zeitalter zu Ende geht, wenn das Königreich Christi siegreich ersteht und allgemeinen immerwährenden Frieden herbeiführt.

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Der Anfang der Schöpfung Gottes

„Im Anfang war das Wort, (Logos) und das Wort (Logos) war bei Gott, und das Wort (Logos) war Gott. Dieses war im Anfang bei Gott. Alles wurde durch dasselbe, und ohne dasselbe wurde auch nicht eines, das geworden ist.” – Johannes 1:1 – 3 Der Logos war Jahwes, Gottes, erster Schöpfungsakt, soweit es intelligente Wesen betrifft. Lange bevor der Mensch erschaffen wurde oder unsere Erde aus ihrem chaotischen Zustand, lange bevor Engel und Cherubim erschaffen wurden, brachte die göttliche Kraft einen Sohn auf geistiger Ebene hervor – Jahwes Erstgeborenen – herrlich, vollkommen, wunderbar, nach Seinem eigenen Bildnis. Dieser Herrliche wird in unserem Leittext als der Logos, das Wort, die Botschaft, die Ausdrucksform Gottes bezeichnet. Im Alten Testament wird symbolisch auf ihn als die „Weisheit” hingewiesen. – Sprüche 8:22 – 30 „Der HERR hat mich geschaffen als Anfang seines Weges, als erstes seiner Werke von jeher … Da war ich Schoßkind (mehr …)