Bibelstudium

Christi Himmelfahrt

„Und es geschah, indem er sie segnete, schied er von ihnen und wurde hinaufgetragen in den Himmel.“ Lukas 24:51 Der Verfasser unseres Leittextes, der Evangelist Lukas, verweist uns hier auf die Apostelgeschichte, Kapitel 1, Verse 1 – 14, und stellt zum Evangelium die Verbindung her. Die beiden Verse 2 und 3 umreißen die vierzig Tage, in denen der Herr nach seiner Auferstehung und vor seiner Himmelfahrt bei den Jüngern war. In dieser Zeit war es dem Herrn ein großes Anliegen, die Jünger über den geistigen Charakter seines zu errichtenden Reiches und auch darüber aufzuklären, daß sein Leiden als Vorstufe zu der darauffolgenden Herrlichkeit notwendig war. Seine Erklärungen zur Schrift, wie er sie z. B. den Jüngern auf dem Weg nach Emmaus gab, stellten nur einen Teil seiner Aufklärung dar; ein weiterer und, wie wir annehmen können, wichtigerer Teil wurde ihnen anschaulich durch sein Verhalten vermittelt. Er wollte zwei Dinge unter (mehr …)

David, König von Juda

„Jahwe regiert. Es frohlocke die Erde.” – Psalm 97:1 In Davids Persönlichkeit begegnen uns außerordentliche und vielfältige Qualitäten, die er von Natur aus besaß. In ihm erleben wir die seltene Kombination aus einem erfolgreichen Staatsmann, Heerführer, Musiker und Dichter. Seinem Wesen nach war er, insgesamt betrachtet, edel, großzügig, demütig, freundlich, begeisterungsfähig und heldenhaft. Er war ehrfürchtig gegen Gott und hatte wohl von Jugend an einen festen Glauben an die Verheißungen Gottes und Seine Vorsehung. Doch David war nicht ein Musterheiliger: Es gab einige seltsame Widersprüchlichkeiten in seinem Charakter, die um so auffallender sind, weil sie sich von den schönen und edlen Wesenszügen abheben, die uns mit Bewunderung erfüllen. Doch weil er diese Ungereimtheiten, soweit er sie erkennen konnte, in aller Aufrichtigkeit bereute, schätzen wir die Niedriggesinntheit, mit der er von seinen Verfehlungen Abstand nahm. Wir müssen David die gleiche liebevolle und gnädige Wertschätzung angedeihen lassen, mit der Gott all Seine (mehr …)

Der Feigenbaum ist verdorrt

„Und Petrus erinnerte sich und spricht zu ihm: Rabbi, siehe, der Feigenbaum, den du verfluchtest, ist verdorrt.” – Markus11:21 Wir meinen, daß diese Episode im irdischen Lauf unseres Herrn sehr bedeutsam ist. Alles, was er tat, war gut, und das nicht nur zur damaligen Zeit, sondern sehr oft im Sinne von modellhaften Vorgängen für größere später kommende Dinge. Indem er u. a. Dämonen austrieb, wies der Herr hin auf die Herrlichkeit seines zukünftigen Reiches. In diesem Reich werden alle Kranken geheilt, alle Blinden bekommen ihr Augenlicht, alle Gelähmten werden gehen; die buchstäbliche Heilung und Segnung der Welt wird kommen. Alle Dämonen werden ausgetrieben. Der Herr hatte sich nicht zum Ziel gesetzt, in seinem Erdenleben alle Kranken, die ihm begegnet sind, zu heilen. Wir erinnern uns an den Fall des gelähmten Mannes in der Säulenhalle des Teichs von Bethesda. Jesus ging zu dem Mann und sagte zu ihm: „Willst du gesund (mehr …)

Benjamins fünffache Portion

„Wer seinen Bruder liebt, bleibt im Licht, und nichts Anstößiges ist in ihm.” – 1. Johannes 2:10 Als der von Ägypten beschaffte Weizenvorrat nahezu aufgebraucht war, drängte Jakob seine Söhne, wieder nach Ägypten zu gehen, um noch mehr Weizen zu beschaffen. Sie aber lehnten es entschieden ab, dorthin zurückzukehren, bis ihr jüngerer Bruder, Benjamin, mit ihnen gehen würde. Dann verbürgte sich einer der Brüder – Juda – für Benjamin. Jakob willigte schließlich ein, Benjamin mit einem Geschenk von Honig, Gewürzen und dem doppelten Geldbetrag dessen, was er zuvor gesandt hatte, zu schicken – mit der Bemerkung: „Und Gott, der Allmächtige gebe euch Barmherzigkeit vor dem Mann [Josef], daß er euch euren andern Bruder und Benjamin (wieder mit zurück)schicke: Und ich, wie ich die Kinder verlieren soll, muß ich die Kinder verlieren!” – 1. Mose 43:14 Diese wurden wieder von Josef erwartet, der diesmal Anweisungen gab, daß für sie ein Mittagsmahl (mehr …)