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„Was aber Zeiten und Zeitpunkte betrifft, Brüder, so habt ihr nicht nötig, daß euch geschrieben wird, denn ihr selbst wißt genau, daß der Tag des Herrn so kommt wie ein Dieb in der Nacht. Wenn sie sagen: Friede und Sicherheit! Dann kommt ein plötzliches Verderben über sie wie die Geburtswehen über die Schwangere; und sie werden nicht entfliehen. Ihr aber, Brüder, seid nicht in Finsternis, daß euch der Tag wie ein Dieb ergreife; denn ihr alle seid Söhne des Lichtes und Söhne des Tages.” – 1. Thessalonicher 5:1 – 5 Die allgemeine Richtung der menschlichen Gedanken wird durch Petrus ausgedrückt, der über die gegenwärtige Zeit voraussagt, was weltlich gesinnte Menschen sagen werden: „Wo ist die Verheißung seiner Ankunft? Denn seitdem die Väter entschlafen sind, bleibt alles so von Anfang der Schöpfung an.” Von der Welt ist nicht zu erwarten, daß sie den Plan Gottes kennt, aber das wahre Volk Gottes (mehr …)
„Und sie wurden alle mit Heiligem Geiste erfüllt.” – Apostelgeschichte 2:4 In den unserem Leittext vorausgehenden Ausführungen der Apostelgeschichte ging es um die Zusage des Heiligen Geistes, des Trösters, und um die Anweisung an die Apostel und Gläubigen, in Jerusalem zu bleiben, bis sie mit der Kraft von oben ausgerüstet wären für ihren Dienst, den ihnen der Herr aufgetragen hatte: allen Menschen das Evangelium zu predigen. Es ging auch um die Art und Weise, wie der Herr seinen Nachfolgern seine Auferstehung, seine Verwandlung von der menschlichen zur geistigen Natur und seine Auffahrt zum Vater bewies. Dabei erklärte der Herr auch, daß er in ein weit entferntes Land gehen würde, daß er in sein Amt als König eingesetzt werden sollte, und daß er wiederkäme und seine Getreuen zu sich holen würde. In der Ausgießung des Heiligen Geistes an Pfingsten wird von manchen die Erfüllung der Zusage des Herrn „wiederzukommen” gesehen. Aber (mehr …)
„Haben sich sonst keine gefunden, die zurückkehrten, um Gott Ehre zu geben, außer diesem Fremdling?” – Lukas 17:11 – 19 Die Kernaussage unserer Betrachtung ist Dankbarkeit. Sie ist ein sehr vernünftiges Charaktermerkmal und kommt sogar häufig bei der tierischen Schöpfung zum Ausdruck. Es ist unmöglich sich ein vollkommenes menschliches Wesen oder einen Engel vorzustellen, der ohne diese Qualität für Gott annehmbar wäre. Wir können fast sagen, daß das Maß unserer Annahme bei Gott an unserer Dankbarkeit gemessen wird. Ob verstanden oder nicht führt sie zum Gehorsam gegenüber den göttlichen Gesetzen und Regeln. Sie führt zu selbstopfernden Bemühungen in dem Gottesdienst und bringt gemäß göttlicher Anordnung ihren Segen. Der Bericht, aus dem unser Leittext stammt, sagt uns, daß der Erretter sich auf dem Weg von Samaria und Galiläa Jerusalem näherte. Es wird vermutet, daß dies sein letzter Gang nach Jerusalem war, der mit seinem Tod endete. Sein Ruf hatte sich ausgebreitet; (mehr …)
„Denn wenn ihr den Menschen ihre Vergehungen vergebet, so wird euer himmlischer Vater auch euch vergeben.” – Matthäus 6:18 Die Frage von Apostel Petrus: „Herr, wie oft soll ich meinem Bruder, der wider mich sündigt, vergeben? Bis siebenmal?”, taucht häufig auf. Höchstwahrscheinlich stellt sie sich allen Nachfolgern des Herrn irgendwann und irgendwie. Selbst unvollkommen und umgeben von anderen, die auch unvollkommen sind, müssen wir beständig Barmherzigkeit, Nachsicht, Vergebung üben. Das Bewußtsein des Menschen strebt natürlicherweise nach Gerechtigkeit und registriert genau jede gegen uns gerichtete Ungerechtigkeit. Man kann auch beobachten, daß viele Menschen Genugtuung empfinden, die Gerechtigkeit herauszustreichen gegenüber einem Gesetzesbrecher. Volksmassen zeigen diese Haltung. Männer, Frauen und Kinder steigern sich, sozusagen als Vertreter der Gerechtigkeit, in Fanatismus und in verbale Ausfälle hinein, wenn es um einen schuldigen armen Schlucker geht, der vermeintlich dem Zugriff des Gesetzes und seiner gerechten Strafe entgeht, und man möchte die Vergeltung in die eigenen Hände (mehr …)