Glückselig

„Glückselig die Reinen im Herzen”

„Den Reinen ist alles rein; den Befleckten aber und Ungläubigen ist nichts rein, sondern befleckt ist sowohl ihre Gesinnung als auch ihr Gewissen. Sie geben vor, Gott zu kennen, aber in den Werken verleugnen sie ihn und sind greulich und ungehorsam und zu jedem guten Werk unbewährt.” „Behüte dein Herz, mehr als alles, was zu bewahren ist; denn von ihm aus sind die Ausgänge des Lebens.” – Titus 1:15; Sprüche 4:23

Die erste Schriftstelle unseres Leittextes ist eine äußerst schwere Anklage. Der Zusammenhang scheint anzudeuten, daß der Apostel einige anredete, die in einem gewissen Sinn mit der Sache des Herrn in Verbindung standen, deren Lehre und Lebensweise sich aber mit der Botschaft des Evangeliums im Widerspruch befanden. Ob er sich auf ungläubige Juden bezog, oder auf solche, die wenigstens dem Bekenntnis nach Nachfolger Christi geworden waren, können wir nicht mit Bestimmtheit sagen. Jedenfalls bezog er sich auf solche, die Gott zu kennen vorgaben, sei es durch das Gesetz oder durch das Evangelium. Die Worte scheinen anzudeuten, daß sie auf ihre Art Ankläger waren. An allem fanden sie etwas auszusetzen – niemand konnte etwas ganz recht machen, keine Lehren waren richtig. Wir alle haben Personen mit solchem Charakter getroffen – Leute, die nirgends etwas Reines oder Gutes sehen, und die die ganze Zeit andere verurteilen.

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Seligkeit ist mehr wert als Glück

„Glückselig, die reinen Herzens sind, denn sie werden Gott schauen.” – Matthäus 5:8 Mit Glück beschreibt man die Stimmung der Freude, die Menschen von Zeit zu Zeit haben, Seligkeit aber kommt aus jener dauernden Freude und dem Trost, wenn ein Mensch sein Wesen auf Übereinstimmung mit Gott ausrichtet. In der Welt sind die Menschen manchmal glücklich, manchmal niedergeschlagen, traurig und beunruhigt. Aber wer ein Nachfolger des Herrn und Schüler in Christi Schule wird und von ihm unterrichtet wird, für den gibt es den Frieden Gottes, der allen Verstand übersteigt und das Herz leitet. Er bringt Trost und Ruhe selbst unter den widrigsten äußeren Umständen. Die nachstehende Lektion beschreibt den Herzenszustand, der notwendig ist, um den Frieden Gottes zu erlangen. So wie wir uns die rechte Auffassung aneignen und dann daran arbeiten, dieses Ideal zu erreichen, genau so bewegt sich das Maß oder der Fortschritt der Seligkeit, die in unser Herz (mehr …)

Glückselig, wer sich nicht an mir ärgern wird

Als Johannes der Täufer, in der Wüste von Judea vom nahen Königreich, dem „Reich der Himmel”, zu predigen beginnt, ist es ihm selbst noch verborgen, wer nach Gottes Vorsatz der König dieses Reiches sein soll. – Matthäus 3:2 und Johannes 1:33 Doch schon bald darauf konnte Johannes bestätigend sagen: „Ich schaute den Geist wie eine Taube aus dem Himmel herabfahren, und er blieb auf ihm.” – Johannes 1:32 – 34 Der Ewige, der ihn gesandt hatte, mit Wasser zur Buße zu taufen, hatte ihm nun auf diese eindrucksvolle Weise gezeigt, daß Jesus, den er von Kindheit an kannte, der von Gott erwählte Messias und König Israels sein sollte. Kurze Zeit später wird der Täufer von Herodes ins Gefängnis geworfen, und aus dem Gefängnis schickt er zwei seiner Jünger mit einer Frage, die einen gewissen Zweifel erkennen läßt: „Bist du der Kommende, oder sollen wir auf einen anderen warten?” – Matthäus11:3 (mehr …)