„Und sie sagte zu ihnen: So spricht der HERR, der Gott Israels: Sagt dem Mann, der euch zu mir gesandt hat: So spricht der HERR: Siehe, ich will Unheil über diesen Ort bringen und über seine Bewohner: alle Worte des Buches, das der König von Juda gelesen hat.“ (2. Könige 22:15,16)
Die alttestamentliche Prophetin Hulda war die Gemahlin Schallums. Dieser war ein angesehener Mann und stammte aus einer vornehmen Familie. Er war der Sohn Tikwas, des Sohnes Hashas, welcher die Aufsicht über die königlichen Gewänder führte. Gemäß der englischsprachigen King-James-Bibel-Übersetzung soll Hulda zu Jerusalem in einem Viertel gewohnt haben, welches in der englischen Sprache „College“ genannt wird. McClintock und Strong bemerken hierzu: „Es gibt keinen Grund zu der Annahme, dass hier eine Schule oder ein Lehrinstitut der Propheten gemeint sei.1
Der Name dieses Stadtteils war Mischneh, was „zweiter Teil“ oder „Bezirk“ bedeutet. In der Elberfelder Bibelübersetzung wird dieser zweite Stadtteil auch als die Neustadt Jerusalems bezeichnet. Es wird angenommen, dass dieser Stadtteil einen Vorort zwischen den inneren und den äußeren Mauern der Stadt bildete.
Diese alttestamentliche Frau wird in der Heiligen Schrift nur an zwei Stellen erwähnt, und zwar in 2. Könige 22:14 und 2. Chronik 34:22. Beide Berichte handeln von der Weissagung, die im Hinblick auf das wiederaufgefundene Buch des Gesetzes ausgesprochen wurde.
Hulda lebte in den Tagen Josias, als dieser über Juda regierte. Dieser bestieg den Thron als König von Juda, nachdem Manassehs Sohn Amon im Alter von vierundzwanzig Jahren in seinem eigenen Hause ermordet worden war. Amons nur zweijährige Regierung war von großer Gottlosigkeit und vom Bestreben geprägt, den Götzendienst wieder aufzurichten. Sein Sohn Josia war erst acht Jahre alt, als er König wurde.
Als Diener Gottes wurde Josia zu einem der bedeutendsten Reformkönige Israels. Er wurde in der Zeit geboren, als am Ende der Regierungszeit von Manasse eine Bewegung zur Wiederherstellung des wahren Gottesdienstes im Gange war, und sein Name bedeutet: „Jehova wird stützen.“ Seine Mutter und seine Großmutter mütterlicherseits stammten offenbar aus einem gottesfürchtigen Elternhaus. Josias Mutter hieß Jedida, ein Name, der „die von Jehova Geliebte“ bedeutet. Seine Großmutter mütterlicherseits hieß Adaja, ein Name, der „die von Jehova Geehrte“ bedeutet.
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