Stiftshütte

Was können wir unter dem biblischen Begriff Versöhnung verstehen?

„Denn wenn wir, als wir Feinde waren, mit Gott versöhnt wurden durch den Tod seines Sohnes, so werden wir viel mehr, da wir versöhnt sind durch sein Leben gerettet werden. Nicht allein aber das, sondern wir rühmen uns auch Gottes durch unseren Herrn Jesus Christus, durch den wir jetzt die Versöhnung empfangen haben.”

Römer 5:10 und 11

Der Prozeß der Zurückführung des entfremdeten menschlichen Geschlechts in Übereinstimmung mit Gott wird die Lehre der Versöhnung genannt. Die Notwendigkeit für eine Versöhnung oder Aussöhnung zwischen Gott und Seiner menschlichen Schöpfung ist eine der grundlegendsten Lehren der Bibel. Auf ihren Seiten wird wiederholt das Thema des Falles des Menschen und die Notwendigkeit eines Erlösers, das Opferwerk des Christus, angesprochen und das zuletzt kommende Königreich, als der Vermittler, der die notwendige Aussöhnung vollbringen soll. Unser Leittext ist ein Beispiel dafür, was die Schrift über dieses lebenswichtige Thema zu verstehen gibt.

In vielen Kreisen der heutigen Gesellschaft werden jedoch die einfachen Lehren der Bibel, die den Fall des Menschen und seinen gegenwärtigen Stand der Entfernung von Gott betreffen, gering geachtet, und als ein zu primitiver Glaube, um in moderner Theologie vertreten zu werden, abgelehnt. Die Echtheit des Berichtes im 1. Buch Mose über den Eintritt der Sünde in die Welt ist oft verworfen worden, indem man den Inhalt des Buches als Mythologie bezeichnet, der nur aufgrund seines literarischen Stiles Beachtung finden könnte. Dafür wird der Mensch als solcher gezeigt, der ständige Fortschritte bis zum großartigsten Zustand macht, als Ergebnis seiner eigenen erhöhten Anstrengungen. Wie unterschiedlich jedoch stellen die Schriften die Angelegenheit dar.

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Frage Q702:2 (Stiftshütte – Essen vom Altar nicht erlaubt)

Frage von 1908: Erkläre uns Hebräer 13:10, wo es heißt: „Wir haben einen Altar, von welchem kein Recht haben zu essen, die der Hütte dienen.” Um welchen Altar in Vorbild und Gegenbild geht es hier? Antwort: „Der Apostel beleuchtet hier den Unterschied zwischen der jüdischen Priesterschaft, dem Aaronischen Priestertum, und dem gegenbildlichen Priestertum mit Christus als Hohenpriester und der Kirche als der königlichen Priesterschaft, seinen Leibesgliedern. Die Juden nun und diejenigen, die diese jüdische Auffassung im Kopf hatten, taten sich schwer damit zu verstehen, wie von uns als von Priestern gesprochen werden konnte: Wie können Gläubige, solche, die durch Christus zum Vater kommen und sich taufen lassen, ihre Körper als lebendige Schlachtopfer niederlegen, die nach Paulus’ Aussage ein königliches Priestertum, eine heilige Nation, ein Volk zum Besitztum sind? Das war schwierig für sie. Wie können wir eine Priesterschaft sein? Wir gehören nicht zur Priesterkaste. Diesem Gedankengang folgt Paulus. Wir gehören (mehr …)